Dienstag, 18. Juni 2024

Update Webinar Renaturierungsgesetz heute abend

 +++ Aufzeichnung +++

Webinar: ab 18.6 Abend - 20:15 Uhr  auf Youtube

Meine Gäste: Peter Wohlleben, Martin Stuchtey & Jan Peters

Nach der Wahl zum EU Parlament überschlagen sich die Ereignisse. Nach den krassen europaweiten Erfolgen der Rechtsradikalen und Rechtspopulisten rief der französische Präsident Emmanuel Macron in Frankreich Neuwahlen aus, und noch am selben Tag gab in Belgien der bisherige Ministerpräsident Alexander DeCroo seinen Rücktritt bekannt.

„Es ist zu befürchten, dass die Herren Lindner und Wissing ihren nächsten medialen Coup vorbereiten“,

 Süddeutsche Zeitung hier  16. Juni 2024, Von Vivien Timmler, Berlin

Wissing will bei Autobahnen sparen – ausgerechnet

Der Bundesverkehrsminister kürzt die Mittel für Autobahnen und Brücken massiv zusammen, heißt es. Die einen finden das skandalös, die anderen „erfrischend ehrlich“. Was dahintersteckt

Mehr ist mehr, das ist ja klar. Niemand beschwert sich über zusätzliche Finanzmittel aus dem Bundesverkehrsministerium, weder die Kommunen noch die Deutsche Bahn und auch nicht die Autobahn GmbH – aber wehe, es wird gekürzt. Letztere treffe es nun besonders hart, heißt es dieser Tage. Verkehrsminister Volker Wissing (FDP) wolle die Investitionen in Autobahnen und Brücken massiv kürzen, um gut 20 Prozent, berichtet die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung. Das ist nicht direkt falsch. 


Aber es ist auch nicht die ganze Wahrheit.

Zu der gehört einerseits, dass Wissing die Mittel für die Autobahn GmbH
erst für 2024 deutlich erhöht hatte, und zwar um eine halbe Milliarde Euro.
 

Umwelt: Drei Millionen Euro für naturschutzgerechte Teichwirtschaft in Sachsen

Zeit hier  16. Juni 2024, Quelle: dpa Sachsen

Der Freistaat fördert die naturschutzgerechte Teichwirtschaft in Sachsen auch 2024 mit drei Millionen Euro aus EU- und Landesmitteln. 

Das Geld fließt an 84 Betriebe und eine Teichfläche von 7859 Hektar sowie Naturschutzverbände - überwiegend in Teiche mit Fischproduktion, wie das Umweltministerium in Dresden am Sonntag mitteilte. Ziel sei es, weiter nachhaltig und naturnah Fische zu produzieren. Die staatliche Zuwendung soll zudem Mehraufwendungen und Ertragsminderungen bei Erfüllung spezifischer Leistungen zum Naturschutz ausgleichen.

Mit der Bewirtschaftung der Teiche werde auch wertvoller Lebensraum für gefährdete Vögel, Insekten, Pflanzen und Amphibien bewahrt, sagte Minister Wolfram Günther (Grüne). Angesichts monatelanger Dürren in den vergangenen Sommern sei es eine große Leistung, extensive Bewirtschaftung und Naturschutz erfolgreich zu verbinden. Die Förderung solle helfen, die Artenvielfalt in den Teichen zu bewahren und zugleich einen wirtschaftlichen Betrieb zu ermöglichen.

© dpa-infocom, dpa:240616-99-416675/3

Fast schon komödienreife Kehrt-Wendung: CDU-Chef plötzlich ein Fan der Wärmepumpe?

Es bleibt beim Ärger um die falschen Informationen zur Wärmepumpe, die im letzten Jahr mutwillig von der Bild, der CDU und der FDP gestreut wurden, um die Wärmewende auszubremsen.

Doch inzwischen zeigen sich  fast schon komödienreife Kehrt-Wendungen.
Die Berliner Zeitung (meiner Beobachtung nach ziemlich rechts stehend) hat Merz als heimlichen Wärmepumpen-Fan bei einer Enpal Veranstaltung entlarvt, ebenso wie Lanz zuvor den heftigsten FDP- internen-Aufheizer Schäffler dazu brachte, den Einbau einer privaten Wärmepumpe zuzugeben. 


Frankfurter Rundschau  hier 18.06.2024, Lars-Eric Nievelstein

Wende beim Heizen: Neue Zahlen zu Wärmepumpen sorgen für Überraschung

Um die Wärmepumpe gab es zuletzt regelrecht Trubel. Wegen früherer großer Unsicherheiten bei der Förderung von Wärmepumpen, auf die sich viele Bürger offenbar verlassen hatten, brach der Absatz der Wärmepumpe im ersten Quartal 2024 deutlich ein. 

Mittlerweile aber zeigt sich Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) optimistisch. „Die Antragszahlen (für Förderung von Wärmepumpen, Anm. d. Red.) sind im April noch einmal klar gestiegen“, teilte er kürzlich der Rheinischen Post gegenüber mit. Aktuelle Zahlen geben ihm recht – zumindest langfristig betrachtet.

Langfristige Betrachtung zeigt wachsende Beliebtheit der Wärmepumpe

Bei Investitionen der Automobilindustrie in die E-Mobilität steht Europa klar auf der Verliererseite

Deutschland als Führer der Verkehrswende? Das kommt mir gerade völlig abwegig vor. Die deutschen Autohersteller haben es bisher noch nicht mal geschafft, günstige e-Modelle auf den Weg zu bringen. Und dann soll es an den hierzulande vergleichsweise geringen Subventionsstreichungen gelegen haben?
Soweit ich das sehe, haben unsere Automobilkonzerne bei der dringend notwendigen Transformation vollkommen versagt, im glanzvollen Zusammenspiel mit den Verbrenner-Erhaltungs-Politikern - denn neu ist der Gedanke einer Verkehrswende nun schon seit Jahrzehnten nicht mehr.

e-fahrer hier  17. Juni 2024 | Karl Müller

Setzt nur noch Deutschland auf E-Autos? Zahlen sprechen klare Sprache

Deutschland hatte vor, führend in der Verkehrswende zu sein. Doch nach Subventionsstreichungen brachen die E-Auto-Verkäufe ein. In anderen europäischen Ländern sind die Zahlen zwar besser, trotzdem scheint Europa kein Investitionsziel für die E-Autoindustrie zu sein. Sie setzt lieber auf die USA.

Utrecht hat verstanden, dass ein Auto nur so gut ist, wie der Parkplatz, den man ihm bereitstellt.

Bei uns findet gerade Stadtradeln statt - das ist mit der großen Hoffnung verbunden, das Radeln salonfähig zu machen, den Spaß am Radeln zu entdecken, Schüler vom Elterntaxi abzuhängen. Aber es ist noch ein langer Weg bis Utrecht - auch im übertragenen Sinne - selbst wenn wir langsam vorwärts gehen. Warum nicht mal selbst hinfahren und eintauchen in das veränderte Lebensgefühl?


hier Utopia Ingwar Perowanowitsch  17. Juni 2024

Utrecht - Das ist die schönste Fahrradstadt der Welt 

Wie sieht die perfekte fahrradgerechte Stadt aus? Sie hat das größte Fahrradparkhaus der Welt, smarte Ampeln, die Grünphasen anpassen, und eine lange Geschichte des Fahrradverkehrs, die bis ins Jahr 1885 zurückreicht. Unser Autor erkundet Utrecht und zeigt, wie Mobilität ohne Autos möglich ist.

Seit langem treiben mich zwei Fragen um: Wie sieht eine fahrradgerechte Stadt aus – und gibt es sie überhaupt schon? Für diese Fragen bin ich im Mai 2024 erneut ins niederländische Utrecht gefahren. Denn für viele gilt die Stadt als die eigentliche Fahrradhauptstadt Europas. Hier nutzen täglich bis zu 125.000 Menschen das Fahrrad. Für eine Stadt mit 360.000 Einwohner:innen sind das unglaubliche Werte. Am Bahnhof angekommen, schnappte ich mir das Fahrrad und fuhr los. Schnell wurde mir klar: Utrecht ist tatsächlich eine Fahrradstadt der Superlative.

Montag, 17. Juni 2024

Update: Die Gäubahn als Teil des transeuropäischen Schienennetzes - im Sommer steht Verhandlung der DUH an

Die Gäubahn ist Teil des transeuropäischen Schienennetzes und verbindet weite Teile Baden-Württembergs, der Schweiz und Norditaliens über den Bahnknoten Stuttgart. 🚂 

Durch das Chaos-Projekt Stuttgart 21 droht sie bis zu 15 Jahre oder sogar dauerhaft unterbrochen zu werden. Deshalb haben wir bereits vergangenes Jahr Klage gegen die geplante Kappung der Gäubahn eingereicht.

Klar ist: Solange der Kopfbahnhof bestehen bleibt, solange kann auch die Gäubahn fahren. 🛤️ 💚 Deshalb, und weil der neue Tiefbahnhof viel zu wenig Kapazität hat, kämpfen wir in unserer Klage auch für den dauerhaften Erhalt des Kopfbahnhofs. Wir rechnen noch in diesem Sommer mit der Verhandlung vor dem Verwaltungsgericht Stuttgart. 👩‍⚖️


lange war Jürgen Resch  das Feindbild in Person - jetzt hat er sich zum Hoffnungsträger der Kommunalpolitik  gemausert.
Bleibt zu hoffen, dass dieses Bild endlich einmal beständig ist, denn wir brauchen die DUH dringend!

Auszüge aus dem Südkurier  hier  Angelika Wohlfrom  18.6.24

Alle Gäubahn-Hoffnungen ruhen auf Jürgen Resch:
Bringt die Klage die Wende?

Ein Podium in Singen macht wenig Hoffnung darauf, dass sich an der Planung für Stuttgart 21 etwas ändern könnte. Außer die Klage der Deutschen Umwelthilfe macht den Projektpartnern einen Strich durch die Rechnung.

Unerwartete Zustimmung aus Österreich: EU-Staaten beschließen umstrittenes Naturschutzgesetz

dpa  hier  17.6.24

Die EU-Staaten haben den Weg für ein stark umstrittenes Naturschutzgesetz freigemacht. Demnach sollen künftig in der Europäischen Union mehr Bäume gepflanzt sowie Moore und Flüsse in ihren natürlichen Zustand zurückversetzt werden. Eine ausreichende Mehrheit von EU-Staaten stimmte dem vor allem von Landwirten und Konservativen kritisierten Vorhaben in Luxemburg zu, wie die derzeitige belgische EU-Ratspräsidentschaft mitteilte.

Die »Innovation« im Energiemarkt ist längst im Gang. Sie hat nur nichts mit Zeugverbrennen zu tun.

Spiegel hier  Eine Kolumne von Christian Stöcker  16.06.2024

 Energiesystem: Warum es jetzt auch nachts Solarstrom gibt

Nach dem Siegeszug der erneuerbaren Energien bahnt sich gerade, von der Öffentlichkeit weitgehend unbemerkt, die nächste Energierevolution an: Solarstrom gibt es bald auch nachts, Windstrom bei Windstille.

Regionaler Dokumentarfilm „Ehrensache“ im Radolfzeller Universum Kino am 4.7.24

Karten  Reservierung  hier

am 4. Juli 2024 20:00 (Donnerstag) wird der Dokumentarfilm „Ehrensache“ im Radolfzeller Universum Kino aufgeführt. 


EHRENSACHE - Freiwillige und Ehrenamtler im Einsatz für die Natur um den Untersee 

Die Umsetzung der notwendigen Maßnahmen könnte die Geschäftsinteressen einiger großer Akteure in der Agrarindustrie beeinträchtigen ....

RiffReporter hier  von Thomas Krumenacker  07.04.2024

EU-Wissenschaftsakademien drängen Staaten zur Verabschiedung des EU-Renaturierungsgesetzes

In einer gemeinsamen Erklärung fordern die Top-Wissenschaftler aus allen EU-Staaten die Blockadeländer zum Einlenken auf: Ohne das Gesetz stünden die sichere Ernährung Europas, ihre Natur und der Kampf gegen den Klimawandel auf dem Spiel.

Zweiter Basilikaprozess geht in Berufung - Freispruch möglich

 Pressemitteilung   17.06.2024

Am heutigen Montag, 17. Juni 2024, findet ab 13:30 am Ravensburger Landgericht der öffentliche Berufungsprozess gegen einen von drei Klimaaktivist:innen statt, die im September 2021 ein 60m² großes Banner an der Basilika Weingarten angebracht hatten. Die spektakuläre Kletter-Aktion mit der weithin sichtbaren  Botschaft: "€DU - unchristlich, unsozial klimaschädlich" erregte, einen Tag vor der Bundestagswahl, über die Region hinaus, großes Aufsehen (1).

Angeklagt ist ein 57-jähriger Familienvater aus dem Umfeld der Altdorfer Waldbesetzer, der sich, zusätzlich zur Basilika-Besteigung, heute noch in drei weiteren Anklagepunkten vor Gericht verantworten muss. Das Urteil aus erster Instanz, bei dem der Beschuldigte in zwei von vier Fällen freigesprochen wurde, wird indes sowohl von der Ravensburger Staatsanwaltschaft als auch vom Verteidigerteam des Angeklagten angefochten.  "Während bei der Basilika-Aktion vermutlich juristische Feinheiten heute den Ausschlag bezüglich des Richterspruches geben, liegt der Sachverhalt in den drei anderen Anschuldigungen recht klar auf der Hand und kann nur in Freispruch münden", sagt Kiki Köffle aus dem Verteidigerteam von Lang.

Das neue Klimagesetz ist verfassungswidrig - kommt jetzt das große Hinauszögern oder eine wirkliche Klimaschutzoffensive?

Liegt es  wirklich nur an Habeck? Auch wenn solche Aussagen momentan chick sind: Vermutlich liegt es eher an den Koalitionspartnern. Ich rechne nicht damit, dass sich so schnell etwas tut.

TAZ hier

Klimaklage gegen Bundesregierung: „Es liegt jetzt an Robert Habeck“

Das neue Klimagesetz ist verfassungswidrig, sagt Jürgen Resch von der Deutschen Umwelthilfe. Er hofft aber auf eine wirkliche Klimaschutzoffensive.

Robert Habeck muss sich entscheiden: Geht er gegen eine DUH-Klage in Revision oder setzt er sich für eine Klimaschutzoffensive ein.

taz: Herr Resch, das von der Ampel geänderte Klimagesetz liegt seit vier Wochen bei Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zur Unterschrift. Ungewöhnlich lange: Was ist da los?

Jürgen Resch: Unsere Rechtsanwälte haben dem Bundespräsidenten ein 19-seitiges Rechtsgutachten zukommen lassen, in dem detailliert dargelegt wird, warum die Neufassung des Gesetzes verfassungswidrig ist. Ich schätze, dass Steinmeiers Juristen dies ernst nehmen und intensiv prüfen, zumal die Bundesregierung und der Bundestag ja schon mit der ersten Fassung des Klimaschutzgesetzes 2021 vor dem Bundesverfassungsgericht gescheitert sind. Sie werden vielleicht auch prüfen, ob man das Urteil, das die Deutsche Umwelthilfe im November 2023 vor dem Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg erstritten hat, damit wirklich aus der Welt schaffen kann.

Sonntag, 16. Juni 2024

EU-Klimarat fordert Einhaltung der Klimaziele für 2050

RND hier 17.06.2024

Nach Ergebnissen der Europawahl: Hochwasser, wie das in Bayern im Frühling 2024, mehren sich wegen des zunehmenden Klimawandels. Laut EU-Klimarat ist ein Festhalten an den Klimazielen für 2050 wichtiger denn je.

Ist nach der Europawahl vor der Europawahl? Weil das EU-Parlament in eine neue Legislatur startet und seine Prioritäten neu verhandeln muss, betont der EU-Klimarat die Einhaltung der Klimaziele für 2050. Sie seien wichtiger denn je.

Donnerstag, 13. Juni 2024

Aus dem Archiv: Klaus Töpfer kritisiert die Europäer

Leider ist die Situation immer noch nicht besser. Die klimaschädlichen Zahlungen der EU im Rahmen der GAP bestehen immer noch, das Renaturierungsvorhaben im Rahmen des Green Deals wird zurück gehalten.

links: Update 2024  hier
Atlas zum runterladen, Erklärfilm und viele Grafiken


Hier  Deutschlandfunk / Klaus Töpfer: ehemaliger Bundesumweltminister und UNEP-Direktor
Moderation: Katrin Heise und Christian Rabhansl · 08.01.2015

„Der Boden ist keine sich erneuernde Ressource“

Ein düsteres Bild von der Entwicklung der Böden, einer elementaren Ressource, zeichnet der „Bodenatlas 2015“. Weltweit gingen pro Jahr 24 Milliarden Tonnen an Boden verloren, sagt der frühere Umweltminister Klaus Töpfer. Auch unser Fleischkonsum belaste die Böden.

Tempo-30-Zonen: Kommunen sollen mehr Spielraum bekommen

NDR hier  Stand: 13.06.2024 von Katharina Seiler

Städte und Gemeinden sollen mehr Spielraum bei der Einrichtung von Tempo-30-Zonen bekommen. Das hatte der Niedersächsische Städtetag schon lange gefordert. Nun haben auch Bund und Länder zugestimmt.

Am Mittwoch einigte sich der Vermittlungsausschuss von Bundestag und Bundesrat auf ein entsprechendes Gesetzesvorhaben. Vorgesehen ist, dass die Kommunen unter anderem mehr Spielraum für die Einrichtung von Busspuren und Tempo-30-Zonen bekommen sollen. "Wir geben den Städten und Gemeinden die Freiheit, mehr Tempo 30 möglich zu machen", sagte Verkehrsminister Olaf Lies (SPD) am Donnerstag. Aus seiner Sicht habe sich die Gesellschaft weiterentwickelt und das müsse auch die Verkehrspolitik tun - die aktuellen Regeln seien "nicht mehr zeitgemäß".

BILANZ ZUR EUROPAWAHL: Viele Länder trotzen Rechtsruck

hier  10.06.2024,Von Gudrun Büscher 

Überraschung in Slowakei

Europas Rechtspopulisten sind erstarkt – doch es gibt einige Länder der EU, die sich erstaunlich robust gegen diesen Trend stemmen.

Handelsstreit: EU will Strafzölle von bis zu 25 Prozent auf E-Autos aus China erheben

Ist das wirklich klug?  Im Bericht heißt es "Gleichzeitig sind die Klimaziele im Verkehrssektor ohne die günstigen, aus China importierten Elektrofahrzeuge noch schwerer zu erreichen" .  Die Strafzölle bremsen den ohnehin schwachen Zuwachs bei der e-Mobilität weiter aus. Wem nützt das?

Handelsblatt hier Geschichte von Gusbeth, Sabine Volkery, Carsten 12.6.24

Der Marktanteil chinesischer Hersteller ist zwar noch gering, doch die EU greift nun durch. Experten sind uneins darüber, welchen Effekt die Zölle haben werden.

Die EU-Kommission will drei chinesischen Autoherstellern am Mittwoch mitteilen, dass sie ab dem nächsten Monat vorläufig Sonderzölle von bis zu 25 Prozent für Elektroautos aus China verhängen wird.

Trend beim Fleischkonsum kehrt sich um

Frankfurter Rundschau hier Geschichte von Johanna Apel  13.6.24

Veränderte Ernährungsgewohnheiten schlagen sich auf die Nahrungsmittelindustrie nieder. Der sinkende Fleischkonsum trägt zu einer Bereinigung bei. Der Kommentar

links: Immer wieder im Januar erscheinen im Rahmen des "Veganuary" besonders viele neue vegane Produkte auf dem Markt

Jahrzehntelang kannte der Fleischkonsum der Deutschen nur eine Richtung: nach oben. Seit einigen Jahren hat sich der Trend umgekehrt: Der Pro-Kopf-Konsum sinkt. Das hat Folgen. Schlachthöfe sind nicht ausgelastet, schließen oder stehen vor dem Verkauf. Die Branche erlebt eine Marktbereinigung.

Seit dem Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest in Deutschland im Jahr 2020 hat China den Import von Schweinefleisch aus deutscher Produktion gestoppt. Der Branche fehlt teils der Nachwuchs, teils die Perspektive, teils das Geld. Für den von Agrarminister Cem Özdemir angekündigten Umbau der Ställe gibt es noch keine langfristige Finanzierung.

Die meisten Verbraucher:innen sind für mehr Tierwohl, auskömmliche Erzeugerpreise und dafür, die Rechte der Beschäftigten in der Fleischindustrie zu stärken. Wie ernst es ihnen damit ist, wird sich beim Einkauf zeigen. Denn die Mindestlohnerhöhung und das Verbot von Zeitarbeitsverträgen bei Fleischverarbeitern tragen dazu bei, dass der Preis für Fleisch steigen wird.

US-Zeitung zeigt Hauptfehler der Habeck-Partei auf

Einerseits: Die Grünen konzentrieren sich nicht auf Themen, die der Gesellschaft nahe gehen - andererseits: Die Grünen müssen mehr für ihre Überzeugungen einstehen, auch wenn`s unbequem wird. Ja was denn nun?

hier  12.06.2024, Von: Alexandra Heidsiek

Europawahl-Klatsche für die Grünen

Inflation, Migration, Energiekrise: Die Grünen konzentrieren sich nicht genug auf die Themen, die der Gesellschaft nahe gehen, argumentieren US-Medien.

Mittwoch, 12. Juni 2024

Vermittlungsausschuss: Sanierung von Bahnstrecken und Änderung beim Straßenverkehrsrecht

Zeit hier  13. Juni 2024  Quelle: ZEIT ONLINE, dpa, isd

Bundesrat und Bundestag: Vermittlungsausschuss erzielt Einigungen zu Bahnnetz und Verkehrsrecht 

Schienennetzsanierung, Digitalisierung und Tempo 30: Der Vermittlungsausschuss hat sich bei mehreren Vorhaben auf Kompromisse geeinigt. Ein Thema bleibt strittig.

Schweiz will Urteil zum Klimaschutz nicht umsetzen: „Es ist ein Verrat“

Frankfurter Rundschau hier  13.06.2024, Von: Sereina Donatsch

Über das Urteil in Straßburg konnten die Schweizer Klimaseniorinnen noch jubeln, ihr Land sperrt sich aber dagegen. Ein Klimaschutz-Urteil gegen die Schweiz galt als wegweisend, wird aber infrage gestellt. Die Klägerinnen sind schockiert.

Nach dem Erfolg folgt Ernüchterung: Das Schweizer Parlament will das Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte zu mehr Klimaschutz nicht umsetzen. Ein Schock für die Seniorinnen, die die Klage eingereicht hatten. Sie sei „entsetzt“, dass der Stände- und der Nationalrat das Klima-Urteil ignorieren wollen, kritisiert die Co-Präsidentin des Vereins Klimaseniorinnen, Rosmarie Wydler-Wälti, am Mittwoch im Gespräch mit der FR.

Die Allianz hinter dem Angriff aufs E-Auto

hier  Standard  András Szigetvari   8. Juni 2024, 

Die ÖVP ist nicht allein (in Österreich).....

Wenn sich die ÖVP für den Erhalt des Verbrennungsmotors in den Ring wirft, macht sie damit nicht bloß Wahlkampf. Sie setzt sich für Interessen einer Reihe von Unternehmen aus der Autobranche wie der Landwirtschaft ein. Das ist legitim, aber es gibt dennoch einen Haken

Grafik zu Energiekette (der Standard)


Wie man sich die Kämpfer für die E-Fuels von morgen vorstellen muss? Es sind die Benzinbrüder von heute. Rund fünf Dutzend heimische Unternehmen haben sich unter Federführung der Wirtschaftskammer zur "E-Fuel-Alliance" zusammengeschlossen, die für den langfristigen Erhalt der Verbrennertechnologie in Europa kämpft.

„Die Autoprivilegien müssen weg“

 Utopia Podcast hier Von Martin Tillich  11. Juni 2024

Katja Diehl:  „Wir müssen uns von unserer Abhängigkeit vom Auto befreien“

Die Verkehrswende in Deutschland stockt – doch wie können wir sie vorantreiben? Die Mobilitätsexpertin Katja Diehl präsentiert in ihrem neuen Buch „Raus aus der Autokratie“ Lösungsansätze. Utopia hat mit ihr über Autoalternativen auf dem Land, Elterntaxis und das inspirierende Beispiel Paris gesprochen.

Utopia: Du fragst in deinem neuen Buch provokant, wie es so weit kommen konnte, dass der Deutschen liebstes Kind das Auto wurde und nicht – was naheliegen würde – das Kind. Inwieweit bevorzugen wir heute Autos vor unseren Kindern?

Schokolade: „Klimawandel ist im Supermarkt angekommen“

Handelsblatt hier  Geschichte von Müller, Anja Terpitz, Katrin • 11.6.24

Wetterextreme haben die Kakaopreise nach oben getrieben. Anders als viele andere Firmen im Mittelstand befasst sich Ritter Sport nun mit der Frage: Wie macht man ein Unternehmen klimaresilient?

Seit 1912 stellt Ritter Sport Schokolade her. Mehr als 10.000 Tonnen Rohkakao verarbeitet das Familienunternehmen aus dem schwäbischen Waldenbuch jährlich. Der traditionsreiche Produzent hat viel erlebt, eine Kakaokrise wie derzeit aber noch nicht.

Kalifornien fordert Gewinne der Unternehmen in der Klimaklage gegen Big Oil / DUH Klage gegen TUI und Shell heute

 hier  Am 10. Juni 2024 

Der Generalstaatsanwalt von Kalifornien hat am Montag versucht, die größten Ölkonzerne der Welt zu zwingen, auf ihre Gewinne zu verzichten, die sie angeblich durch die Täuschung der Verbraucher über ihre Rolle beim Klimawandel erzielt haben.

Die Klage kommt Monate nachdem ein neues Gesetz in Kraft getreten ist, das es dem Generalstaatsanwalt erlaubt, Gewinne von Unternehmen einzufordern, die diese bei Verstößen gegen Gesetze gegen unlauteren Wettbewerb und falsche Werbung erzielt haben.

Generalstaatsanwalt Rob Bonta fügte das so genannte Disgorgement-Rechtsmittel einer Klage hinzu, die letztes Jahr gegen Exxon Mobil, Chevron, Shell, BP, ConocoPhillips und die Öl- und Gasindustriehandelsgruppe American Petroleum Institute (API) eingereicht wurde.

In der Klage, die beim Staatsgericht in San Francisco eingereicht wurde, wird den Energieriesen vorgeworfen, Schäden in Höhe von mehreren Milliarden Dollar verursacht zu haben und die Öffentlichkeit zu täuschen.

Erneute Großdemonstration? – Bündnis organisiert Demonstration für soziale und menschenwürdige Politik

 Pressemitteilung vom 12.6.2024

Am Freitag, 14.6.2024 demonstrieren erneut, wie bereits im Januar, Bürger*innen im Schussental gegen rechte Politik. Diesesmal unter dem Motto "Menschlichkeit riskieren, statt die Rechten zu kopieren" und für eine offene Demokratie.

Der bunte Demonstrationszug läuft nach einer kurzen Kundgebung am Marienplatz um 17 Uhr über die "alte B30"/Gartenstraße nach Weingarten. Dort wird im Stadtgarten die Abschlusskundgebung mit weiteren Redebeitragen und Musik stattfinden. 

"Die Politik wird immer unmenschlicher und unsozialer. Wir stellen uns dem Drall in eine rechte unsoziale Richtung entschlossen engegen." so Mitorganisator Nico Castro (22).

Klimapolitik: Wer reformiert, verliert

 Zeit hier   Fünf vor 8:00 -  Eine Kolumne von  Mark Schieritz  11. Juni 2024

Das Ergebnis der Europawahl zeigt: Klimaschutz kommt nicht gut an. Manchmal muss man deshalb als Politiker seine Karriere riskieren. So wie Robert Habeck.

Gerhard Schröder und Robert Habeck sind politisch (und persönlich) sehr unterschiedliche Menschen. Es gibt aber eine Gemeinsamkeit: Beide haben etwas gewagt – und beide haben verloren. Der eine das Kanzleramt, der andere Wählerstimmen, zuletzt bei der Europawahl am vergangenen Sonntag.

Es soll hier nicht um eine inhaltliche Würdigung der Hartz-Reformen (Schröder) und des Heizungsgesetzes (Habeck) gehen. Die Texte dazu füllen inzwischen Bibliotheken. Der entscheidende Punkt ist: In beiden Fällen wurde der Status quo in einer für deutsche Verhältnisse ungewöhnlichen Radikalität infrage gestellt. Schröder kürzte den Leuten die Unterstützungsleistungen bei Arbeitslosigkeit, Habeck wollte ihnen vorschreiben, wie sie ihre Wohnung heizen.

In beiden Fällen standen die Einzelmaßnahmen für einen grundlegenderen Politikwechsel. Schröder wollte die Wirtschaft entfesseln, Habeck will sie transformieren. Aber das Versprechen war damals wie heute: Kurzfristig mögen die Maßnahmen schmerzhaft sein, langfristig aber schaffen sie Wohlstand. Weil sie die Effizienz steigern (Schröder). Beziehungsweise weil Wachstum und Treibhausgasemissionen voneinander entkoppelt werden (Habeck).
 

Short term pain, long term gain.
Das ist die Philosophie einer solchen Politik.

#Faktenfuchs: Kein Klimawandel und keine Dürren wegen Windrädern

BR Audiobeitrag  hier 21.07.2023, Von Fabian Dilger, Mitarbeit/Recherche: Fritz Espenlaub.

Windkraftanlagen verursachen keine Dürren. Anders als teilweise behauptet, verändern die Anlagen nicht das Klima und das Wetter. Die fraglichen Behauptungen übertreiben einzelne Aspekte oder sind durch die Studienlage nicht gedeckt. Ein #Faktenfuchs.

Dienstag, 11. Juni 2024

Zurück zu Nord Stream 2: "Das ist natürlich eine politische Bombe"

Vielleicht sollte man doch noch einmal einen Schritt weiter zurück gehen, angesichts der aktuellen  Polemik-Schwemme, denn so einige politische Bomben vor der Ampel wurden noch gar nicht aufgearbeitet.... Vielleicht wären die zuerst dran...

hier Von Johannes Bebermeier 03.06.2024

Robert Habeck und Nord Stream 2:  Neue Dokumente zeigen, wie der Wirtschaftsminister kurz nach Amtsantritt Nord Stream 2 stoppte.

Die Gaspipeline Nord Stream 2 gilt als einer der großen Irrtümer der Ära Angela Merkel. Nun zeigen Dokumente, wie Robert Habeck die Pipeline kurz nach Amtsantritt stoppte.

„Wir werden zu Geisterfahrern der Verkehrswende“

Focus hier  FOCUS-online-Redakteurin Jacqueline Arend  06.06.2024

Experten erklären, was das Verbrenner-Verbot dem Klima wirklich bringt

Und plötzlich geht die Angst um: Pünktlich zur Europawahl stellen vor allem deutsche Parteien das Verbrenner-Verbot ab 2035 in Frage. Ist das nur ein Wahlkampfmanöver oder ist das Verbrenner-Verbot wirklich Unsinn? FOCUS online Earth hat Expertinnen und Experten gefragt.

Die moderne Lebensweise ist naiv

Süddeutsche Zeitung hier  6. Juni 2024  Kommentar von Vera Schroeder

Die Zerstörung der Natur rächt sich inzwischen beinahe Tag für Tag. Was zu tun wäre, ist seit Langem bekannt. Doch das Realitätsverweigerungstheater geht weiter.

Es ist nicht zu übersehen: Die Menschheit ist an einem Punkt angelangt, an dem ihr die Zerstörung des Planeten um die Ohren fliegt. Klimakrise mitsamt Hochwasser sind ja nur ein Teil davon. Da ist der Müll, der die Erde bis in die Tiefsee runter verdreckt. Da sind der Stickstoff und die Gifte in den Böden. Da ist das Artensterben, die vielleicht größte Krise von allen, weil die Folgen so unkalkulierbar sind, da ohne etliche Tiere und Pflanzen ganze Ökosysteme kollabieren, was Seuchen und Ernährungskrisen nach sich ziehen würde.

So sähe Europa (vielleicht) aus, wenn eine Partei machen könnte, was sie will

Sehr spannend. Und unbedingt näher zu betrachten. Mich wundert es jedenfalls nicht, dass AFD-Sympathisanten geschockt sind. Vielleicht sollten mehr solche Bilder im Umlauf sein.

Stern hier

Vor der Europawahl: Dass nur eine Partei alle Stimmen holt, ist natürlich unrealistisch. Aber was wäre, wenn doch? Wie sähe eine EU aus, in der dieses Parteiprogramm zu 100 Prozent umgesetzt würde? KI-Berater Max Mundhenke hat einen Bot befragt – und spannende Bilder erhalten.

Wie würde sich unsere Zukunft wohl entwickeln, wenn man nur einer einzigen Partei freien Lauf ließe? Vorausgesetzt, die Gewählten würden dann auch alles umsetzen, was in deren aktuellem Parteiprogramm zur Europawahl 2024 festgehalten ist. Die Frage ist vielleicht etwas unsinnig. Aber man stellt sich ja auch oft genug vor, was man mit dem nächsten Lotto-Jackpot machen würde, obwohl man wahrscheinlich nie gewinnen wird oder vielleicht gar nicht spielt. Also kann man auch dieses Gedankenspiel ruhig einmal durchexerzieren.

Montag, 10. Juni 2024

Das riesige Potenzial der E-Autos für die Energiewende

Das ist meine Energie-Hoffnung für die Zukunft: Die Energiewirtschaft  ist kein Privileg der großen Konzerne mehr, Viele Menschen haben die Möglichkeit, eigenen Strom zu erzeugen und damit auch ihre Fahrzeuge anzutreiben. Und wenn die Batterien dann auch noch im großen Maßstab als Speicher dienen können - das wäre doch wirklich ein Fortschritt für uns Bürger!

hier  ZEIT ONLINE  Geschichte von Christoph M. Schwarzer • Mai 2024

Die Lösung für die Schwankungen bei Solar- und Windkraft sind E-Autos. Kommende Modelle können Strom ins Netz zurückspeisen. Davon profitieren Fahrer und Gesellschaft.

Wenn Solar- und Windkraft mal mehr Strom erzeugen, als verbraucht wird, können E-Autos an heimischen Ladestellen als Energiespeicher dienen – und den Strom später bei Bedarf wieder abgeben, wenn zu wenig im Netz ist.

Ausgerechnet der Renault 5, ein Kleinwagen. Er wird das erste E-Auto sein, das in Europa am Strommarkt teilnimmt. Der R5, der ab September ausgeliefert wird, kann Strom wieder zurück ins Netz geben. 

Was macht Europa stark? - Die EU als neue Lady Liberty

hier  RND  Matthias Koch  09.06.2024

Die Bürger der EU fühlen sich, so sagen sie, mehr denn je als das, was sie eigentlich auch sind: Bürger der EU.

Liegt es daran, dass es ringsum immer düsterer wird in dieser Welt? Den Europäerinnen und Europäern erscheint die EU in zunehmend positivem Licht. Das Gerede über „die blöden Brüsseler Bürokraten“ lässt nach. Dagegen setzt sich die Erkenntnis durch, dass der Alte Kontinent schon aus Sicherheitsgründen auf neue Art zusammenrücken muss.

Die Bürger der EU fühlen sich, so sagen sie, mehr denn je als das, was sie eigentlich auch sind: Bürger der EU.

Özdemir offen für Rückkehr Palmers zu Grünen

Palmer ist Hoffnung und Bürde zugleich. Und ich würde mich riesig freuen, wenn er seine Ideen und Anregungen wieder in der grünen Politik einbringen würde. Denn kein Bürgermeister ist so wie er. Er fehlt!

hier Focus, 09.06.2024,

Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir kann sich eine Rückkehr des Tübinger Oberbürgermeisters Boris Palmer zu den Grünen unter bestimmten Bedingungen vorstellen. Er würde sich wünschen, dass es einen Weg zurück gebe, sagte der Grünen-Politiker bei einer Veranstaltung der «Zeit»-Verlagsgruppe in Hamburg. «Menschen für immer abschreiben, das sollte man ganz selten machen.»

Was Populismus anrichtet

Spiegel hier  Eine Kolumne von Christian Stöcker  09.06.2024

Europawahl und Flut

Hubert Aiwangers Haltung zur Flutkatastrophe ist symptomatisch für die Gefahr, die europaweit von Populisten ausgeht: Sie lehnen bitter nötiges Handeln wütend ab – weil sie die Realität an sich leugnen.

Im September 2018 stand Hubert Aiwanger  auf einer Bühne in einem halb vollen Bierzelt und tat, was er im liebsten tut: Er brüllte. Er versprach »einen Stopp dieser Stromtrassen, ein Verhindern dieses Polders«. Einen Flutpolder in Regensburg, also eine Fläche, auf die man bei Bedarf Hochwasser umlenken kann, werde es »mit den Freien Wählern als Regierungspartner in München« nicht geben. Und so kam es dann auch. Das Resultat steht jetzt in Regensburger Kellern.

Risikofaktor Feinstaub

 hier  Focus 10.06.2024

Verbrenner-Aus ab 2035:
Revolution auf der Straße oder Anfang vom Ende?


Das Verbrenner-Verbot der EU ist nicht nur eine Frage des Klimas, sondern auch der Wirtschaft. Die erfolgreiche Umsetzung wird von der Balance zwischen strikten Umweltzielen und pragmatischen wirtschaftlichen Lösungen abhängen.

Sonntag, 9. Juni 2024

Energieverbrauch in Deutschland im ersten Quartal gesunken

 hier  4. Juni 2024  Quelle: ZEIT ONLINE, dpa, eca

Energiewende: Deutschland hat in den ersten drei Monaten weniger Energie verbraucht als im Vorjahr. Vor allem der Einsatz von Kohle ging deutlich zurück. Erneuerbare Quellen hatten im ersten Quartal 2024 einen um drei Prozent höheren Anteil an der Energieproduktion als im Vorjahreszeitraum.

Die Flut kommt

 PULS-4-Doku: "Die Flut kommt" | Watch (msn.com) hier

Die Dokumentation kam am 6.6.24 auf Puls 4. Leider habe ich den Film nicht als Aufzeichnung gefunden. Aber vermutlich reicht schon der Ausschnitt völlig aus....



„Es gibt keinen Zweifel“ - Jetzt ist klar, was das Hochwasser im Süden mit dem Klimawandel zu tun hatte

 hier  FOCUS online  7.6.24  Geschichte von dpa 

Bei jedem Extremwetterereignis stellt sich inzwischen die Frage: Wäre es ohne Klimakrise glimpflicher verlaufen? Historische Vergleiche ermöglichen Aussagen dazu. Für Süddeutschland liegt eine solche Analyse nun vor.

Einer Schnellanalyse zufolge hatte der Klimawandel Anteil am Ausmaß des Hochwassers in Süddeutschland. Der Starkregen, der die Überschwemmungen verursachte, sei dadurch bis zu 10 Prozent stärker ausgefallen als ohne menschengemachte Erwärmung, teilte das Forschungskonsortium Climameter am Freitag mit. El Niño und andere natürliche Klimaphänomene spielten demnach keine Rolle bei der Verschlimmerung.

Selbst scheinbar geringe Mengen an verstärkten Niederschlägen können unverhältnismäßig große Auswirkungen haben, wie das Forschungskonsortium erklärte. Das Ahrtal-Hochwasser von 2021 zum Beispiel sei durch den Klimawandel um 3 bis 19 Prozent verstärkt worden.

Samstag, 8. Juni 2024

Warum wir im Zeitalter der fossilen Energien feststecken – und kaum Besserung in Sicht ist

 hier  SPIEGEL-Klimabericht  Von Susanne Götze  07.06.2024

Nach der Hochwasserwoche fordert eine Mehrheit mehr Geld für Klimaanpassung, und auch Markus Söder hat dazugelernt. Ein Klimabericht spricht derweil von »verlangsamter Beschleunigung« – nicht unbedingt eine frohe Botschaft.

Deutschland hat diese Woche in Sachen Klimakrise einiges dazugelernt, besonders der bayerische Ministerpräsident Markus Söder . Er behauptete bei einem Gummistiefelbesuch in den betroffenen Hochwassergebieten, dass »normalerweise« keiner mit so einem heftigen Hochwasser gerechnet habe. »Hier entstehen Ereignisse, die es vorher nicht gab.« Nicht nur Klimaschützer fanden das zum Fremdschämen: Offenbar sind sämtliche Weltklimaberichte an der bayerischen Regierung komplett vorbeigegangen.

Folgen des Heizhammers

hier  07.06.2024,  Von: Frank-Thomas Wenzel

Fleißig betrieben von der Gas-Lobby und der FDP, wurden massive Zweifel vor allem an Wärmepumpen geschürt, meint unser Autor Rainer Grießhammer.

Um die Wärmepumpe zu rehabilitieren, muss mehr kommunikative Energie aufgebracht werden als für ihre billige Diskreditierung durch die Propagandatruppe von CDU, FDP und Bild-Zeitung. Ein Kommentar.

Zukunftsforscher: „Ein Parkplatz ist der widersinnigste Ort, den sich eine Stadt leisten kann“

hier  Utopia  Von Lena Rauschecker  6. Juni 2024, 

Zukunftsforscher Stefan Carsten im Utopia-Interview zu nachhaltigen Städten

Wie müssen deutsche Städte aussehen, um Hitze und Hochwasser trotzen zu können? Wie bewegen wir uns in einer nachhaltigen Stadt der Zukunft? Welche Städte können Vorbild sein und wie fangen wir beim Umbau am besten an? Ein Gespräch mit dem renommierten Stadtgeograf und Zukunftsforscher Stefan Carsten.

links: BUND-Kampagne vor wenigen Jahren

3.200 Menschen starben im Sommer 2023 an bzw. durch Hitze (Zahlen bis Mitte September 2023). Durch den Klimawandel erwarten Expert:innen für die nächsten Jahrzehnte eine weitere Zunahme von Hitze und Hitzetoten. Gleichzeitig zeigen Hochwasser wie aktuell im Süden Deutschlands und die Flutkatastrophe im Ahrtal 2021 eindrücklich: Extremwetter-Phänomene treten wegen der Klimakrise häufiger auf – und richten massive Schäden an.

Hitze und Hochwasser – beide Ereignisse können Städte besonders hart treffen. Genau hier setzt Stadtgeograf und Zukunftsforscher Stefan Carsten an. Er entwickelt Leitfäden, um die Mobilität zu verändern und beschäftigt sich mit der Frage, wie die Zukunft von Städten und öffentlichen Räumen aussehen wird.

Auto-Experte mit krasser Prognose: Verbrenner werden bald "komplett verschwinden"

hier  CHIP Germany  Geschichte von Sebastian Feurer • Mai 2024

Auto-Experte mit krasser Prognose: Verbrenner werden bald "komplett verschwinden"

Einem Experten zufolge werden Verbrenner-Autos bald komplett der Vergangenheit angehören. Was das für die deutsche Branche bedeuten würde, lesen Sie hier.

Freitag, 7. Juni 2024

Wer blockiert Naturschutz und gute Politik für Europas Bauernhöfe?

Klima-Podcast Gradmesser

hier sehr interessanter Podcast zum Anhören 
Von Ruth Ciesinger 7.6.24

Vor der Europawahl ist die Angst der Parteien vor wütenden Landwirten groß. Dass es den Bauern und Bäuerinnen so schlecht geht, daran sind eine Reihe falscher Freunde schuld.

Europas Landwirt:innen sind wütend, und das zu Recht. Wachsender Preisdruck, immer mehr Vorgaben und spürbare Folgen der Klimakrise, wie ganz aktuell in Bayern, Baden-Württemberg und dem Saarland, bringen gerade kleine und mittlere Betriebe in extreme Bedrängnis. In der EU haben deshalb zwischen 2005 und 2020 über ein Drittel aller Höfe aufgegeben.

Die Sorgen der Bäuerinnen und Bauern sind absolut real, die Angebote der Politik zur Europawahl, ihre Probleme zu lösen, sind dagegen oft nicht realistisch.

Getreide, Kartoffeln, Obst

Wie viel kostet wohl die zukünftige Versicherung -  spannend wird, wer sich die dann leisten kann....

hier  NTV 07.06.2024  Quelle: ntv.de, als/dpa

Landwirte in Gefahr: Hochwasser bedroht Ernte und Existenzen

2024 ist kein gutes Jahr für Landwirte. Erst bringt die Aufhebung zweier Subventionen sie auf die Palme - und auf die Straße. Nun fürchten Bauern in Süddeutschland aufgrund des Hochwassers auch noch um die Ernte. Bayern wird ihnen helfen, das Geld ist aber nur ein Tropfen auf den heißen Stein.

Wandel beim Heizen: Neue Zahlen zu Wärmepumpen sorgen für Überraschung

hier  FR  Geschichte von Lars-Eric Nievelstein •5.6.24

Energiewende: Immer mehr Häuser heizen mit der Wärmepumpe. Das zeigen aktuelle Zahlen der Regierung. Allerdings gibt es Hürden.

Um die Wärmepumpe gab es zuletzt regelrecht Trubel. Wegen früherer großer Unsicherheiten bei der Förderung, auf die sich viele Bürger offenbar verlassen hatten, brach der Absatz der Wärmepumpe im ersten Quartal 2024 deutlich ein. Mittlerweile aber zeigt sich Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) optimistisch. „Die Antragszahlen sind im April noch einmal klar gestiegen“, teilte er kürzlich der Rheinischen Post gegenüber mit. Aktuelle Zahlen geben ihm recht – zumindest langfristig betrachtet.

Langfristige Betrachtung zeigt wachsende Beliebtheit der Wärmepumpe

Lieber Markus Söder,

Besonders lustig finde ich in diesem Zusammenhang den Wahlbrief der CDU, der mir gestern ins Haus flatterte. Darin wird so stark für eine Amtsfortsetzung von Ursula van der Leyen geworben, dass ich mir verwundert die Augen reiben musste. Wer ist denn nun schizophren - ich oder die Verfasser des Briefes?

Meine Infos der letzten Wochen beruhen alle auf Aussagen, dass van der Leyen`s Politik rückabgewickelt werden soll, unter der Schirmherrschaft eines Manfred Weber aus der CSU. 

Der hat ja auch bereits einige Male seine eigene Parteikollegin sabotiert und wollte nur zu gerne an ihre Stelle treten.
Da wird also mit einer Kandidatin geworben, die man gar nicht unterstützen möchte?

 Hier

Gastbeitrag: die Überschwemmungen in Süddeutschland zeigen, wie wichtig der Klimaschutz ist. Der „Klimabrief“ von Fridays-Aktivist Felix Schachenmayr.

Begrenzter Stromzugang, wenig Effizienz: Verbraucherzentrale stellt Forderungen für E-Autos

Es gibt natürlich so allerlei Ausreden bei Deutschlands Politikern und  Automobilherstellern für ihr "Weiter so" bei der Herstellung von  ineffizienten Fahrzeugen - aber spielt das noch eine Rolle, wenn der Weltmarkt auf Wachstum der e-Mobilität steht? Wenn in Deutschland vorrangig ineffiziente SUV`s gebaut werden, dann kommen die kleinen Fahrzeuge halt irgendwo anders her.


Handelsblatt  Roman Tyborski  07.06.2024

Die Verbrenner-Debatte in Deutschland grenzt an Realitätsverweigerung

Die kurzzeitige Elektro-Schwäche in Deutschland wird nichts daran ändern, dass sich die Autowelt elektrifiziert. Der Verbrenner wird verschwinden. Es wird Zeit, diese Entwicklung anzuerkennen.

Donnerstag, 6. Juni 2024

Jetzt kommt der Turbo für Windräder

 hier Von  dpa 06.06.2024 

Nach langer Debatte in der Ampel: Windräder sind unter anderem auch zur Herstellung von Wasserstoff wichtig. Ein neuer Gesetzesentwurf will den Bau der Kraftwerke nun beschleunigen.

Der Bundestag entscheidet am Mittag final über ein Gesetz, das Genehmigungen für Windräder und andere Industrieanlagen deutlich beschleunigen soll. Dazu stimmt das Plenum namentlich über einen Gesetzentwurf der Bundesregierung ab. Mit der geplanten Neuerung sollen bestimmte Anlagen, darunter Windräder, in Deutschland künftig schneller gebaut werden können.

Schweizer Klima-Versagen in voller Breite

hier  Frankfurter Rundschau Von: Sereina Donatsch Stand:05.06.2024

Schweiz soll Klima-Klage ignorieren

Das Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte war ein großer Sieg für die Klimaseniorinnen. Der Ständerat hält sie jedoch für „Aktivismus“.

Es ist ein großer Triumph für die Schweizer Klimaseniorinnen: Anfang April erringen sie vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte einen Sieg. Ihr Vorwurf? Der Staat tue zu wenig gegen den Klimawandel und schütze somit die älteren Frauen nicht ausreichend. Straßburg gibt ihnen Recht. Es ist ein Urteil mit Signalwirkung.

Die Freude könnte jedoch von kurzer Dauer gewesen sein.

"Wir spielen mit unserem Planeten russisches Roulette"

t-online Von dpa 05.06.2024

Neue Klimaberichte veröffentlicht: Neue Klimaberichte zeigen eine beschleunigte Erderwärmung und immer neue Temperaturrekorde. UN-Generalsekretär António Guterres fordert drastische Maßnahmen gegen den Klimawandel.

Angesichts dreier neuer Klimaberichte, die eine beschleunigte Erderwärmung dokumentieren, haben die Vereinten Nationen eindringlich zu drastischen Maßnahmen aufgerufen. "Wir spielen mit unserem Planeten russisches Roulette", sagte UN-Generalsekretär António Guterres am Mittwoch in einer Klima-Rede in New York. Er betonte, dass dringende Maßnahmen notwendig seien: "Wir brauchen eine Ausfahrt vom Highway zur Klimahölle."

Umweltschützer über Hochwasser in Bayern : „Ein billiges Ablenkungsmanöver“

 hier  TAZ IM INTERVIEW: NORBERT SCHÄFFER

Wer Hochwasser vermeiden will, muss Flüsse renaturieren, sagt Naturschutzverbandschef Schäffer. Er kritisiert Bayerns Wirtschaftsminister Aiwanger.

taz: Herr Schäffer, wenn ich den bayerischen Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger richtig verstanden habe, sind Sie an der Hochwasserkatastrophe schuld. Wie konnten Sie nur?

Dank Wind und Solar: Erneuerbare erreichen Rekordwert

 hier 06.06.2024 Quelle: ntv.de, als/dpa/AFP/rts

58,4 Prozent im ersten Quartal

Nach wie vor an erster Stelle: Windenergie macht knapp 40 Prozent des deutschen Strommixes aus.

Weiter auf dem Vormarsch: Erneuerbare Energien machen im ersten Quartal fast 60 Prozent des in Deutschland erzeugten Stroms aus. Zugpferd ist weiterhin die Windenergie, aber das dickste Plus gibt es beim Solarstrom. Kohle wird für die Stromerzeugung dagegen immer uninteressanter.

Reichermoos NEWS 06/2024

hier Pronatur eV.


Hallo liebe Interessierten, Freund:innen und Moorfans, 

am 3.6.24 trafen sich trotz paralleler Gemeinderatskandidatenvorstellung rund 20 Menschen zum Reichermoos-Talk im Vogter Adler.

Nach kurzer Begrüßung konnte man sich in lockerer Runde kennenlernen und austauschen.

Status ist, dass wir außer medialer Aufmerksamkeit in der Sache offiziell nichts erreicht haben. Was sich hinter verschlossenen Türen tut, bleibt der Öffentlichkeit verborgen.