Mittwoch, 17. Juli 2024

Ländle leben lassen - Heute Beratung im Landtag


Landtag Baden Württemberg - Landtag Live  www.landtag-bw.de 

Heute 17.7.24  wird um 16:15 im Landtag zur Stellungnahme des Volksantrags der Landesregierung beraten. 

https://www.landtag-bw.de/home/mediathek/landtag-live.html



In Berlin: "Deutsche Wohnen & Co enteignen" - jetzt kommt der Experte für rechtliches Neuland ins Spiel

Im weit entfernten Berlin wird hart um den Wohnungsmarkt gekämpft. Doch was geht das uns an?
Das wird sich  zeigen - sobald der Volksentscheid in Berlin durch ist. Denn dann wird man sich fragen: Wie sieht es bei uns aus?
Remo Klinger jedenfalls ist auch in der Klimaecke wohl bekannt und hat schon so manches bewegt. Auch das Wohnen hat einen wichtigen Anteil an der Klimagerechtigkeit. Lassen wir uns überraschen!

hier  TAZ Erik Peter 15.7.24

DWE hat Remo Klinger mit der Erarbeitung eines Vergesellschaftungsgesetzes beauftragt.
Der treibt mit Umweltklagen die Regierung vor sich her.

Ökostrom in Deutschland : Und plötzlich läuft es

Zeit hier  Von Anja Stehle  15. Juli 2024


Europas größter Solarpark? Steht in Sachsen. Deutschland erzeugt so viel Ökostrom wie nie. Wo der Ausbau der Erneuerbaren schon vorankommt – und wo es noch hakt.

Falls noch jemand ein bisschen Energiewende-Romantik für Werbebroschüren sucht: Europas größter Solarpark südlich von Leipzig wäre ein geeignetes Fotomotiv. Über eine Million Solarmodule haben sie hier auf 500 Hektar (700 Fußballfelder!) verbaut, und zwar auf dem Gelände eines ehemaligen Braunkohletagebaus. Am Horizont dampft das angezählte Kohlekraftwerk. Der Solarpark liefert so viel Strom, dass man damit 200.000 Vierpersonenhaushalte ein ganzes Jahr lang versorgen könnte. Gebaut wurde ganz ohne Subventionen. Möglich machen das Lieferverträge mit Unternehmen wie Microsoft. Der US-Konzern kann mit dem Grünstrom die Energiebilanz seiner Rechenzentren aufhübschen.

Dienstag, 16. Juli 2024

Es ist ein Rechtsbruch mit Ansage: Bundesregierung bricht Klimagesetz und Bundespräsident Steinmeier unterschreibt im letzten Moment

Das ist eine Katastrophe für die Ampel, die Vorgängerregierung hatte es sich aber auch recht leicht gemacht  hier mit ihrem Gesetzestext. Und hat für ihre Nachfolger alle finanziellen Wege erschwert, wenn nicht unmöglich gemacht. Es geht halt nicht um den besten Weg für das Land, auf dem man gemeinsam viel erreichen könnte, es geht ausschließlich um Machtpolitik.

Es ist ein Verrat an uns Bürgern. Und da sind viele Seiten beteiligt.

hier  15.7.24  SUSANNE SCHWARZ


Keine Kurskorrektur beim CO2: Die Ampel verwässert das Gesetz, das Deutschland klimaneutral machen soll. Und: Sie hält sich schon nicht mehr an die noch gültige Variante.

Es ist ein Rechtsbruch mit Ansage: Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) will kein Sofortprogramm für den Klimaschutz vorlegen. Laut Klimaschutzgesetz hätte er das bis Montag tun müssen, weil das Verkehrswesen im vergangenen Jahr zu viel Treibhausgas verursacht und so die Erderhitzung angetrieben hat.

Die Anstalt vom 16. Juli 2024: Es geht um die Klimaziele

hier ZDF


Ein bekanntes Problem der Atomindustrie: Man redet gerne über Ambitionen und Ideen, die Realität sieht oftmals anders aus

 hier Von Christian Herrmann  16.07.2024,

Regierung fleht Atomindustrie an

USA bekommen Three Mile Island statt neuer AKW - Block 2 des AKW Three Mile Island war nur wenige Monate am Netz, bevor es zur Katastrophe kam

Die USA wollen ihre Atomkapazitäten bis 2050 verdreifachen, um eine Stromversorgung ohne Kohle und Erdgas zu sichern. Trotz großer Pläne bleiben die gewaltigen Kosten neuer AKW ein K.o.-Kriterium, es ist kein neues Projekt in Sicht. Stattdessen sollen alte Meiler aus dem Ruhestand geholt werden.

                                               hier geht`s zur Anmeldung

Tiefseebergbau wird diskutiert

hier TAZ

Grafik links und unten von WWF  hier

Erstmals diskutieren die UN über Umweltrisiken

Verhandlungen über Tiefseebergbau:Erstmals ist Umwelt auf der Agenda
Die Internationale Meeresbodenbehörde debattiert über den Tiefseebergbau. Ein Regelwerk wird wohl auch diesmal nicht verabschiedet.

Während die Bergbaubranche weltweit Fakten für den Tiefseebergbau schafft, beraten die Staaten ab Montag ein weiteres Mal über die Rahmenbedingungen. Zwei Wochen lang verhandelt zunächst der Rat der Internationalen Meeresbodenbehörde (ISA) auf Jamaika über ein Regelwerk für den Abbau von Rohstoffen wie Nickel, Kupfer oder Kobalt. Beobachter erwarten dabei keine nennenswerten Fortschritte, zu knifflig sind die Details, zu weit liegen die Staaten auseinander.

Interessant wird es dann aber in der letzten Woche. Vom 29. Juli bis zum 2. August tagt die Vollversammlung der UN-Behörde und will dabei nicht nur eine neue Generalsekretärin wählen, sondern auch über ein mögliches Moratorium für den Tiefseebergbau diskutieren.

"130 Liter - Wenn Trinkwasser nicht mehr für alle reicht"


 hier  Deutschlandfunk Podcast   14. Juli 2024
Roon, Anastasija; Jeske, Ann-Kathrin; Moritz, Alexander; Silke, Hasselmann; Scha · 



Das Wasser wird knapp – auch in Berlin und Brandenburg. Mancherorts sind neue Bauprojekte nicht mehr möglich. Der Klimawandel und das Ende des Braunkohleabbaus werden zu noch mehr Trockenheit führen. Ist Wasser aus Elbe oder Ostsee eine Lösung?


Stadtradeln - Werbung für das Fahrrad, aber natürlich keine vollständige Mobilitätswende.

Es stimmt natürlich alles, was im Artikel gesagt wird - doch deswegen auf`s Stadtradeln verzichten? 

Das ist keine gute Idee, meine ich, denn Stadtradeln holt das Fahrrad raus aus der Schmuddelecke und macht es Alltagstauglich.

Und zeigt jeden Tag, dass man durchaus voran kommen kann ohne Auto. Selbst die Schüler merken: es geht ohne Mama-Taxi. Und wenn man dann während der Aktion selbst wahrnimmt, dass plötzlich mehr Radfahrer unterwegs sind - da fängt es an Spaß zu machen! Ich glaube es braucht noch sehr viele unterschiedliche Bausteine für eine echte Mobilitätswende. Das Stadtradeln ist einer davon! 

Die Konsequenz fehlt nicht bei dieser einen Aktion - sie fehlt noch im restlichen Leben weitgehnd.


hier Süddeutsche Zeitung  9.7.24  Kommentar von Peter Bierl

Es fehlt an der Konsequenz

So schön die Aktion auch ist – für Klima und Lebensqualität bedürfte es wirkungsvoller Maßnahmen gegen das Auto. 

Montag, 15. Juli 2024

Farbenfrohes Bekenntnis für Vielfalt in Überlingen – und ein kleines Häufchen AfD

Südkurier  hier STEFAN HILSER 14.7.24  mit vielen Bildern - lohnt sich im Original zu lesen

700 Teilnehmer kommen zweiten Christopher Street Day. Bürgermeister Kölschbach ist stolz auf das weltoffene und tolerante Überlingen. Die Omas gegen Rechts schirmen eine Gegendemo mit einem Pfeifkonzert ab.

Bild von Kirsten Stüble

Eine unsichtbare, aber unüberhörbare Mauer wurde am Samstag in Überlingen am Landungsplatz aufgebaut. Auf der einen Seite die AfD, rund 25 bis 30 Anhänger. Auf der anderen Seite eine Gruppe von rund 50 Gegendemonstranten, darunter Mitglieder der Gruppe Omas gegen Rechts, die mit einem gellenden Pfeifkonzert die Reden der AfD-Vertreter nicht nur übertönten, sondern auch vom Landungsplatz abschirmten, an dem das größere Ereignis des Tages stattfand: der zweite Überlinger CSD. An ihm beteiligten sich nach unabhängigen Schätzungen etwa 700 Personen.

Zunächst führte eine Parade vom Bahnhof über die Franziskaner-, Christoph- und Kessenringstraße bis zum Landungsplatz. Musik und Regenbogenfarben begleiteten die Teilnehmer. Am Straßenrand standen zahlreiche Schaulustige, die Fotos machten. Der Vorsitzende des Vereins CSD Überlingen, Dennis Michels, wertet die Teilnehmerzahl als großen Erfolg und geht davon aus, dass in Überlingen noch viele solche Tage kommen werden, an denen sich die LGBTQ-Bewegung präsentiert und von den Überlingern mit Respekt und Toleranz empfangen wird.

bitte im Original weiter lesen

Wie bitte? SPD-Landeschef sieht kostenloses Schulessen kritisch

 Zur Erinnerung: Beim "Bürgerrat Ernährung im Wandel" der Bundesregierung hier war der wichtigste  Punkt folgender:

1. Kostenfreies, gutes Mittagessen in Kitas und Schulen: Der Bürgerrat sieht das als "Schlüssel für Bildungschancen und Gesundheit" und möchte, dass mindestens 30 Prozent Bio auf den Tisch kommt.

und ausgerechnet die SPD fängt nun an, darüber zu diskutieren?


Zeit  hier   12. Juli 2024,Quelle: dpa Berlin/Brandenburg

SPD-Landeschef Martin Hikel will über das Thema kostenloses Schulessen für alle noch einmal diskutieren.

Deutsche Bahn - Nur wenige von uns werden noch leben, wenn die Bahn wieder funktioniert

Frechheit siegt: Rote Klimakarte -Bareiß meldet sich zurück  und macht als Verkehrssprecher der Union massiv Stimmung gegen die Bahn.

Wie das in Ampelzeiten so üblich ist, existiert auch bei ihm eine massive Wahrnehmungssperre bezüglich seiner - noch gar nicht so alten - Unionsregierten Vergangenheit. 

Wie gut, dass es die verlorenen  Erinnerungen bei der Presse gibt! Denn die CSU war, zumindest war das  in der Regierungsverantwortungs-Vergangenheit so,  immer eindeutiger und mächtiger  Regierungspartner der CDU.... siehe unten

Kurze Auszüge aus dem Tagesspiegel   hier

 „Lutz ruiniert bei der EM den guten Ruf unseres Landes“

CDU-Verkehrssprecher Bareiß fordert Bahnchef zum Rücktritt auf

Neue Extremtemperaturen: Zu heiß zum Fliegen

Spiegel  hier  Ein Newsletter von Kurt Stukenberg 12.07.2024


Vor allem die USA erleben derzeit eine starke Hitzewelle, aber auch in anderen Teilen der Welt werden hohe Werte gemessen. Mit ernsten Folgen. 


Geothermie soll in der EU einen neuen Aufschwung erleben

Womöglich bringt die Ratspräsidentschaft von Ungarn nun auch die Wärmewende voran? Das ist unerwartet aber durchaus begrüßenswert!

Standard   hier  Jakob Pallinger  12. Juli 2024

Ungarn will mit einer Geothermie-Allianz die Geothermie in Europa vorantreiben und damit auch selbst von fossilen Energien wegkommen. Wie gut kann das gelingen? 


Nicht nur in Island sind geothermische Kraftwerke möglich. Auch in vielen Ländern der EU könnte Wärme aus der Tiefe bald vermehrt Erdgas ablösen.

Die südungarische Stadt Szeged galt nicht als Vorreiter in Sachen Klimaschutz. Viele Jahrzehnte lang verbrannte die Stadt große Mengen an russischem Gas, um Wohnungen und Häuser zu beheizen. Bis die Stadt vor ein paar Jahren die gewaltigen Mengen an Wärme entdeckte, die im Boden unter der Stadt in heißen Grundwasserbecken schlummern. Innerhalb von zwei Jahren stellte Szeged das gesamte Fernwärmesystem auf Geothermie um. Rund die Hälfte der Bewohnerinnen und Bewohner wird jetzt über ein 250 Kilometer langes Netzwerk aus Verteilungsrohen mit Wärme aus der Tiefe versorgt, was das Projekt zur größten Geothermie-Anlage in der EU macht. Dieses soll nicht nur die Luftqualität der Stadt verbessern, sondern jedes Jahr auch tausende Tonnen CO2 einsparen.

Das Projekt war so erfolgreich, dass das "Szeged-Modell" nun auch Vorbild für viele andere Städte in Ungarn und in der EU sein soll. Rund 25 Prozent der Bevölkerung in der EU leben laut Studien in Gebieten mit ausreichend geothermischen Vorkommen, die sich für die Fernwärme nutzen ließen.

Sonntag, 14. Juli 2024

Billionen für die fossile Industrie: Wer besonders viel in Kohle, Öl und Gas investiert

Riffreporter  hier Ungarn vom Recherche-Kollektiv Klima & Wandel: Elena Matera  12.07.2024

Diese Akteure finanzieren die fossile Industrie

Eine neue Studie enthüllt, wie institutionelle Anleger:innen nach wie vor Geld in Kohle, Öl und Gas investieren. Auch die Deutsche Bank gehört zu den Top-Investor:innen weltweit.

Auf der Weltklimakonferenz COP28 in Dubai hat sich die internationale Gemeinschaft erstmals auf das Ende fossiler Brennstoffe geeinigt. Unternehmen, Kommunen, Städte, Länder und Privatpersonen – sie alle sind gefragt, den Klimaschutz entschieden voranzubringen und auf erneuerbare Energien umzusteigen. Auch die Finanzwirtschaft spielt dabei eine entscheidende Rolle. Investor:innen müssen ihre Gelder Schritt für Schritt aus Unternehmen abziehen, die sich nicht nachhaltig transformieren. Neuinvestitionen in Bereichen wie der Erdölgewinnung sollen eigentlich vermieden werden.

Immer weniger Verkehr bei gleichzeitig immer mehr Autos? Die was tun? Rumstehen?

 Süddeutsche Zeitung  hier  11. Juli 2024  Von Gerhard Matzig


Fetisch Auto: Es ist doch nur Blech

Es gibt immer mehr Autos in Deutschland – aber trotzdem immer weniger Autoverkehr. Ist das der Mann-auf-dem-Mond-Moment der Mobilitätswende?

Parkplatzmangel in Städten: Wohin mit den ganzen Autos?

Tagesschau ARD hier   14.07.2024 Von Sharin Santhiraraja-Abresch, WDR

Jahrzehntelang war der Verkehr in den Städten auf Autos ausgelegt. Doch durch die Mobilitätswende werden Parkplätze immer mehr zur Mangelware. In Düsseldorf soll nun eine App helfen, das Problem zu lösen.

Viele deutsche Großstädte stehen vor einem Dilemma: dem Mangel an Parkplätzen. Enge Straßen und immer mehr und größere Autos auf den Straßen sorgen dafür, dass Anwohnerinnen und Anwohner abends oft lange nach einem Parkplatz suchen müssen.

Life-Talk zum Thema Energiewende zum Selbermachen: Balkonkraftwerke und Upcycling am 25.7

 

DUH Newsletter hier

wir laden Sie herzlich ein, zu unserem Online-Live-Talk via Zoom am 25. Juli um 19:00 Uhr :
 
Über folgenden Link können Sie sich bereits jetzt zum Live Talk anmelden:  hier

Vor dem Hintergrund der aktuellen politischen Entwicklungen im Themenfeld werden wir in diesem Live-Talk das Upcycling von Solarmodulen zu Balkonkraftwerken in den Fokus rücken.  
 
Gemeinsam werden wir die aktuellen politischen Entscheidungen und ihre Auswirkungen auf die „Energiewende von unten“ diskutieren. Besonders freuen wir uns darauf, Christoph Kirschner und Tillmann Durth von den Panelrettern begrüßen zu dürfen. Sie werden ihren innovativen Ansatz zum Upcycling von Solarmodulen vorstellen und erklären, warum oft einwandfrei funktionierende Module aussortiert werden und auf dem Müll landen. Wir werden über Potenziale und Ökobilanzen sprechen und darüber, warum sich diese Module so gut für die Wiederverwendung als Balkonkraftwerke eignen. 
 
Erfahren Sie, wie alten Solarmodulen ein neues Leben geschenkt werden kann und welche Rolle Sie selbst dabei spielen können. Nutzen Sie diese Chance, um sich mit unseren Expertinnen und Experten sowie anderen Interessierten auszutauschen und wertvolle Einblicke in die „Energiewende von unten“ zu gewinnen.  
 
Wir freuen uns, Sie zu unserem Live-Talk zu begrüßen!
 
Herzliche Grüße
 
Barbara Metz
Bundesgeschäftsführerin

«Plötzlich gelangen Teile von Siedlungen und Weilern in Gefahrenzonen, die zuvor über Jahrhunderte sicher waren»

NZZ hier  David Vonplon  04.07.2024,

Hydrologe nach den Unwettern: «Angesichts der drohenden Gefahren müssen wir den Alpenraum neu denken» 
Hochwasser-Experte Rolf Weingartner meint warnend, dass mit der Klimaveränderung plötzlich Siedlungen und Weiler gefährdet seien, die zuvor über Jahrhunderte sicher waren. Möglicherweise müssten einzelne von ihnen aufgegeben werden.

Samstag, 13. Juli 2024

Vermögenssteuer: 380 Milliarden Euro Schaden

TAZ hier    2. 7. 2024, Simon Poelchau

Ausgesetzte Vermögenssteuer: 380 Milliarden Euro Schaden 

Die Regierung unter Kohl setzte 1996 die Vermögenssteuer aus. Das Geld fehlt jetzt. Eine Wiedererhebung scheitert auch am Widerstand der FDP.

Während die Ampel-Koalition sich derzeit über den Haushalt für das nächste Jahr streitet, gäbe es eine Möglichkeit, Milliarden für notwendige Investitionen einzunehmen: die Wiedererhebung der Vermögenssteuer.

VERMÖGENSREPORT: 3300 Superreiche besitzen 23 Prozent des Finanzvermögens in Deutschland

Capital hier  von Matthias Urbach  10.07.2024

Der weltweite Wohlstand nahm 2023 zu. Vor allem bei denen, die schon viel haben.
Und so wächst sogar der Abstand zwischen Reichen und Superreichen – besonders in Deutschland 

Die drei größten Bürgergeld-Lügen der Bild enttarnt

 hier Freitag Ausgabe 28/2024  Helena Steinhaus  10.7.24

Von wegen Kostenexplosion

Verbreitete Hetze: Sechs Milliarden Euro bekommen Bürgergeld-Beziehende mehr, die Kosten für die Verwaltung explodieren und von allem profitieren die Ausländer? 

Helena Steinhaus klärt die drei größten Missverständnisse der „Bild“-Kampagne auf

Dass Bild es mit der Wahrheit nicht immer genau nimmt, das ist nicht neu. Aber dass Bild zusammen mit der AfD so erfolgreich den Takt angibt, das ist ein neuer Trend.
Die Kooperation ist effizient und wird auf Staatskosten betrieben. 

Freitag, 12. Juli 2024

Quaschning erklärt: Infraschall von Windkraftanlagen


Klimareporter  eine Kolumne von Volker Quaschning Videokolumne  11.7.24  hier Video

Rechtspopulisten behaupten immer wieder, Windkraftanlagen würden krank machenden Infraschall aussenden. Wer Angst vor Infraschall hat, sollte besser das Autofahren meiden, dabei ist die Belastung erheblich höher.

 


Luft-Luft-Wärmepumpe - nur sinnvoll für Niedrigenergiehäuser oder auch Passivhäuser


Man spricht immer von "der Wärmepumpe", dabei gibt es einige verschiedene Wärmepumpen-Arten,  mit ganz unterschiedlichen Anwendungsfeldern.
Die Luft-Luft-Wärmepumpe wird bei uns selten eingesetzt und ist daher kaum bekannt.

Mehr Infos dazu auf der Seite Dein Heizungsbauer.de  hier

Nicht alle sind gleich: Bei der Wärmepumpe gibt es verschiedene Arten. Sie unterscheiden sich anhand der Wärmequelle, die sie anzapfen. 

Die für Ein- und Zweifamilienhäuser üblichen Arten von Wärmepumpen sind:

Luft/Wasser-Wärmepumpe: Nutzt die Energie aus der Umgebungsluft

Sole/Wasser-Wärmepumpe: Nutzt die Energie aus dem Erdreich

Wasser/Wasser-Wärmepumpe: Nutzt die Energie aus dem Grundwasser

Luft/Luft-Wärmepumpe: Nutzt Luft als Energiequelle und pustet warme Luft in die Räume, anstatt die Wärme auf Heizwasser zu übertragen


hier   Felix Mildner 10. Juli 2024

Wann sich eine Luft-Luft-Wärmepumpe zum Heizen wirklich lohnt

Eine Luft-Luft-Wärmepumpe ist vielseitig: Als Klimagerät kann sie im Sommer Räume kühlen und im Winter aufheizen. Allerdings gibt es auch einige Nachteile, wie ein Experte erklärt.

Die rasante Entwicklung der Batterieforschung läuft bereits - nur nicht in Deutschland, da wird erst noch darüber nachgedacht

Fritz schrieb mir: Anbei noch ein SZ-Interview mit dem „Batteriepapst“ Fichtner.

Noch ein Vergleich: Avisierter CO2-Ausstoß Batterieherstellung 10 kg CO2/kWh (z.Z. noch 30). 
1 Wegwerf-Weinflasche ca. 1 kg CO2. Da sollte man sich mal den Jahresverbrauch für Wein und Sekt überdenken!

Süddeutsche Zeitung  hier  17. April 2024,Interview von Steve Przybilla

E-Autos: Zehn Minuten laden, 700 Kilometer Reichweite

Viele Deutsche lehnen E-Autos ab - aus Sorge, sie ständig laden zu müssen. Dabei schreitet die Entwicklung neuer Akkus rasant voran. Batterieforscher Maximilian Fichtner über sinkende Preise, neue Chemie und den fehlenden Willen der Hersteller.

Donnerstag, 11. Juli 2024

Unsicherheiten in der Heizungsbranche wegen Heizungsgesetz

Frankfurter Rundschau  hier  10.07.2024  Von: Amy Walker

 „Die Wärmepumpe ist alternativlos“ – Auch die CDU wird das Heizungsgesetz nicht abschaffen

Der Deutschland-Chef des Heizungs-Giganten Vaillant spricht im Interview über die Folgen des Heizungsgesetzes – und warum die Wärmepumpe langfristig die Masse begeistern wird.

Unser Wasserfußabdruck: Europas versteckter Wasserverbrauch

Momentan tritt dieses Thema angesichts der Überschwemmungen zurück, aber die nächste Dürre wird schneller als uns lieb ist kommen. Denn beides: Überschwemmungen und Dürre nimmt in Zeiten des Klimawandels zu.

Euronews  hier  Von Paul Hackett   09/07/2024 

Mit Unterstützung von the European Commission

Unser Wasserverbrauch steigt ständig, von der Ernährung bis hin zu den Technologien, die wir nutzen. In diesem Überblick geht es um das Konzept des Wasserfußabdrucks: Wie verschiedene Sektoren dazu beitragen und was die EU unternimmt, um unseren Konsum nachhaltiger zu gestalten.

Wasser ist eine wichtige Ressource, nicht nur für unseren direkten Verbrauch, sondern auch für fast alle Produkte, die wir nutzen und konsumieren. Das Konzept des Wasserfußabdrucks misst die Menge an Süßwasser, die wir für die Produktion von Gütern und Dienstleistungen verbrauchen und gewinnt angesichts von Wasserknappheit, Klimawandel und übermäßigem Verbrauch zunehmend an Bedeutung.

Präzedenzfall in Ecuador: die Verschmutzung eines Flusses verletzt die Rechte des Landes

Und Klimaklagen bewirken doch etwas! Das ist ein Vorbild für alle!

Euronews  hier  Von Angela Symons mit APTN  09/07/2024


Besonderes Gerichtsverfahren:
Verschmutzter Fluss in Ecuador muss saniert werden

Im Jahr 2008 hat Ecuador als erstes Land der Welt die Rechte der Natur in der Verfassung festgeschrieben. Jetzt hat ein Gericht einen Präzedenzfall geschaffen: Der Fluss, der durch die Hauptstadt Quito fließt, darf nicht mehr verschmutzt werden.


Ein ecuadorianisches Gericht hat in einem ungewöhnlichen Urteil entschieden, dass die Verschmutzung eines Flusses, der durch die Hauptstadt Quito fließt, die Rechte des Landes verletzt.

Obwohl die Stadtverwaltung von Quito Berufung eingelegt hat, muss dieser Entscheidung unverzüglich Folge geleistet werden. Das Urteil stützt sich auf einen Artikel der ecuadorianischen Verfassung, der die Rechte von Naturlandschaften wie dem Machángara-Fluss anerkennt.

Aktivisten, die die Klage eingereicht hatten, bezeichneten die Entscheidung am Sonntag als "historisch".

Ulmer Münsterdekan plant Zusammenarbeit mit Klimaaktivisten

 SWR Aktuell  hier  10.7.2024, Dennis Bechtold

Nach der illegalen Kletteraktion am Ulmer Münster vergangene Woche hat sich Dekan Torsten Krannich mit den verantwortlichen Klimaaktivistinnen und Klimaaktivisten getroffen.

Der Ulmer Dekan Torsten Krannich hat am Dienstagnachmittag mit der Klimaaktivistengruppe gesprochen, die für die illegale Kletteraktion am Münster vergangene Woche verantwortlich ist. Er hat erneut die Aktion verurteilt, aber auch Verständnis für das Anliegen gezeigt. Deshalb wollen beide Seiten nun zusammen legal für den Umweltschutz werben.

Umweltschutz - gleiches Ziel, unterschiedliche Wege

Eine erste gemeinsame Aktion können sie sich schon für das Nabada am Schwörmontag vorstellen, erzählte Klimaaktivist Samuel Bosch. Was genau und ob das mit Blick auf die kurze Vorbereitungszeit überhaupt funktioniert, steht aber noch nicht fest. Grundsätzlich verfolgten beide Parteien mit dem Klimaschutz ein gleiches Ziel, nur die Wege seien bisher unterschiedlich.

Nach dem Treffen stellten sich Dekan Torsten Krannich und die Klimaaktivistengruppe (Samuel Bosch, Lima Koch, Lino Kürger und Lena Mapler ) der Presse für Fragen zur geplanten Zusammenarbeit.

Der Ulmer Münsterdekan Torsten Krannich bezweifelte in dem Gespräch, dass Aktionismus zu einer "Bewusstseinsänderung" in der Gesellschaft führe. Er geht das Thema eher über die "demokratischen Spielregeln" an. Deshalb bezeichnete er die Kletteraktion am Ulmer Münster mit einem Schaden in bisher unbekannter Höhe auch als "No-Go" und betonte, dass die Anzeige wegen der illegalen Aktion bestehen bleibe. Die Klimaaktivisten akzeptierten das und wollen die Verantwortung übernehmen.

Grundsätzlich waren beide Parteien mit dem Gespräch und dem Austausch ihrer Ansichten zufrieden, auch wenn noch keine konkreten Pläne für eine langfristige Zusammenarbeit entstanden sind. Die Klimaaktivistengruppe steht noch mit weiteren Kirchengemeinden aus den Städten Stuttgart, Ravensburg, Göppingen und Tübingen in Kontakt. Sie wollen dort legal Banner an historischen Kirchen aufhängen.

Ziviler Ungehorsam bleibe aber trotzdem weiterhin ein Mittel der Klimaaktivistengruppe, um Aufmerksamkeit zu erzeugen, bekräftigte Samuel Bosch. Der Ulmer Dekan Torsten Krannich appellierte daraufhin, die Gruppe solle sich genau überlegen, was sie macht. Zumindest das Ulmer Münster soll aber künftig verschont bleiben.

Mittwoch, 10. Juli 2024

Wie abhängig ist Deutschland von Frankreichs Atomstrom?

WiWo von Julia Groth  06. Juli 2024  hier

Der Rassemblement National will Frankreich aus dem europäischen Strommarkt herauslösen. Deutschland hätte dann ein Problem – Frankreich aber auch.

Vor einer Woche erhaschten Stromkunden in Deutschland einen Blick auf eine alternative Realität. Der Strompreis schoss während einiger Stunden am Morgen und am Abend in die Höhe, eine Kilowattstunde kostete vorübergehend rund das Zehnfache des Üblichen. Grund war eine technische Panne an der Pariser Strombörse Epex. Dort werden die Stromlieferungen für den jeweiligen Folgetag gehandelt. Normalerweise sind dabei die Märkte von rund zwei Dutzend Ländern in Europa gekoppelt, um den Strompreis zu glätten. Durch die Panne fand eine vorübergehende Entkopplung statt, sodass einige Länder, darunter Deutschland, kurzzeitig auf sich selbst zurückgeworfen waren.

Deutschland ist nicht mehr als solides Mittelmaß

SPIEGEL Klimabericht  1. März 2024  Lukas Kissel hier

hier Global goals erklärt

Schweden hat die sauberste Energie in der EU

In ein paar Jahren sollen alle Menschen Zugang zu bezahlbarer und sauberer Energie haben. Die EU hat bis dahin noch viel zu tun. Einzelne Ziele erreichen manche Länder aber schon heute.

Anfang 2016 haben die Vereinten Nationen einen ambitionierten Plan gefasst: 17 Ziele für mehr Nachhaltigkeit sollen dafür sorgen, dass sich die Welt bis 2030 grundlegend verändert: Hunger und Armut soll es nicht mehr geben und jeder soll ein möglichst gesundes Leben führen können.

 Seither sind gut sieben Jahre vergangen, mehr als die Hälfte der zur Verfügung stehenden Zeit ist um – und es ist noch etliches zu tun.

Welchen Fortschritt die EU-Staaten bisher bei Ziel Nummer Sieben gemacht haben, haben Fachleute nun in einer Studie hier untersucht: Jeder soll Zugang zu bezahlbarer, verlässlicher, nachhaltiger und moderner Energie erhalten, heißt es darin. Das Ergebnis würden Optimisten und Pessimisten wohl unterschiedlich bewerten.

Wie viel Speicherkapazität Deutschland brauchen wird - Und wofür eigentlich.

Ich bin ein Fan von Rico Grimm und seinen interessanten Zusammenfassungen aktueller Themen. Hier geht es um Speicher.

Am Besten gleich beim Original-Artikel reinlesen, er hat auch noch  noch zahlreiche Grafiken eingebaut, die sich lohnen! 
Unten sind nur die wichtigsten Aussagen als Überblick wieder gegeben



Cleanteching  hier von Rico Grimm  9.7.24

Warum wir Speicher brauchen

  • Ohne Speicher kann die Energiewende nicht gelingen.
    Speicher sind die Schweizer Taschenmesser der Energiewende, weil sie so viele verschiedene Funktionen erfüllen können. 

 ☀️ 🍺 Die erste Agri-PV-Anlage der Welt für Hopfen hat ein Landwirt in Hollertau in Bayern gebaut und wundert euch nicht, wenn bald überall PV über Hopfen thront. Denn über eine Million Euro hat der Bauer investiert und es ist „finanziell eine sehr runde Sache“, wie er sagt. Er verdient mit dem Strom doppelt so viel wie mit dem Hopfen. Ein Kamerateam des Bayerischen Rundfunks war vor Ort.


aus dem Newsletter Cleanteching  hier von Rico Grimm  9.7.24

Dienstag, 9. Juli 2024

Umweltschutz: Mehr Moor wagen

Süddeutsche Zeitung hier 27. Juni 2024,Von Vera Schroeder

Die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina drängt dazu, schnell das Wasser in trockengelegte Moore und vom Flusslauf getrennte Auen zurückzuholen – und erklärt auch gleich, wie das gelingen kann.

Die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina hat eine 132-seitige Stellungnahme inklusive Handlungsempfehlung zu der Zukunftsaufgabe veröffentlicht, Moore und Auen in Deutschland umfassend wiederherzustellen. 

Ein solcher großflächiger landschaftlicher Umbau, der von der Dimension her als immense Herausforderung erscheint, rückt damit einen Schritt näher Richtung Realität. Die Leopoldina ist eine der angesehensten Wissenschaftsakademien weltweit, die sich ausschließlich mit gesellschaftlich relevanten Fragen und unabhängiger wissenschaftsbasierter Politikberatung beschäftigt. Man könnte auch sagen: Sie beschäftigt sich mit Themen, die auch wirklich wichtig sind.

Moore und Auen sind in Deutschland Landschaften, die durch die Industrialisierung stark verändert wurden. Ihr derzeitiger Zustand ist schlecht. 


Aus den zu weit über 90 Prozent entwässerten Mooren,
die vor allem in landwirtschaftlicher Nutzung sind
und einer Fläche des Bundeslands Sachsen entsprechen, entweichen große Mengen CO₂. 

Nahezu alle Auen,
also ehemalige Überflutungsgebiete entlang der Flüsse,
sind für Landwirtschaft, Schifffahrt und Siedlungswachstum eingedeicht und vom Fluss abgetrennt worden. 

Künstliche Intelligenz: Wie KI beim Artenschutz helfen kann

 Tagesschau ARD hier 25.03.2024 Von Patricia Preis, SWR

Wie können Menschen Tier- und Pflanzenarten besser verstehen? Mit Künstlicher Intelligenz können Arten umfassender beobachtet werden.

Ob in den Meeren, Flüssen, Seen oder an Land: Mit dem Artensterben geht überall die Biodiversität - also die Vielfalt des Lebens - zurück. Und es ist ernst: Neben dem Klimawandel ist das Artensterben die zweite globale Krise.

Allein in Europa ist in den kommenden Jahrzehnten ein Fünftel aller Tier- und Pflanzenarten vom Aussterben bedroht. Das geht aus einer Studie von Wissenschaftlern des Nationalmuseums für Naturgeschichte Luxemburg und der Universität Trier hervor.  

Ein Game Changer? Mehr Überblick und Durchblick mit KI

Ziel ist es, dass Banner an weiteren Kirchenfassaden hängen

Augsburger Allgemeine hier  Von Dominik Prandl | 08.07.24,

Ulmer Klima-Kletterer setzen Münster-Aktion fort und kritisieren CDU/CSU

In einem offenen Brief konfrontieren die Aktivisten die Parteien direkt. Nach der Kletteraktion aufs Münster treffen sie sich zudem mit dem zuständigen Dekan.

Die Ulmer Klima-Kletterer machen weiter: Nachdem sie am vergangenen Dienstag auf das Ulmer Münster geklettert waren, um in rund 65 Meter Höhe ein Banner auszurollen mit der Frage „Wäre Jesus Klimaaktivist?“, treffen sie sich nun eine Woche später mit Münster-Dekan Torsten Krannich. Dabei wollen sie Wege ausloten, „wie wir gemeinsam christliche Werte in die deutsche und europäische Klimapolitik tragen können“, teilen sie mit.

Ihre Gesprächspositionen hätten sie im Vorfeld mit Pfarrern verschiedener Gemeinden in Süddeutschland abgestimmt, die aktuell mit ihren Kirchenräten im Gespräch seien, um ein Angebot der Kletterer anzunehmen. 

Diese wollen nämlich auch Banner an weiteren Kirchenfassaden aufhängen.

Montag, 8. Juli 2024

 


Summen und Brummen im Industriegebiet

 ARD Tagesschau  hier  07.07.2024 Von Ursula Klement, BR

Artenschutz auf Gewerbeflächen

Auch zwischen Fabrikhallen und Parkplätzen können wertvolle Lebensräume für Tiere und Pflanzen entstehen. Davon profitieren nicht nur Insekten, sondern auch die Beschäftigten.

Industrie- und Gewerbeflächen nehmen in Deutschland fast 20 Prozent der Siedlungsfläche ein. Dazu gehören auch die Grünflächen im Gewerbegebiet, meist in Standard-Grün, mit kurzgeschorenem Rasen und Thuja- oder Kirschlorbeerhecken. Die meisten Insektenarten finden hier weder Nahrung noch Brutplätze oder Unterschlupf im Winter. Doch wenn man weiß wie, dann kann man auch im Industriegebiet ein Biotop anlegen.

Mehr als eine Blumenwiese
Christof Wegner lenkt die Motorfräse durch den schweren Boden zwischen Straße und Lagerhalle. Dort wo bis vor kurzem noch ein kurzgeschorener Rasen war, auf dem Gelände der Firma Sonatech in Ungerhausen im Unterallgäu, schafft der Garten- und Landschaftsbauer gerade Lebensräume.

Die Sträucher wie Haselnuss und Wildstauden, Wollziest und Spornblume hat er schon gepflanzt. Er hat Totholz ausgebracht, einen Sandhaufen aufgeschüttet und eine nasse Mulde angelegt. Jetzt fehlt nur noch die Wildblumenwiese.

Neues Förderprogramm für den Bau von bezahlbaren und klimafreundlichen Wohnungen

 Spiegel  hier  Von Henning Jauernig 06.07.2024,

Zwei Milliarden Euro für bezahlbare und klimafreundliche Wohnungen

Neues Förderprogramm: Zwei Milliarden Euro für bezahlbare und klimafreundliche Wohnungen
Die Bundesregierung will die kriselnde Bauwirtschaft unterstützen – und plant mit Zuschüssen in Höhe von zwei Milliarden Euro. Nach SPIEGEL-Informationen sollen kleine und klimafreundliche Wohnungen profitieren. 

Nichts könne weiter von der Realität entfernt sein.

Spiegel / Der Rationalist  Eine Kolumne von Christian Stöcker  07.07.2024 hier

Innovationsdilemma: Ein 27 Jahre altes Buch erklärt, was bei uns schiefläuft

Europas Konservative überbieten einander mit Liebeserklärungen an sterbende Technologien. Ein Wirtschaftsbestseller aus den Neunzigerjahren verrät, was da vor sich geht. Es verheißt nichts Gutes.

Energieexpertin Claudia Kemfert: „Deutschland spart sich kaputt“

Frankfurter Rundschau  hier:07.07.2024   Von: Joachim Wille

Energieexpertin Claudia Kemfert über die Folgen des Haushalts für den Klimaschutz und welche Investitionen notwendig wären. Ein Interview.

links: aus Ravensburg

Professorin Kemfert, wie bewerten Sie die Leistung der Ampel in der Energie- und Klimapolitik bisher? Der CO2-Ausstoß in Deutschland ist immerhin zuletzt deutlich gesunken.

Es gibt Lichtblicke, aber auch tiefe Schatten. Einerseits steigt der Anteil der erneuerbaren Energien stark an und trägt erfreulicherweise weit über 50 Prozent zum Strommix bei. Zugleich sinken die Emissionen, da Kohleenergie aufgrund hoher CO2-Preise zunehmend aus dem Rennen fällt. Andererseits klemmt es gewaltig im Gebäudesektor. Beim Thema Gebäudeeffizienz geht es zwar endlich voran, aber die Mobbing-Kampagnen gegen das Heizungsgesetz bremsen den Wechsel zu energiesparenden Wärmepumpen aus. Und der Verkehrssektor ist ein echter Klima-Systemsprenger. Das Deutschlandticket und die halbherzige Reform des Straßenverkehrsrechts haben allerhöchstens Globuli-Effekt.

Sonntag, 7. Juli 2024

„Der Handabdruck dreht den Spieß um“

hier  Utopia  Von Martin Tillich   4. Juli 2024, Gabriel Baunach

Der CO2-Fußabdruck allein nützt dem Klimaschutz wenig, weil er zu Planlosigkeit führen kann und ein schlechtes Gewissen erzeugt. Klimakommunikator Gabriel Baunach erklärt im Interview, welches die größten Hebel im Leben jeder einzelnen Person sind und wie man die eigene Wirkung mit dem Handabdruck weiter verstärkt.

Utopia: Der CO2-Fußabdruck ist vielen bekannt und gilt als die Methode, um das Verhalten auf Klimaauswirkungen zu messen. Du kritisierst das Konzept, weil es viele Menschen zu planlosen Aktionist:innen macht. Warum?

Umweltbewusstsein: Viel Spaß mit dem Klima!

Zeit hier  Von Uwe Jean Heuser Aus der ZEIT Nr. 29/2024  3. Juli 2024 

Gerade jetzt, da Verzicht zum politischen Kampfbegriff geworden ist, lohnt die Erkenntnis: Wer umweltgerecht lebt, wird glücklicher – vor allem, wenn der Staat dabei hilft.

Bsp. Bild links: Critical mass

Ja, momentan gibt es eine doppelte Klimakrise. Erstens ist da die fortschreitende Erderwärmung selbst, und zweitens wollen viele Menschen davon gerade nichts mehr hören. Ob in Brüssel oder Berlin: Politikerinnen und Politiker vermeiden das Thema aus Angst vor Volkszorn; der Stimmenverfall der Grünen und die Hinwendung junger Menschen zu populistischen Parteien sind ihnen eine Warnung. Klima gilt gerade als Verliererthema.

Darf man in dieser Zeit, die Ewigkeiten vom Anfang des Jahrzehnts entfernt zu sein scheint, als nichts die Politik so sehr bewegte wie die Erdrettung und Konzerne massenweise Besserung gelobten, überhaupt davon reden, dass es für den Einzelnen so etwas gibt wie Klimaglück? Davon, dass ein nachhaltiges Leben mehr Gesundheit und Ausgeglichenheit verspricht, mehr Eigenständigkeit und Selbstermächtigung?

Gegenfrage: Wann, wenn nicht jetzt? Es gilt die verbreitete Umweltdepression zu überwinden und sich klarzumachen: Stärker im Einklang mit der Natur zu leben, kann froh machen, cool sein und Gemeinschaftserlebnisse schaffen.

Samstag, 6. Juli 2024

Brief an den Münster-Dekan

Sehr geehrter Herr Dekan Krannich,

➡️ Münsterdekan Dr. Torsten Krannich: dekanatamt.ulm@elkw.de

ich wende mich an Sie wegen Ihrer Äußerungen in der Berichterstattung über die Banneraktion der klimaaktivistischen Gruppe am Münster in den vergangenen Wochen.

Vieles, was Sie als Hausherr einer wunderschönen Kathedrale sagen, ist nachvollziehbar.
Aber mit Blick auf die großen, bedeutsamen Zusammenhänge zwischen Kirchen und den Klimakatastrophen nah und fern möchte ich Sie bitten, sich unvoreingenommen mit meinen Gedanken auseinanderzusetzen.

Prioritäten setzen 💥
Was sind ein paar beschädigte Bauteile des Münsters gegen die Zerstörungskraft der Folgen der Erderhitzung??? W a s sollte von der Kirche vorrangig behütet und beschützt werden? Kulturgüter?

Zensus 2022: Fast zwei Millionen Wohnungen stehen leer

Tagesschau hier  04.07.2024 

Fast zwei Millionen Wohnungen stehen leer

Trotz Wohnungsnot stehen laut Statistikamt in Deutschland fast zwei Millionen Wohnungen leer - vor allem in Großstädten. Allein in Berlin waren es zum Stichtag mehr als 40.000 Wohnungen, in München mehr als 20.000.

DIE ERSTE GENERATION: Afrikas Frauen sind die stärkste Waffe gegen den Klimawandel.

Standard  hier  Martin Stepanek  3. Juli 2024,


Afrikas Frauen haben das Patriarchat satt und wollen das Klima retten 

Cécile Ndjebet kämpft für Frauenrechte und intakte Wälder. Ohne Afrikas Frauen ist die Klimaerwärmung nicht zu stoppen, warnt die Agrarwissenschafterin

Tempolimit gefordert

Frankfurter Rundschau  hier  Stand:05.07.2024, Von: Frank-Thomas Wenzel

Maximal hundert Sachen auf Autobahnen und das sofort. Verschiedene Verbände und die Gewerkschaft der Polizei machen Druck auf die Politik, Opfer- und Klimaschutz endlich voranzutreiben.

Ein breites Bündnis aus Verbänden und der Gewerkschaft der Polizei (GdP) fordert die Einführung eines bundesweiten generellen Tempolimits, und zwar sofort. 

Zusätzlich sei die Verschärfung von bestehenden Geschwindigkeitsbeschränkungen nötig, heißt es in einer Erklärung, die dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) vorliegt. Zu dem Bündnis gehören unter anderem Umweltorganisationen wie der BUND oder die Deutsche Umwelthilfe (DUH) und auch die Verkehrsunfall-Opferhilfe Deutschland (VOD).

Das Bündnis macht darauf aufmerksam, dass in zahlreichen Nachbarländern zulässige Höchstgeschwindigkeiten reduziert würden, während die Bundesregierung an ihrer Blockadehaltung festhalte. Namentlich verantwortlich dafür wird Volker Wissing (FDP), Bundesverkehrsminister, gemacht.

LESERBRIEF: Wenn nichts unternommen wird, gibt es nichts mehr zu schützen

Bildschirmzeitung hier  veröffentlicht am 4. Juli 2024 /Rita Schnitzer, Bad Wurzach-Eintürnen

Zur Veranstaltung der Landschaftsschützer in Eintürnenberg am 18. Juni

Ich bin der Einladung zur Vortragsveranstaltung in Eintürnenberg bewusst nicht gefolgt. Es sind immer dieselben Argumente, welche durch häufiges Wiederholen nicht richtiger werden. Offenbar ist die Wahrnehmung der Veranstaltung unterschiedlich. Ein Leserbriefschreiber in der „Schwäbischen Zeitung“ vom 28. Juni spricht von gut strukturierten Vorträgen. Dazu gibt es auch andere Eindrücke. Da am Schluss nicht mehr diskutiert werden konnte, scheint mir eher letztere Wahrnehmung zutreffend zu sein.

Im ursprünglichen Bericht in der „Schwäbischen Zeitung“ schlussfolgert der Autor, dass der Klimawandel nicht Thema des Abends war. Das zeigt, wie abgekoppelt von den eigentlichen Ursachen und Erfordernissen dieses Thema diskutiert wird und wurde. Denn eigentlich geht es nur darum.

Auch anderswo gibt es schützenswerte Landschaften und Menschen, die dort leben. Die Länder sollen zusammenarbeiten. Richtig – aber halt nicht so, dass nur die anderen machen und wir nichts.
Verfolgt man die Diskussion, scheint gerade dies die allgemeine Haltung zu sein.

Einer der Redner, 2016 Kandidat für die Landtagswahlen in BW auf der Liste der AfD, hat vor einigen Jahren in einem Interview genau diese Haltung vertreten. Er ist Landschaftsschützer, deshalb ist es nicht seine Aufgabe über Lösungen in Bezug auf den Klimawandel nachzudenken. Das ist doch mal eine Haltung! Aber das kennt man ja von seinen (ehemaligen?) Parteikollegen im Bundestag zur Genüge. Gegen alles – eigene Lösungen Fehlanzeige – nur Populismus. Und am Ende immer wieder die Mär von der ach so guten Atomenergie. Nur billig aufgrund massiver staatlicher Subventionen im Betrieb und Rückbau. Auf die anstehende, notwendige Endlagersuche darf man gespannt sein. Auch da wird vermutlich wieder das Sankt-Florians-Prinzip wirken.

Wie sehr die Zeit drängt, sieht man an den Ereignissen in jüngster Zeit. Stürme, Starkregen, abgerutschte Hänge und Gerölllawinen. Keine Ausnahmen – mittlerweile eher die Regel. Und wir sind erst bei Halbzeit dieses Jahres. Wenn nichts unternommen wird, gibt es nichts mehr zu schützen. Und es ist auch nicht beruhigend, dass es letzte Woche eine Schweizer Autobahn war, die weggerissen wurde. Ach ja – gestorben wurde auch!

Bereits in den 1980er-Jahren gab es einen Kalender. Auf einem der Blätter war ein Berg mit Hangrutsch abgebildet. Darunter stand in Anlehnung an den Spruch „Der Berg ruft“ abgewandelt der Spruch „Der Berg kommt“.

Vielleicht sollten wir eher auf Menschen hören, die es besser wissen. Und auf all jene, deren Häuser weggerissen und deren Lebensgrundlagen zerstört wurden. Es gibt mittlerweile genug davon.

Rita Schnitzer, Bad Wurzach-Eintürnen

Die große Frage bleibt: Mit welchem Ziel wurden die Aktivisten vom Münster-Dekan angezeigt?

Leserbrief in der Schwäbischen Zeitung S. 10, am 6.7.24

Augsburger Zeitung hier Von Oliver Helmstädter | 03.07.24

Klima-Kletterer: Auf den Großeinsatz am Ulmer Münster folgt die dicke Rechnung.
Die Inobhutnahme bei der Ulmer Polizei währte nicht lange. Die Klima-Aktivisten laden zur Pressekonferenz und zeigen wenig Verständnis für Kritik.

Was der Großeinsatz auf dem Ulmer Münsterplatz gekostet hat, das weiß auch Samuel Bosch nicht, der zusammen mit Tara Novak und Lino Krüger das Münster bestiegen hat. Der gelernte Baumpfleger macht auf Nachfrage die Polizei für eine Kostensteigerung verantwortlich: „Uns wurde nie angeboten, dass wir freiwillig heruntergehen können.“

Denn in diesem Fall hätte sich der Steuerzahler nach seiner Lesart die mutmaßlich mehreren 1000 Euro sparen können, die der Einsatz eines eigens angemieteten Kranes gekostet hat, der seinen Arm bis zu 100 Meter in die Höhe strecken kann. „Deswegen denke ich nicht, dass man uns die Kosten zurechnen kann.“