Es gibt Dinge, die ändern alles. Die aktuelle Revolution bei Batteriespeichern zählt dazu.
Sie verdrängt nicht nur Verbrennungsmotoren aus der Mobilität, sondern ändert auch grundlegend, wie Stromversorgungssysteme weltweit gedacht und aufgebaut werden.
Das geschieht schneller, als wir uns vorstellen können. Auf der Messe SmarterE in München vorletzte Woche hat CATL seine neue Großspeicherserie vorgestellt, mit Natrium-Ionen-Batterien statt Lithium-Ionen. Mit dieser Technologie seien 1 ct/kWh Speicherkosten „in Reichweite“, wie in Gesprächen zu erfahren war und auch Chip Online berichtet.
Also pro kWh Speicherdurchsatz nur noch 1 Cent. Bei hoher Performance und Zyklenfestigkeit.
Wann genau die Schwelle erreicht wird, ist dabei unerheblich. Entscheidend ist die Erkenntnis, dass ein Energiesystem, in dem Kurzfristspeicherung dermaßen günstig ist, einer ganz anderen Logik folgt als klassische Systeme.
- Es ändern sich Architektur, Netzbedarfe und Märkte.
- Es verbessern sich (richtig gemacht) Zuverlässigkeit von Netzstabilität bis Schwarzstartfähigkeit. Zuletzt zeigt diese die Perspektive auf, auch viel größere Speichertiefen bis in den Tagesbereich auf elektrochemischem Wege statt mit Reservekraftwerken bereitstellen zu können.
- Nicht nur auf der Lithium-/Natrium-Route, sondern auch auf ganz anderen Wegen.
Selbst wenn es noch wenige Jahre dauern sollte, bis die 1ct/kWh Schwelle erreicht ist: Regulierung, Anreize und Technik darauf vorzubereiten, wird mehr Zeit benötigen.
Wir sollten daher genau JETZT damit anfangen.
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