Samstag, 8. Juni 2024

Auto-Experte mit krasser Prognose: Verbrenner werden bald "komplett verschwinden"

hier  CHIP Germany  Geschichte von Sebastian Feurer • Mai 2024

Auto-Experte mit krasser Prognose: Verbrenner werden bald "komplett verschwinden"

Einem Experten zufolge werden Verbrenner-Autos bald komplett der Vergangenheit angehören. Was das für die deutsche Branche bedeuten würde, lesen Sie hier.

Ferdinand Dudenhöffer, ein renommierter Autoexperte, prognostiziert das baldige Ende für Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren. Insbesondere in China, einem Vorreiterland in Sachen Elektromobilität, könnten Benziner und Diesel schon in ein bis zwei Jahrzehnten vollständig der Vergangenheit angehören, so Dudenhöffer in einem Interview mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (NOZ).

Die deutsche Autoindustrie hingegen stehe vor erheblichen Herausforderungen.
Laut Dudenhöffer hat Deutschland den Anschluss in der Massenproduktion von E-Autos an China verloren, was zu einer Abwanderung von Arbeitsplätzen führen könnte.
Die Ursache sieht er in einer Politik, die die Elektromobilität als Konkurrenz zu Verbrennern angesehen und nicht ausreichend gefördert habe.

Die Zukunft der Mobilität: Elektroautos und die Risiken politischer Fehlentscheidungen​

Die politische Diskussion in Deutschland um die Rücknahme des Verbrenner-Aus in der EU birgt nach Dudenhöffers Meinung große Risiken für die hiesige Autoindustrie. Statt den Autobauern zu helfen, würde das Gerede über eine Abkehr vom Ausstieg den Standort Deutschland weiter schwächen. Für den Hochlauf der E-Mobilität und den Einstieg in die Massenproduktion sei eine klare politische Linie erforderlich.

Verstärkt werde das Problem durch Fehler der Autolobby und einzelner Politiker, die laut Dudenhöffer durch ihr Handeln die E-Mobilität in Deutschland behindert haben.
Insbesondere das "überzogene Geschrei" über angeblich fehlende Ladesäulen habe die Kunden verunsichert. Zu den Kritikern seiner Position zählt er auch prominente Namen wie FDP-Politiker Christian Lindner und CSU-Europapolitiker Manfred Weber.



hier Deutsche Umwelthilfe Samstag, 25.05.2024

Pressemitteilung

CDU/CSU-Kampagne gegen EU-Verbrenner-Aus: Deutsche Umwelthilfe startet Gegenaktion und ruft Menschen auf, für Klimaschutz im Verkehr zu unterschreiben

• Kurz vor der Europawahl machen Unionsparteien mit populistischer Kampagne Stimmung gegen das längst beschlossene Verbrenner-Aus in der EU

• Union geht mit Märchen vom klimaneutrale Verbrennungsmotor auf Stimmenfang – DUH stellt richtig: Ausstieg aus dem Verbrennungsmotor dringend notwendig für Klimaschutz, zukunftsfähige Mobilität und Arbeitsplätze

• DUH ruft alle Menschen auf, unter www.duh.de/ja-zum-verbrenneraus ihre Zustimmung zum Verbrenner-Aus und zum Klimaschutz im Verkehr zu erklären

Unmittelbar nach dem Start einer populistischen CDU/CSU-Wahlkampagne pro Verbrennungsmotor hat die Deutsche Umwelthilfe (DUH) eine Aufklärungs- und Gegenaktion ins Leben gerufen.
Unter www.duh.de/ja-zum-verbrenneraus können Menschen ihre Stimme abgeben für das Verbrenner-Aus auf EU-Ebene und wirksamen Klimaschutz im Verkehr. Die Umwelt- und Verbraucherschutzorganisation klärt außerdem darüber auf, wie die Union mit falschen Darstellungen gegen das bereits beschlossene Verbrenner-Aus für Neuwagen agitiert.
Vorgehensweise und Erzählung ähneln dabei massiv einer vor wenigen Tagen gestarteten Petition der extremen rechten französischen Partei Rassemblement National.

Jürgen Resch, DUH-Bundesgeschäftsführer: „Unter Vortäuschung falscher Tatsachen versuchen die Unionsparteien mit aller Macht, die einzige wirklich wirksame EU-Klimaschutzmaßnahme im Verkehrsbereich der letzten Jahre zu torpedieren. Und das wenige Tage nachdem CDU-Chef Friedrich Merz bei einem Besuch im hochwassergeplagten Saarland versprochen hat, sich für die Eindämmung der Klimakrise einzusetzen. 

Die Wahrheit ist: Gegen das Verbrenner-Aus vorzugehen heizt die Klimakrise an und gefährdet nicht nur Menschenleben, sondern langfristig auch die Konkurrenzfähigkeit der deutschen Automobilindustrie und Arbeitsplätze. Die einzigen, die profitieren, sind Großaktionäre, die kurzfristige Milliardengewinne einfahren auf Kosten der Zukunft. Wir rufen deshalb alle Menschen auf, dem populistischen Stimmenfangmanöver nicht auf den Leim zu gehen und sich hinter den Verbrenner-Ausstieg zu stellen.“

CDU/CSU tun in ihrer Kampagne beispielsweise so, als hätten Europa und Deutschland die Zeit, das Verbrenner-Aus für Neuwagen zurückzunehmen und damit die einzige wirksame Klimaschutzmaßnahme, die bislang im Verkehr beschlossen wurde. Das Gegenteil ist der Fall. Allein Deutschland hat bis zum Jahr 2030 im Verkehrssektor eine gewaltige Klimaschutzlücke von mindestens 180 Millionen Tonnen CO2, die zu viel ausgestoßen werden. Ohne ein möglichst schnelles Verbrenner-Aus würde die Lücke immer größer. Derzeit sind lediglich rund 1,5 Millionen rein batterieelektrisch angetriebene Pkw in Deutschland zugelassen. Damit liegt das Ziel von 15 Millionen bis 2030 in weiter Ferner – zumal die Bundesregierung sich weigert, geeignete Fördermaßnahmen zu beschließen und stattdessen weiter auf die verbrennerfreundliche Subventionen für Dienstwagen und Dieselfahrzeuge setzt.

CDU/CSU erwecken den Eindruck, als ginge es um die Frage „pro oder contra Auto“ – dabei bezieht sich das Verbrenner-Aus nur auf Neuwagen und nur auf die Antriebstechnologie.

CDU/CSU erwecken den Eindruck, mit eFuels und Verbrennungsmotoren ließe sich auch Klimaneutralität herstellen. Richtig ist: eFuels werden nicht in ausreichenden Mengen zur Verfügung stehen und würden wenn überhaupt für nicht so einfach elektrifizierbare Branchen gebraucht wie Schiff- oder Luftfahrt. Und selbst wenn man das alles ignorieren würde, sind sie so ineffizient, dass Deutschland ein Mehrfaches an Windrädern und Solarkraftwerken bauen müsste – was nicht umsetzbar ist.

CDU/CSU behaupten, Arbeitsplätze und die Zukunft des deutschen Automobilstandortes hingen davon ab, dass der Verbrenner weiter betrieben wird. Experten gehen jedoch davon aus, dass auch hier das Gegenteil der Fall ist. Langfristig werden Arbeitsplätze gefährdet, weil die deutschen Automobilkonzerne technologisch Jahre Rückstand haben etwa aus Tesla oder die chinesischen E-Auto-Bauer. Dies gefährde massiv die internationale Konkurrenzfähigkeit deutscher Hersteller.

Link: Zur Petition: https://www.duh.de/ja-zum-verbrenneraus/

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