Jasper Balke schreibt : Die Beschlusslage des Landtages ist eindeutig: Es handelt sich um eine Steuer/Abgabe auf zuckerhaltige Softgetränke und Energydrinks - genau so wie 2018 in Großbritannien eingeführt.
Aber hallo Markus Söder: Wer also aktuell KI-generierte Sharepics und Fotos zu Plätzchen, Marzipan oder Kaiserschmarren postet und diese in einen Zusammenhang mit der aktuell diskutierten Zuckersteuer bringt, hat sich offensichtlich nicht mit dem Thema auseinandergesetzt.
Ruprecht Polenz LinkedIn
In GB hat eine Zuckersteuer zu einer signifikanten Verbesserung der der Volksgesundheit geführt.
Fast alle industriell hergestellte Lebensmittel enthalten (zu viel) Zucker, was im Kleinstgedruckten kaum erkennbar ist.
Gegen eine Zucker-🚦wehrt sich die Industrie. Deshalb essen wir VIEL zu viel Zucker. Die Folgen: Übergewicht, Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Vermeidbare Kosten für das Gesundheitswesen.
Youtube hier
Zeit hier 21. Dezember 2025, Quelle: DIE ZEIT, AFP, KNA, akl
Steuer auf Zucker: Daniel Günther kündigt Bundesratsinitiative für eine Zuckersteuer an
Eine Zuckersteuer sei "politisch und ökonomisch" längst geboten, sagt Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther. Im kommenden Jahr will er das Thema angehen.
Der Ministerpräsident von Schleswig-Holstein, Daniel Günther (CDU), hat eine Gesetzesinitiative zur Einführung einer bundesweiten Steuer für besonders zuckerhaltige Lebensmittel angekündigt. Günther will über seine Landesregierung "im ersten Quartal des kommenden Jahres eine Bundesratsinitiative" ergreifen, sagte er in einem vorab veröffentlichten Interview mit der Zeitung Die Welt. Auch auf dem kommenden Bundesparteitag der CDU im Februar soll das Thema eingebracht werden.
"Eine Zuckersteuer ist politisch und ökonomisch längst geboten, weil zu starker Zuckerkonsum
erhebliche gesundheitliche Probleme und
damit auch enorme gesellschaftliche Kosten verursacht"
sagte Günther in dem Interview. Ihm wäre lieber, den Zuckerkonsum ohne staatliche Regulierung zu regulieren, "aber so weit sind wir offenbar noch nicht".
Zucker verursacht laut Studie Gesundheitskosten in Milliardenhöhe
Zuvor hatte der Ärzteverband Marburger Bund die Bundesregierung dazu aufgefordert, eine Steuer auf Zucker einzuführen. Eine von der Umweltschutzorganisation Greenpeace beauftragte Studie vom April errechnete, dass der Zuckerkonsum in Deutschland jährlich Gesundheitskosten von knapp zwölf Milliarden Euro verursacht. Grund dafür sind demnach mit Zucker verbundene Krankheitsrisiken wie Diabetes, Bluthochdruck, Karies oder Parodontose. Eine Zuckersteuer könnte der Studie zufolge den Konsum zuckerhaltiger Produkte verringern.
In Großbritannien gibt es bereits eine Art Zuckersteuer. Hersteller von Softdrinks zahlen dort abhängig vom Zuckergehalt zusätzliche Abgaben. Nach Angaben der Organisation Foodwatch habe die Steuer bereits dazu geführt, dass Getränkehersteller in Großbritannien den Zuckergehalt in ihren Produkten deutlich gesenkt hätten.
Jasper Balke LinkedIn
#Zuckersteuer = Weihnachten ohne Plätzchen?!
Weil von Foodbloggern, Lebensmittelindustrie und unserem CSU-Landwirtschaftsminister aktuell Unwahrheiten und Fehlinformationen zur #Zuckersteuer-Debatte verbreitet werden, möchte ich als derjenige, der den entsprechenden Antrag im Schleswig-Holsteinischen Landtag geschrieben hat, einmal ein paar Dinge klarstellen:
Die Beschlusslage des Landtages ist eindeutig: Es handelt sich um eine Steuer/Abgabe auf zuckerhaltige Softgetränke und Energydrinks - genau so wie 2018 in Großbritannien eingeführt.
Wer also aktuell KI-generierte Sharepics und Fotos zu Plätzchen, Marzipan (als Lübecker trifft mich das persönlich) oder Kaiserschmarren postet und diese in einen Zusammenhang mit der aktuell diskutierten Zuckersteuer bringt, hat sich offensichtlich nicht mit dem Thema auseinandergesetzt.
Der Konsum von Zuckern in flüssiger Form ist deshalb so gesundheitsschädigend, weil man weder satt wird, noch die viel zu hohen Zuckeranteile ab einer gewissen Höhe schmecken kann.
In Deutschland erworbene Fanta hat übrigens einen doppelt so hohen Zuckeranteil wie die in Großbritannien, schmeckt genau gleich und kostet auch gleich viel.
Die Reduktion des Zuckeranteils durch die eingeführte Zuckersteuer in Großbritannien auf die unter die Zuckersteuer fallenden Getränke beträgt seit 2018 bereits 46%.
Wenn unser Bundeslandwirtschaftsminister jetzt von freiwilligen Selbstverpflichtungen spricht (seit Jahren keine signifikanten Reduktion des Zuckeranteils und des pro-Kopf Konsums geführt hat) dann hat er den Ernst der Lage nicht begriffen.
Die Deutschen konsumieren doppelt so viel Zucker pro Kopf, wie von der #WHO empfohlen. Sich als Ernährungsminister so aus der Verantwortung zu stehlen, ist fahrlässig.
Deutschland hat das teuerste #Gesundheitssystem der Welt (nach Schweiz und USA), liegt im #PublicHealth-Index und bei der vermeidbaren Sterblichkeit im Europäischen Vergleich an (vor-)letzter Stelle, die Gesundheitsausgaben schießen durch die Decke und die Krankheitstage sind auf einem Rekordhoch.
Wir müssen endlich begreifen, dass eine evidenzbasierte Gesundheitspolitik mit mehr Prävention und Gesundheitsförderung durch verbindliche (!) Maßnahmen wie der #Zuckersteuer nicht nur individuelles Leid und Krankheitsverläufe verhindert, sondern auch volkswirtschaftlich enorm hohes Potential entfaltet.
Mir ist es ein Rätsel, weshalb die Deutsche #Wirtschaft dies nicht schon längst erkannt hat. Allein durch die Zuckersteuer ließen sich 16 Mrd. Euro Folgekosten im Gesundheitswesen einsparen (Studie TU München 2023). Und eine Einschränkung der Verfügbarkeit von Alkohol, der in keinem anderen Land auf der Welt 24/7 so niedrigschwellig überall zur Verfügung steht, hat einen potentiell volkswirtschaftlichen Nutzen von 50 Mrd. Euro jährlich.
Wir brauchen in Deutschland deshalb endlich eine ideologiefreie, evidenzbasierte Vernunftspolitik für unseren Wirtschafts- und Gesundheitsstandort.
Oliver Huizinga LinkedIn
Zur aktuellen Debatte um die Zuckersteuer auf Softdrinks: Hier eine Übersicht entsprechender Regelungen unserer europäischen Nachbarn 🌍
hier t-online Von dpa Aktualisiert am 31.12.2025
Ärztepräsident fordert Zuckersteuer und warnt vor Diabetes-Welle
Klaus Reinhardt (Archivbild): "Es ist eine Frage der Verantwortung, dass die Politik auf Missstände reagiert."
Zucker, Tabak und Alkohol müssen teurer werden, fordert der Präsident der Bundesärztekammer. Andernfalls werde eine Volkskrankheit deutlich zunehmen.
Im Kampf gegen Übergewicht bei Kindern und Jugendlichen hält der Präsident der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt, eine bundesweite Zuckersteuer für dringend notwendig. "Es ist eine Frage der Verantwortung, dass die Politik auf Missstände reagiert", sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Der 65-Jährige forderte "höhere Steuern auf Zucker, Tabak und Alkohol, weil das den Konsum senkt".
Mit Blick auf die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen warnte Reinhardt eindringlich vor den Folgen übermäßigen Zuckerkonsums. "Schon jetzt ist absehbar, dass durch Bewegungsmangel und ungesunde Ernährung bei Kindern und Jugendlichen eine riesige Welle von Diabetikern auf uns zurollt", sagte er. Neben einer Zuckersteuer sprach sich Reinhardt auch für einen "verbindlichen Gesundheitsunterricht an den Schulen" aus.
Schleswig-Holstein hatte in der Debatte um eine Zuckersteuer zuletzt eine entsprechende Bundesratsinitiative angekündigt. Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer (CSU) lehnt den Vorstoß ab. Rainer sieht die Ernährung nicht als den einzigen ausschlaggebenden Faktor. "Zu wenig Bewegung, zu viel elektronische Medien können daran beispielsweise auch beteiligt sein", hatte er der "Rheinischen Post" gesagt.
CDU-Mann warnt vor gesellschaftlichen Kosten
Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) hatte sich für die Einführung einer Zuckersteuer ausgesprochen. "Im ersten Quartal des kommenden Jahres werden wir eine Bundesratsinitiative ergreifen", sagte der CDU-Politiker der "Welt". "Eine Zuckersteuer ist politisch und ökonomisch längst geboten, weil zu starker Zuckerkonsum erhebliche gesundheitliche Probleme und damit auch enorme gesellschaftliche Kosten verursacht."
Für eine gute Ernährung empfiehlt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) Menschen mit gesundem Körpergewicht täglich nicht mehr als 50 Gramm des sogenannten freien Zuckers, idealerweise sogar weniger als 25 Gramm (sechs Teelöffel).
hier von 2024
Zuckerkonsum: Die britische Zuckersteuer funktioniert
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