Dienstag, 30. Dezember 2025

Glyphosat: Am Ende steht eine unangenehme Wahrheit: Kurzfristige wirtschaftliche Interessen haben mehr Gewicht als langfristige Gesundheits- und Umweltziele

Standard hier  16. Dezember 2025,
Vorschlag

Auch Glyphosat: EU-Kommission will Pestizide unbefristet zulassen

Bisher waren Zulassungen für Pflanzenschutzmittel auf 15 Jahre begrenzt. Die gefährlichsten Substanzen sollen aber davon ausgenommen werden

Die EU-Kommission will, dass Pflanzenschutzmittel wie Glyphosat in der EU künftig zeitlich unbefristet zugelassen werden können. Demnach sollen die bisher erforderlichen regelmäßigen Neuzulassungen für Wirkstoffe abgeschafft werden, wie aus einem Vorschlag der Behörde hervorgeht. Die gefährlichsten Substanzen sollen davon ausgenommen werden. Erneuerungen und gezielte Neubewertungen sollen nach Willen der Kommission dann durchgeführt werden, wenn es Gründe dafür gibt.

Bisher wird die Zulassung eines aktiven Wirkstoffs in der EU nur für einen begrenzen Zeitraum bis zu 15 Jahren erteilt und muss danach neu bewertet werden. Ohne erfolgreiche Erneuerung läuft die Zulassung aus. Bekannt ist etwa das umstrittene Pestizid Glyphosat, das die EU-Kommission nicht als gefährlich einschätzt. Glyphosat ist ein sogenanntes Totalherbizid, das nahezu alle grünen Pflanzen schädigt. Es wird seit Mitte der 1970er-Jahre vor allem unter dem Handelsnamen "Roundup" genutzt und ist heute in zahlreichen Pflanzenschutzmitteln verschiedener Hersteller enthalten.

Die EU hat die Genehmigung für Glyphosat zuletzt bis Ende 2033 verlängert. In einem Teil der Mitgliedstaaten, darunter Deutschland, sind Anwendungen in Haus- und Kleingärten sowie auf Flächen, die für die Allgemeinheit bestimmt sind, verboten oder stark eingeschränkt. Die EU-Staaten und das Europaparlament müssen den Vorschlag nun diskutieren. (APA, 16.12.2025)


TAZ hier 12.3.2025  Henning Giesen 

Glyphosat verboten

Erfolg der Deutschen Umwelthilfe
Glyphosat-Pestizid vorläufig gestoppt
Ein Pestizid von Monsanto wurde durch das Einschreiten der Deutschen Umwelthilfe vorläufig verboten. Ob es dabei bleibt, ist allerdings unklar.

Das Glyphosat-Pestizid Round­up Future darf in Deutschland bis auf Weiteres nicht mehr verwendet werden. Nach einem Einspruch der Deutschen Umwelthilfe (DUH) gegen die Zulassung des Pestizids setzte das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) diese am vergangenen Dienstag aus.

Bei dem Pflanzenschutzmittel handelt es sich um ein Produkt des Bayer-Tochterkonzerns Monsanto. Glyphosat bezeichnet dabei den Wirkstoff des Mittels. Solange das BVL die Zulassung von Roundup Future prüft, darf es weder verkauft noch angewendet werden, teilte das Bundesamt mit.

Die DUH sieht in diesem Schritt einen wichtigen Erfolg. „Jeder Tag zählt, an dem wir die Umwelt vor diesem giftigen Totalherbizid bewahren“, sagt DUH-Geschäftsführer Jürgen Resch. „Der massive Glyphosateinsatz schadet der Artenvielfalt, den Schmetterlingen, anderen Großinsekten und damit vielen Vogel-, Amphibien- und Reptilienarten.“ Die Sicherheit von Glyphosat sei nicht ausreichend nachgewiesen. Die DUH setze sich deshalb für ein grundsätzliches Glyphosat-Verbot in Deutschland ein.

Im vergangenen Jahr ist es der DUH bereits gelungen, die Zulassung von Roundup Power­Flex – ebenfalls ein Glyphosat-Pestizid von Monsanto – zu verhindern. Im Fall von Roundup Future wirft Resch dem BVL vor, neue wissenschaftliche Erkenntnisse teilweise nicht berücksichtigt zu haben.

Amt prüft, ob Roundup Future dauerhaft verboten bleibt
Ob es bei dem Verbot von Roundup Future bleibt, ist allerdings noch unklar. „Die Aussetzung ist zunächst eine formelle Reaktion auf den Widerspruch der DUH und noch keine inhaltliche Bewertung“, sagte eine Sprecherin des BVL der taz.

Nun beginne die Prüfung des DUH-Widerspruchs. Hierbei werde man zunächst Monsanto zu den Bedenken anhören. Nähere Auskünfte zur Bewertung der Einwände könne das BVL zu diesem Zeitpunkt deshalb noch nicht geben.

Die DUH hat bereits weitere Schritte angekündigt, sollte die Zulassung nach Abschluss des Verfahrens wieder erteilt werden. Resch sagt: „Sollte unserem Widerspruch nicht stattgegeben werden, werden wir Klage einreichen. Wir sind bereit, mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln Roundup Future von unseren Äckern zu verbannen.“


Klaus Mähleke  hier  LinkedIn 10.11.2025

Darf es noch etwas mehr Gift sein ? Die Politik sorgt für ausreichend Nachschub.

Kontaminierte Landschaften – Wie Pestizide Europas Felder, unsere Nahrung und unsere Gesundheit verändern

Über den Apfelplantagen im Südtiroler Vinschgau hängt an schönen Frühlingstagen ein feiner Nebel. Für Touristinnen und Touristen sieht er aus wie Tau. In Wahrheit ist es oft Sprühnebel aus Pestiziden – ein chemischer Mix, der nicht nur auf den Bäumen landet, sondern auf Wiesen, Spielplätzen, in Bergbächen, im Schnee. Ähnlich sieht es im Oberrheintal aus, einer der intensiv bewirtschafteten Regionen Europas. Was dort passiert, ist kein lokales Problem, sondern ein Spiegel für die Landwirtschaft eines ganzen Kontinents.

Dieser Text versucht, nüchtern und faktenbasiert zu zeigen, wie tief Pestizide heute in unsere Ökosysteme, Lebensmittel und Körper eingedrungen sind, was die Forschung über gesundheitliche Folgen weiß – und warum die Politik trotz dieser Erkenntnisse kaum die Notbremse zieht.

https://umweltinstitut.org/landwirtschaft/projekt-spritzdaten-aus-dem-vinschgauer-apfelanbau/

https://www.der-malser-weg.com/


Europas Landwirtschaft: Ohne Chemie geht (fast) nichts mehr

In der Europäischen Union werden Jahr für Jahr rund 300.000 bis 350.000 Tonnen Pestizide verkauft – und das seit mehr als einem Jahrzehnt nahezu konstant. Auch wenn es zuletzt leichte Rückgänge gab, ist die Grundlinie klar: Die europäische Landwirtschaft ist strukturell von chemischen Pflanzenschutzmitteln abhängig.

Offiziell wird betont, dass die Anwendung streng reguliert sei. Gleichzeitig zeigen europaweite Messprogramme:

  • Der große Teil der landwirtschaftlichen Böden enthält Rückstände aktueller Pestizidwirkstoffe.
  • In Flüssen, Bächen und Seen werden regelmäßig Substanzen gemessen, deren Konzentrationen über ökologisch unbedenklichen Werten liegen.
  • In vielen Regionen findet man in Luft, Böden und Vegetation nicht nur einzelne Stoffe, sondern ganze Cocktails von fünf, zehn oder mehr Wirkstoffen gleichzeitig.

Die Europäische Umweltagentur spricht inzwischen offen davon, dass unsere Ernährungssysteme „stark von chemischen Pestiziden abhängig“ sind – und dass diese Mittel eine wesentliche Quelle für Wasser-, Boden- und Luftverschmutzung darstellen, zum Verlust der Artenvielfalt beitragen und mit chronischen Erkrankungen in Verbindung stehen.


Vinschgau und Oberrheintal: zwei Beispiele, ein Muster

Südtirol – der Apfelgarten Europas -

Der Vinschgau in Südtirol ist eines der größten Apfelanbaugebiete Europas. Die Plantagen ziehen sich wie ein grünes Band durch das Tal, dicht an dicht, oft bis an Dörfer und Schulen heran. Studien, die dort Böden und Pflanzen vom Talboden bis in hochalpine Lagen beprobt haben, kommen zu einem eindeutigen Ergebnis

In fast allen untersuchten Vegetationsproben wurden Rückstände aktueller Pestizide gefunden.

Selbst oberhalb der Baumgrenze, in Wiesen und Flächen, in denen nie gespritzt wird, tauchen mehrere Wirkstoffe gleichzeitig auf.

Die Zahl der nachgewiesenen Substanzen reicht von verbreiteten Fungiziden über Insektizide bis zu Herbiziden – insgesamt wurden in einer großen Untersuchung 27 Wirkstoffe identifiziert, in anderen Analysen noch mehr. 

Wichtig ist nicht nur, dass gespritzt wird, sondern wie. Auf vielen Apfelanlagen werden pro Saison mehrere Dutzend Spritzgänge durchgeführt, oftmals mit Mischungen aus mehreren Wirkstoffen in einem Durchgang. Auf einem einzelnen Apfel lassen sich so am Ende der Saison im Durchschnitt mehrere Rückstände gleichzeitig nachweisen.

Noch brisanter: Grasproben auf Spielplätzen, an Schulwegen und in Parks in Südtirol zeigen ebenfalls eine hohe Belastung mit Pestiziden, darunter Stoffe, die als hormonaktiv oder neurotoxisch gelten. Das bedeutet: Kinder, die dort spielen, kommen direkt mit diesen Rückständen in Kontakt – über die Haut und über Hände, die anschließend in den Mund wandern.


Oberrheintal – Chemiecocktails bis in den Wald

Das Oberrheintal – auf deutscher, französischer und schweizer Seite – ist geprägt von Weinbau, intensiven Ackerkulturen und Spezialkulturen. Auch hier wurde systematisch dort gemessen, wo eigentlich „Ruhe“ sein sollte: in Hecken, Wiesen, Waldrändern und kleinen Gewässern, auf Flächen, auf denen keine Pestizide ausgebracht werden.

Das Bild ist verblüffend ähnlich wie in Südtirol

Der überwiegende Teil der Vegetations- und Bodenproben enthält Rückstände verschiedener Pestizide.

Viele Proben zeigen Mischungen aus mehreren Wirkstoffen, in der Summe wurden Dutzende Substanzen gefunden.

Die Kontamination reicht weit in Waldgebiete und Schutzflächen hinein.

Auch hier geht es nicht um Einzelfälle, sondern um ein flächendeckendes Muster: Pestizide verlassen fast immer die Flächen, auf denen sie aufgebracht werden – durch Abdrift, Verflüchtigung, Regenwasser, Staub.


Was auf unseren Tellern landet

Jedes Jahr werden in der EU hunderttausende Lebensmittelproben auf Pestizidrückstände untersucht. Die Behörden betonen dabei regelmäßig: Die große Mehrheit der Proben liege unterhalb der gesetzlichen Höchstgehalte, nur ein kleiner Teil überschreite diese Grenzwerte.

Was häufig untergeht: Ein erheblicher Anteil der Proben enthält Mehrfachrückstände. Auf einem Apfel, einer Traube oder einer Erdbeere finden sich dann nicht ein oder zwei, sondern drei, vier oder noch mehr Wirkstoffe.

Unabhängige Auswertungen der offiziellen Daten zeigen, dass der Anteil von Proben mit besonders problematischen Wirkstoffen – etwa solchen, die als krebsverdächtig, erbgutschädigend oder besonders giftig für das Hormonsystem eingestuft sind – in den letzten Jahren in mehreren Kategorien zugenommen hat. Bei manchen Früchten hat sich der Anteil der belasteten Proben in weniger als einem Jahrzehnt vervielfacht.

Biologisch erzeugte Lebensmittel schneiden im Durchschnitt deutlich besser ab: Sie enthalten seltener und weniger Rückstände. Doch auch Bioprodukte sind nicht völlig frei – Abdrift und Altlasten machen auch vor Biofeldern nicht halt.

Wie Pestizide in unseren Körper gelangen

Die wichtigsten Wege, über die Pestizide in unseren Körper gelangen, sind gut beschrieben:

Nahrung Obst, Gemüse, Wein, aber auch Getreideprodukte und verarbeitete Lebensmittel können Rückstände enthalten. Selbst wenn einzelne Werte unterhalb der gesetzlichen Grenzwerte liegen, entsteht über Jahre und Jahrzehnte eine chronische Hintergrundbelastung, oft mit mehreren Wirkstoffen parallel.

Trinkwasser Pestizide gelangen über Regen, Erosion und Abschwemmung in Oberflächengewässer und ins Grundwasser. Wasserwerke können vieles filtern oder durch Mischung verdünnen, aber nicht alle Substanzen vollständig entfernen. In einigen Regionen Europas wurden in Rohwasser und zum Teil auch in Trinkwasser Pestizide oder deren Abbauprodukte nachgewiesen.

Luft Messungen zeigen, dass in landwirtschaftlichen Regionen Pestizide als feine Tröpfchen oder Gas in der Luft vorhanden sind – zum Teil noch in größerer Entfernung zu den gespritzten Flächen. Menschen atmen diese Stoffe ein, besonders während der Spritzsaison.

Direkter Hautkontakt Kinder auf belasteten Spielplätzen, Menschen, die auf angrenzenden Wiesen liegen oder arbeiten, kommen über die Haut in Kontakt mit Rückständen im Gras oder im Staub.

Die Frage ist also nicht, ob wir in Europa Pestiziden ausgesetzt sind, sondern wie stark, wie lange und in welcher Kombination.


Was die Forschung über gesundheitliche Folgen weiß

Kein seriöser Mensch wird behaupten, jede Parkinson-Erkrankung, jeder Hirntumor oder jede Demenz sei „wegen Pestiziden“ entstanden. Krankheiten sind komplex. Aber die wissenschaftliche Literatur der letzten Jahre ist deutlich: Pestizide sind ein relevanter Umwelt- und Gesundheitsfaktor – vor allem dort, wo Menschen über lange Zeit höheren Dosen ausgesetzt sind.

Parkinson

Parkinson gilt heute als eine der am besten untersuchten Krankheiten im Zusammenhang mit Pestiziden.

Zahlreiche Studien an Landwirtinnen und Landarbeitern zeigen, dass Menschen mit langjähriger intensiver Exposition ein deutlich erhöhtes Parkinson-Risiko haben.

In einigen Ländern wurde Parkinson bereits als berufliche Erkrankung für bestimmte Gruppen von Landarbeiter:innen anerkannt.

Es geht hier vor allem um chronische, niedrig dosierte Exposition über Jahre, nicht um akute Vergiftungen.


Alzheimer und andere Demenzen

Auch für Alzheimer und andere Demenzformen verdichten sich die Hinweise:

In Regionen mit besonders hoher Pestizidnutzung wurden bei älteren Menschen höhere Alzheimer-Raten gemessen als in Regionen mit geringerer Nutzung.

Laborexperimente zeigen, dass einige Insektizide und andere Wirkstoffe Prozesse anstoßen können, die typisch für neurodegenerative Erkrankungen sind – etwa die Schädigung von Nervenzellen oder die Förderung entzündlicher Prozesse im Gehirn.

Noch sind nicht alle Mechanismen verstanden, doch die Verbindungslinien sind klar genug, um von einem ernst zu nehmenden Risikosignal zu sprechen.


Lungenkrankheiten

Einige Pestizide sind gezielt oder unbeabsichtigt giftig für die Lunge:

Bestimmte Herbizide sind schon in relativ geringen Dosen in der Lage, das Lungengewebe dauerhaft zu schädigen und zu vernarben.

Studien zeigen bei Menschen, die berufsbedingt Pestiziden ausgesetzt sind, erhöhte Raten chronischer Atemwegserkrankungen.

Besonders problematisch sind Situationen, in denen gefährliche Wirkstoffe trotz Verbot illegal eingesetzt oder über Graumärkte gehandelt werden.


Krebs und Hirntumoren

Die Krebsforschung betrachtet Pestizide inzwischen als eine wichtige Gruppe von Umweltfaktoren

Bei Landwirt:innen wurden in mehreren Studien erhöhte Risiken für Hirntumoren festgestellt.

Für Kinder zeigen Untersuchungen ein erhöhtes Risiko für Hirntumoren und bestimmte Leukämien, wenn die Eltern während Schwangerschaft und früher Kindheit stärker mit Pestiziden zu tun hatten.

Auch für andere Krebsarten – etwa bestimmte Lymphome oder Prostatakrebs – gibt es Hinweise auf Zusammenhänge mit langjähriger Exposition.


Hormon- und Stoffwechselstörungen

Eine große Zahl von Pestiziden wirkt als sogenannte endokrine Disruptoren: Sie greifen in das Hormonsystem ein. Das kann Folgen haben für


Fruchtbarkeit und Fortpflanzung,

die Entwicklung von Föten und Kindern,

das Risiko für Stoffwechselerkrankungen wie Fettleibigkeit oder Diabetes,

hormonabhängige Krebsarten.

Ökonomische Analysen, die die Gesundheitsfolgen hormonaktiver Chemikalien abschätzen, kommen auf zweistellige Milliardensummen pro Jahr allein für die EU – durch Krankenhausaufenthalte, Pflegebedürftigkeit, verlorene Arbeitsjahre und vorzeitige Todesfälle.


Die versteckte Rechnung: Was Pestizide das Gesundheitssystem kosten

Die direkten Kosten von Pestiziden stehen nicht auf der Rechnung im Supermarkt. Sie erscheinen an anderen Stellen:

in Budgets der Krankenkassen,

in Pflegekosten für Menschen mit chronischen Erkrankungen,

in Produktivitätsverlusten, wenn Menschen früher krank werden oder sterben.

Schätzungen, die nur einen Teil der eingesetzten Wirkstoffe und nur einige Krankheitsbilder einbeziehen, kommen bereits auf viele Millionen bis Milliarden Euro pro Jahr an Folgekosten. Und dabei sind die ökologischen Schäden – verlorene Bestäuber, degradierte Böden, Fischsterben – noch gar nicht eingerechnet.

Mit anderen Worten: Wir sparen an der Kasse, zahlen aber hintenrum mit Steuergeld und Lebensqualität drauf.

Warum die Politik trotz allem nicht entschlossen handelt

Angesichts dieser Fakten drängt sich die Frage auf: Warum gibt es kein klares politisches „Stopp“? Warum kein konsequenter Ausstieg aus besonders gefährlichen Wirkstoffen, warum kein hartes Reduktionsprogramm?

Die Gründe sind vielschichtig:

Strukturelle Abhängigkeit der Landwirtschaft 

Viele Betriebe sind in ein System eingebunden, das auf hohe Erträge, niedrige Preise und internationale Wettbewerbsfähigkeit ausgerichtet ist. Große Monokulturen, intensive Spezialisierung, hoher Exportdruck – in diesem Setting erscheinen Pestizide als unverzichtbares Werkzeug. Ein schneller Ausstieg würde für viele Höfe existenzielle Risiken bedeuten, wenn er nicht von tiefgreifenden Strukturreformen begleitet wird.

Angst vor Ernteausfällen und steigenden Preisen 

Interessensverbände warnen regelmäßig vor dramatischen Ernteverlusten, wenn der Einsatz von Pestiziden stark reduziert würde. Solche Szenarien finden leicht Gehör, besonders in Zeiten, in denen Versorgungssicherheit und Inflation sensible Themen sind.

Starker Lobbyeinfluss 

Die Hersteller von Pestiziden und bestimmte Agrarlobbys investieren erheblich in politische Einflussnahme. Wenn strengere Gesetze diskutiert werden, wird mit Arbeitsplatzverlusten, sinkender Wettbewerbsfähigkeit und angeblich „unrealistischen“ Umweltzielen argumentiert. Das konnte man zuletzt eindrucksvoll beobachten, als der Gesetzesvorschlag für eine verbindliche Pestizidreduktion in der EU nach massivem Druck zunächst verwässert und schließlich ganz zurückgezogen wurde.

Träge Regulierung und Datenlücken 

Die Zulassung von Pestiziden in der EU ist formal streng, aber inhaltlich lückenhaft. Bewertet werden meist einzelne Wirkstoffe, nicht reale Mischungen. Viele alte Wirkstoffe erhalten Übergangsverlängerungen, weil die zuständigen Behörden überlastet sind. Verlässliche, detaillierte Daten darüber, wie viel, wann und wo gespritzt wird, werden erst in den kommenden Jahren systematisch erhoben. Ohne gute Daten bleibt Politik im Blindflug.

Doppelstandards und illegale Märkte 

Einige Pestizide, die in der EU wegen ihrer Gefährlichkeit nicht mehr zugelassen sind, werden weiterhin in andere Länder exportiert. Von dort können sie über importierte Lebensmittel wieder auf europäischen Tellern landen. Gleichzeitig wächst der Markt für illegale und gefälschte Pestizide, die Kontrollen sind oft unzureichend.


Am Ende steht eine unangenehme Wahrheit: Kurzfristige wirtschaftliche Interessen und politischer Opportunismus haben bislang meist mehr Gewicht als langfristige Gesundheits- und Umweltziele.


Was sich ändern müsste – und was wir selbst tun können

Ein wirklich faktenbasierter, am Schutz von Gesundheit und Umwelt orientierter Kurs in Europa würde mehrere Schritte erfordern:

  • verbindliche Reduktionsziele für den gesamten Pestizideinsatz, mit klaren Zwischenzielen und wirksamen Sanktionen,
  • massive Förderung von Ökolandbau, diversifizierten Anbausystemen, Agroforstwirtschaft und anderen Methoden, die mit deutlich weniger oder ganz ohne Pestizide auskommen,
  • eine Regulierung, die nicht nur einzelne Wirkstoffe, sondern reale Mischungen und Langzeiteffekte berücksichtigt,
  • transparente, dichte Monitoringprogramme für Böden, Luft, Wasser, Gletscher und Lebensmittel,
  • ein konsequentes Ende des Exports in der EU verbotener Wirkstoffe sowie eine harte Bekämpfung illegaler Pestizidströme.

Für die einzelne Bürgerin, den einzelnen Bürger bleiben kurzfristig vor allem begrenzte Hebel:

Sich zu aller erst einmal darüber klarwerden, wieviel ungesunden Mist man in sich reinfrisst und den Willen dazu haben , dies zu ändern. Denkt daran, Ihr alle habt nur das eine Leben ? Je früher Ihr Euch gesünder ernährt und in Eure Gesundheit investiert, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass Ihr gesünder, beschwerdefreier und länger lebt.

häufiger zu biologisch erzeugten Lebensmitteln greifen,

regionale Betriebe unterstützen, die pestizidarm oder pestizidfrei arbeiten,

politisch Druck machen – über Wahlen, Bürgerinitiativen, Verbände –, damit diese Themen nicht leise in Ausschüssen versanden,

den eigenen Konsum und die eigene Ernährung so gestalten, dass sie nicht nur dem eigenen Körper, sondern auch den Ökosystemen zugutekommt.

Eines ist klar: Pestizide sind kein Randthema für Spezialisten. Sie entscheiden mit darüber, welche Insekten noch in unseren Landschaften fliegen, welche Rückstände wir im Blut haben werden – und welche Krankheiten unsere Gesundheitssysteme in den nächsten Jahrzehnten prägen.

Ob wir diese Entwicklung hinnehmen oder umsteuern, ist keine technische Frage mehr. Es ist eine politische Entscheidung – und eine gesellschaftliche.


Fabian Holzheid / Umweltinstitut München e.V.  LinkedIn

Glyphosat-Skandal: Monsanto schreibt die wichtigste Studie einfach selbst

Eine zentrale Glyphosat-Studie aus dem Jahr 2000, die über Jahrzehnte großen Einfluss auf die Bewertung der Sicherheit von Glyphosat hatte, ist nun formell zurückgezogen worden. Die Fachzeitschrift "Regulatory Toxicology and Pharmacology" begründet den Schritt mit gravierenden Zweifeln an der wissenschaftlichen Integrität des Papiers. Es stellt sich heraus: die zentrale Schlussfolgerung – Glyphosat sei nicht krebserregend – ist überhaupt nicht belastbar! (Was in der Zwischenzeit ja sowohl die Internationale Krebsforschungsagentur IARC als auch das Ramazzini-Institut bestätigt haben)

Der Chefredakteur nennt mehrere Gründe für das Zurückziehen der Studie: 

1️⃣ Die Bewertung stützte sich ausschließlich auf Studien des damaligen Herstellers Monsanto, andere bereits vorliegende Langzeitstudien wurden ignoriert. 

2️⃣ Zudem gibt es Hinweise aus US-Gerichtsverfahren, dass Monsanto-Mitarbeitende an der Studie mitgewirkt haben könnten, ohne als Mitautoren genannt zu werden. 

3️⃣ Auch mögliche finanzielle Vergütungen an die offiziell genannten Autoren wurden offenbar nicht offengelegt. 

Trotz dieser bereits seit der Veröffentlichung der "Monsanto Papers" bekannten Enthüllungen gehört die Studie bis heute zu den meistzitierten Arbeiten in der Glyphosat-Forschung (top 0,1%!) und beeinflusst weiterhin regulatorische Entscheidungen. 

Gemeinsam mit GLOBAL2000 (federführend Helmut Burtscher-Schaden) und fünf anderen europäischen Organisationen haben wir vom Umweltinstitut München bereits 2016 Anzeige gegen Monsanto, das deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung und die europäische Lebensmittelsicherheitsbehörde EFSA erstattet, weil wissenschaftlich valide, belastende Studien im Bewertungsprozess einfach aussortiert wurden. Nun stellt sich heraus, dass die wichtigste, scheinbar entlastende Studie vermutlich auch noch vom Hersteller selbst geschrieben wurde.

Es bleibt dabei: Glyphosat muss schnellstmöglich vom Markt genommen werden, bevor noch größerer Schaden entsteht! Falls ihr das auch so seht, könnt ihr hier an die Bundesregierung schreiben: https://lnkd.in/dQfnHXXt


Zeit  hier Von Annika Joeres  30. Dezember 2025

Glyphosat : Manipulierte Monsanto die Forschung zu Glyphosat?

Eine der wichtigsten Glyphosat-Studien wurde zurückgezogen, auch weil Hersteller Monsanto daran verdeckt mitschrieb. Nun zeigt sich: Auch eine zweite Studie wird geprüft.

Sasha Kaurov staunt noch heute, der Erste gewesen zu sein: Gemeinsam mit der renommierten US-Wissenschaftshistorikerin Naomi Oreskes forderte er im Sommer den Rückzug einer umstrittenen Studie zur gesundheitlichen Wirkung des Unkrautvernichters Glyphosat, die schon vor 25 Jahren erschienen war. Die Arbeit von Williams, Kroes und Munro hatte das weltweit meistgenutzte Pestizid im Jahr 2000 für unbedenklich und nicht krebserregend erklärt. Bis heute prägt das Papier die wissenschaftliche Debatte – obwohl schon 2017 öffentlich wurde, dass Monsanto die Studie verdeckt mitverfasst hatte. Monsanto ist der Hersteller des meistverkauften Pestizids der Welt, inzwischen ist er mit dem deutschen Chemiekonzern Bayer fusioniert.

Fünf Monate nach der Beschwerde-E-Mail an den Verlag des Journals Regulatory Toxicology and Pharmacology zog dieser die Studie zurück: Der Chefredakteur erklärte schriftlich, es bestünden erhebliche Zweifel an der Autorenschaft und den Ergebnissen, die offenbar durch Interessenkonflikte belastet seien. Die drei Autoren hätten möglicherweise Geld für die Studie erhalten und dies verschwiegen. Der Artikel habe lange als "Meilenstein" für die Sicherheitsbewertung von Glyphosat gegolten – nun sei unklar, wie glaubwürdig die Schlussfolgerungen seien.

Der Vorgang ruft Fragen in Erinnerung, die sich seit der Veröffentlichung der internen Dokumente des Konzerns Monsanto im Jahr 2017 stellen: Hat das Unternehmen Forschungsarbeiten zur gesundheitlichen Wirkung des weltweit wohl berühmtesten Unkrautvernichters manipuliert? Wie viel Vertrauen verdienen Zulassungsbehörden, deren Einschätzungen auch auf diesen Arbeiten basierten? Müssen sie ihre Bewertung neu aufrollen? Nach ZEIT-Recherchen prüft der Verlag eines weiteren wissenschaftlichen Journals inzwischen mindestens eine Veröffentlichung zu Glyphosat. 

Um diese Dokumente geht es
2017 wurden interne Dokumente, darunter E-Mails von Monsanto-Mitarbeitenden, in einem US-amerikanischen Gerichtsprozess öffentlich. Sie diskutierten darin offen über Studien, die sie teilweise oder vollständig selbst verfasst – und die wahre Urheberschaft verschleiert hatten. Ein Dokument  enthält beispielsweise E-Mails aus dem Jahr 2015, in denen es um den Auftrag für eine wissenschaftliche Arbeit geht. Die nun zurückgezogene Studie wird darin erwähnt: Man würde Kosten sparen, indem man den Text selbst verfasse und die beauftragten Forscher den Text sozusagen nur redigieren und unterschreiben würden. "Wir erinnern uns, so haben wir das bei Williams Kroes & Munro, 2000, gemacht."

Die Studie blieb dennoch acht Jahre lang unverändert online – bis Kaurov, ein neuseeländischer Forscher für Wissenschaftskommunikation, und die US-Wissenschaftshistorikerin Oreskes sie im Frühjahr entdeckten und den Verlag schließlich zum Rückzug drängten. Ursprünglich wollten sie das Phänomen des Ghostwriting in der Wissenschaft untersuchen: Forschungsarbeiten also, die unter falschem Namen in Fachzeitschriften erscheinen. Doch ausgerechnet diese Studie, bei der Ghostwriting nachweislich vorlag, blieb unberührt zugänglich. "Es ist erschütternd, dass das Journal die Studie nicht längst zurückgezogen hatte", sagt Kaurov im Videogespräch mit der ZEIT.

Die Studie von Williams et al. ist nicht die einzige, deren Schlussfolgerungen jetzt infrage gestellt werden: Weitere Arbeiten, die laut den internen Monsanto-Dokumenten vom Konzern mitverfasst worden sein sollen, stehen aktuell zur Prüfung. Die Anwaltskanzlei Wisner Baum, die vor Gericht Kläger gegen Monsanto vertrat und die Veröffentlichung der E-Mails von Monsanto-Mitarbeitern erwirkte, listet auf ihrer Webseite alle veröffentlichten Dokumente auf. Darin erklären sie beispielsweise explizit, Studien zu "ghostwriten", um die Einschätzung von Gesundheitsbehörden zu beeinflussen: Firmenmitarbeiter verfassen sie, in den Publikationen werden dann aber andere Forscher genannt, die offiziell keine Verbindung zu Monsanto haben. Kaurovs und Oreskes Anstoß könnte damit weitreichende Folgen haben: Denn Studien bilden die Grundlage für die Zulassung von Pestiziden. 

Um die Zulassung und gesundheitliche Wirkung gibt es einen langen Konflikt
Der Wirkstoff Glyphosat wird weltweit in Produkten mit dem Markennamen Roundup vertrieben. Jedes Jahr steigt der Absatz des Unkrautvernichters. In Deutschland verkaufte der Hersteller Monsanto, der mittlerweile zu Bayer gehört, zuletzt jährlich mehr als viertausend Tonnen des Mittels an Landwirte, Winzerinnen oder auch die Deutsche Bahn, die damit ihre Gleise von Pflanzen befreit. Glyphosat wirkt als Totalherbizid gegen zahlreiche Unkrautarten, auch gegen mehrjährige und schwer bekämpfbare. Seit 50 Jahren ist das Produkt schon auf dem Markt, ebenso lange sorgt es für Bedenken bei Bauern, Verbraucherinnen und Umweltschützern.

Der Konzern Monsanto selbst betont, Glyphosat sei einer der "am umfassendsten untersuchten Stoffe" überhaupt. Laut Konzernsprecher Philipp Blank habe Monsanto an der "überwältigenden Mehrheit der Studien" nicht mitgewirkt. Der Konzern habe klare Vorgaben zu wissenschaftlichen Publikationen und lege "Kollaborationen" mit Wissenschaftlern offen. "Weltweit herrscht unter führenden Regulierungsbehörden Einigkeit darüber, dass Glyphosat bei sachgemäßer Anwendung sicher und nicht krebserregend ist," sagt Blank gegenüber der ZEIT. 

Alle zehn Jahre muss der Glyphosat-Hersteller Monsanto eine neue Zulassung bei der EU-Kommission beantragen. Diese stützt sich dabei auf die Bewertungen der EU-Lebensmittelbehörde Efsa und der Europäischen Chemikalienagentur Echa. Die letzte Zulassung wurde 2023 verlängert. 

Die Kommission und die beteiligten Behörden geben an, dass der Rückzug der Studie zunächst keine Folgen habe. Die Studie habe in der Bewertung von 2023 keine Rolle mehr gespielt. Sie stütze sich vor allem auf eigene Analysen von Studien und Rohdaten. Allerdings lässt sich damit ein Einfluss der Studie nicht völlig ausschließen – andere Autoren könnten sich direkt oder indirekt auf sie bezogen haben. Die Efsa räumt auf Nachfrage ein, die zurückgezogene Studie sei "ein oder zwei Mal" im Zulassungsprozess erwähnt worden – betont jedoch erneut ihre geringe Bedeutung bei Tausenden Studien. Die Europäische Chemikalienagentur Echa wiederum schreibt, sie habe noch nicht überprüfen können, ob sie zitiert worden sei.

Monsanto-Autoren prägten weltweit den Blick auf Chemikalien
Die zurückgezogene Publikation aus dem Jahr 2000 war allerdings keine unter vielen. Kaurov und Oreskes haben im September eine Analyse veröffentlicht, in der sie beschreiben, wie die Studie das öffentliche Verständnis, den wissenschaftlichen Diskurs und politische Entscheidungen prägte. 

Seit ihrer Publikation haben andere wissenschaftliche Studien mehr als 800-mal auf sie verwiesen, schreiben Kaurov und Oreskes, auch nach den Monsanto-Papern 2017 waren es noch 13 Zitate. Damit gehört sie laut Kaurov bis heute zu den 0,1 Prozent der meistzitierten Studien zur potenziellen Gefährlichkeit von Glyphosat. Auch auf Wikipedia war sie bis vor Kurzem prominent vertreten mit dem Originalzitat, die "Glyphosat-Tenside seien so giftig wie Vitamin A und weniger giftig als Aspirin". Auf den Diskussionsseiten des Onlinelexikons ist nachzuvollziehen, wie Hinweise auf Interessenkonflikte der Studie mehrfach auftauchten – und wieder gelöscht wurden. "Wikipedia prägt weltweit Meinungen und trainiert künstliche Intelligenz. Deshalb ist es entscheidend, strittige Studien offiziell zurückzuziehen", sagt Kommunikationsforscher Kaurov. Erst dann verschwinden sie aus Wikipedia und verlieren ihren Einfluss.
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Hinzu kommt: Vor Kurzem ist noch eine weitere Studie in den Fokus der EU-Behörden gerückt. Echa und Efsa prüfen derzeit die sogenannte Ramazzani-Studie, die im vergangenen Sommer veröffentlicht wurde: 27 Wissenschaftler des italienischen Ramazzani-Instituts untersuchten darin, ob niedrige Langzeitdosen von Glyphosat Krebs bei Ratten auslösen und stellten fest: Selbst Tiere, die rund zwei Jahre lang die in der EU erlaubte Dosis erhielten, entwickelten überdurchschnittlich oft Tumore – in Leber, Eierstöcken, Milchdrüsen, Nieren, Harnblasen, Knochen, Bauchspeicheldrüse, Gebärmutter und Milz. Die Studie erregte Aufmerksamkeit, weil sie auf den ersten Blick der bisherigen Annahme der Behörden widerspricht, nur unsachgemäßer Umgang mit Glyphosat – etwa zu hohe Dosen oder fehlende Schutzkleidung bei Landwirten – könne Krebs verursachen. Die EU-Behörden haben 15 Monate Zeit, eine Stellungnahme zur Untersuchung abzugeben. Sollte sich dann an der Bewertung etwas ändern, würde die Kommission "angemessen reagieren", schreibt eine Sprecherin.

Auch unter Regierungen ist die Uneinigkeit über Glyphosat groß: Bei der entscheidenden Abstimmung über eine erneute Zulassung im November 2023 enthielten sich Frankreich und Deutschland – die Ampelregierung war in der Frage zerstritten. Österreich, Luxemburg und Kroatien lehnten eine erneute Zulassung des Unkrautvernichters ab. Weil keine Mehrheit zustande kam, verlängerte die Kommission die Zulassung eigenmächtig. Gegen diese Entscheidung klagen wiederum mehrere Umweltverbände der Organisation Pesticide Action Network (PAN) vor dem Europäischen Gerichtshof. Die EU-Kommission habe bei ihrer Bewertung des Pestizids kritische Studien "systematisch von der Bewertung ausgeschlossen", begründete der Verband die Klage.  
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