Samstag, 20. April 2024

Vernichtung unseres Wohlstands? Warum sich der Gasnetz-Rückbau wirtschaftlich lohnt

hier  19.4.24  FOCUS online Gastbeitrag von Claudia Kemfert und Jan Rosenow 


Das Ende des Gaszeitalters steht bevor. Deshalb ist der Rückbau deutscher Gasnetze keine „Vernichtung des Wohlstandes“, sondern wirtschaftlich notwendig. Denn: Ohne signifikanten Verbrauch lohnen sich die Netze nicht mehr. Ein Gastbeitrag von Claudia Kemfert und Jan Rosenow.

EU-Klimaschutzkommissar: "Deutschland hat eine klimapolitische Führungsrolle"

Das finde ich jetzt sehr vernünftig angesichts der Vorbehalte gegen die Einsetzung von Wopke Hoekstra und dem äußerst unglücklichen Wirken der konservativen Fraktionen. Ich wünsche mir, dass er so handelt wie er redet.

Zeit hier   Interview: Christiane Grefe und Hannah Knuth  18. April 2024, 

EU-Kommissar Wopke Hoekstra findet es unfair, Deutschland als Klimaschutzbremser zu kritisieren. Er fordert aber mehr öffentliches und privates Geld für den Wandel.

Der niederländische Politiker Wopke Hoekstra ist seit Oktober 2023 Kommissar für Klimaschutz in der Europäischen Union. Zuvor war er Vorsitzender der christdemokratischen Partei in den Niederlanden, Finanzminister und Außenminister im Kabinett des früheren Premiers Mark Rutte.

ZEIT ONLINE: Herr Hoekstra, Sie waren gerade ein paar Tage zu Besuch in Deutschland und haben vor dem CDU-Wirtschaftsrat gesagt, die Umsetzung des Green Deals brauche ähnlichen Ansporn wie ein Fußballteam in der Halbzeit. Ist der Vergleich nicht arg spielerisch angesichts der dramatischen Realität des Klimawandels?

Wopke Hoekstra: Natürlich ist die Lage sehr ernst. Wissenschaftler warnen uns, dass es überall auf dem Planeten nur noch rote Linien gibt und dass wir bald kaum noch Möglichkeiten haben, dagegen anzuarbeiten. Der Halbzeitvergleich sollte deutlich machen: Wir gehen in der EU zwar schon in die richtige Richtung, aber wir müssen noch schneller werden.

Regierungsberater fordern Gesetz zur Renaturierung auch im Alleingang


Da ist Cem Özdemir ja richtig gefordert mit seinen Bauern. Und der harte Kern der Verweigerer im Europa-Parlament um CSU-Weber wird mit ihrem Lügenkonstrukt vorgeführt. Am Einfachsten wäre eine Umstellung der GAP-Zahlungen an die Landwirte, wie schon seit vielen Jahren von den Naturschutzverbänden gefordert. Aber bitte vorher Traktor-Demos verbieten, denn die Agrarindustrie hat die Macht alle aufzuwiegeln, auch diejenigen die durch ihre Gefolgschaft mehr verlieren können als gewinnen. Das haben die Bauernproteste hier im Süden gezeigt - die Agrarindustrienutzt nutzt die Bauernverbände als Sprachrohr.

RiffReporter  hiervon Thomas Krumenacker  19.04.2024

Gleich drei Expertenräte fordern ein groß angelegtes Gesetz zur Renaturierung. Sollte das Vorhaben auf europäischer Ebene scheitern, müsse die Bundesregierung notfalls einen Alleingang wagen, um Klima, Natur und Ernährungssicherheit langfristig zu retten.

Gleich drei wissenschaftliche Beratergremien der Bundesregierung schlagen Alarm mit Blick auf den Zustand der Natur in Deutschland und fordern ein Gesetz zum ökologischen Wiederaufbau. Um die Versorgung mit Lebensmitteln auf Dauer zu sichern und im Kampf gegen den Klimawandel zu bestehen, müsse die Bundesregierung notfalls im Alleingang ohne andere EU-Staaten ein Renaturierungsgesetz auf den Weg bringen, fordern der Sachverständigenrat für Umweltfragen sowie die Wissenschaftlichen Beiräte für Biodiversität und Genetische Ressourcen und für Waldpolitik in einer gemeinsamen Stellungnahme.

Experimentierraum schaffen - Forschungsgruppe „Digitale Mobilität und gesellschaftliche Differenzierung“

 hier  Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club e. V. (ADFC)  Prof. Dr. Andreas Knie  19.04.2024

Professor Dr. Andreas Knie ist damit beauftragt, das fast autofreie „Projekt Grafekiez“ in Berlin wissenschaftlich zu begleiten. Wir haben ihm gefragt, wie schwer es ist, ein solches Vorhaben im Autoland Deutschland umzusetzten.

Professor Knie leitet die Forschungsgruppe „Digitale Mobilität und gesellschaftliche Differenzierung“ am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung. Die Forschungsgruppe ist vom Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg damit beauftragt, das „Projekt Grafekiez“ wissenschaftlich zu begleiten.

Das Modellprojekt ist deutschlandweit einzigartig: Nirgendwo sonst sollen so viele Parkplätze wegfallen, wie im belebten Graefekiez zwischen Kreuzberg und Neukölln in Berlin. 2.000 Parkplätze sollten ursprünglich umgewidmet werden – für mehr Grün, Aufenthaltsraum und den Lieferverkehr. Wir haben bei Prof. Dr. Andreas Knie nachgefragt, wie schwer es ist, ein solches Vorhaben im Autoland Deutschland umzusetzen.

Freitag, 19. April 2024

Die Rechtbank Den Haag hat gestern die geplanten Gasbohrungen vor Borkum endgültig gestoppt.

 Der Newsletter der DUH enthält wieder einmal einige sehr kritische Punkte - und einen großen Sieg für die Umwelt und das Klima. Klimaklagen werden immer wichtiger, wenn schon die Politik in großen Teilen versagt. Daher nimmt auch die Bedeutung der Umwelthilfe zu. Ich hoffe sehr, dass wir noch andere Siege erleben, vor allem solche, die unserem Verkehrsminister ordentlich Dampf machen.


Über diese wichtigen Themen möchten wir Sie informieren hier

  1. Historisches Urteil zum Schutz des Wattenmeeres: Wir haben gegen den Ölkonzern One-Dyas gewonnen! 
     
  2. Das Märchen vom Ökogas: Wir gehen gegen „klimaneutrales“ Erdgas vor

  3. Wir decken auf: Methan-Ausstoß aus Braunkohletagebauen hundertfach höher als angenommen

  4. Solarpaket beschlossen: Ist der Weg jetzt frei für Balkonkraftwerke?

  5. Gesucht und gefunden: Das ist Deutschlands grünste Betriebskantine


© DUH / Grafe

Historisches Urteil zum Schutz des Wattenmeeres: Wir haben gegen den Ölkonzern One-Dyas gewonnen!

"Parlament aufmischen – Stimme der Letzten Generation"

hier Watson  18.04.2024, Laura Wagener


Die Letzte Generation macht seit 2021 öffentlichkeitswirksam mit Protesten und Sitzblockaden auf die Klimakrise aufmerksam. 

Mit zivilem Ungehorsam versucht die Gruppe deutschlandweit, ihren Anliegen Gehör zu verschaffen und Entscheidungsträger:innen zum Klimaschutz zu bewegen.

Straßenblockaden, Klebeaktionen und Sachbeschädigung in Museen stießen dabei nicht immer auf Verständnis in der Gesellschaft, sondern polarisierten stark. Mittlerweile ist Schluss mit Kleben. Die Letzte Generation will jetzt politisch mitmischen.

Dafür will die Klima-Protestgruppe im Juni erstmals bei der Europawahl antreten. Unter dem Namen "Parlament aufmischen – Stimme der Letzten Generation" möchte sie ins EU-Parlament einziehen und politische Entscheidungen mitbestimmen.

Resolution der BUND-Regionalkonferenz vom 13. April 2024 zum genehmigten Regionalplan Bodensee Oberschwaben


Forderung: Netto-Null beim Flächenverbrauch und Verzicht auf Kies- und Torfabbau im Altdorfer Wald

Die BUND-Gruppen der Region Bodensee-Oberschwaben fordern die Städte und Gemeinden der Region auf, die Netto-Null beim Flächenverbrauch bis 2035 über die Flächennutzungspläne sicherzustellen. Dieses Ziel ist im Koalitionsvertrag Baden-Württemberg festgelegt. Die Pläne müssen neben Bauflächen auch Flächen für die Nachverdichtung, für den Rückbau und die Entsiegelung oder Doppelnutzung ausweisen.

Der Biber als Arbeitshilfe - Das Tool aus dem Tierreich

Riffreporter hier  vom Recherche-Kollektiv Countdown Earth  17.4.24

Im Original noch viel schöner zu lesen, weil es viele Bilder dazu gibt!

Wie kann man mit ihm kooperieren?

Die Klimakrise und das Artensterben zwingen uns zu radikalen Schritten. Genau dabei kann uns der Biber helfen. Gibt es Kommunen, die das erkannt haben und mit dem Nager zusammenarbeiten? Und wenn ja: Wie halten sie ihn in Schach?

Wäre der Biber ein Unternehmer, könnte er eindrucksvoll Werbung für sich machen: 15 Millionen Jahre Erfahrung im Wasserbau, Betrieb stets in Familienhand, konkurrenzlos günstig (Zuckerrüben und Maiskolben werden als Honorar akzeptiert). Rund ums Jahr im Einsatz an der Baustelle, Nacht- und Kinderarbeit inklusive. Und dann erst die Ergebnisse: Wo der Biber anrückt, explodiert die Artenvielfalt. Neue Lebensräume entstehen, eintönige Fließgewässer verwandeln sich in vitale Bäche, an ihren Ufern steigt der Grundwasserspiegel, das Erdreich wird vor Austrocknung geschützt.

Kein Geld für Agrarbarone

hier  Frankfurter Rundschau  Stand:17.04.2024, Die Kolumne „Gastwirtschaft“ von Christoph Bautz.

Hitzewellen und Starkregen stellen Bauern und Bäuerinnen vor riesige Herausforderungen. Landwirtschaft muss ganz neu gedacht werden, wenn es sie überhaupt noch geben kann. 

links: Überspitzte Satire im Postillion, aber leider nicht ganz von der Hand zu weisen angesichts der Geschehnisse im Agrarsektor

Die aktuellen Klima-Daten der Europäischen Umweltagentur sind erschreckend: Europa erhitzt sich deutlich schneller als der Rest der Welt. Hierzulande drohen bis zu 50 Grad und Megadürren. Schon in den letzten Jahren haben Hitzewellen oder Starkregen die Landwirtschaft vor riesige Herausforderungen gestellt. Sie werden in Zukunft bittere Normalität sein.

Ende April findet die nächste UN-Konferenz zur Aushandlung eines globalen Anti-Plastik-Abkommens statt.

 


aus dem TAZ Newsletter: Ende April findet die nächste UN-Konferenz zur Aushandlung eines globalen Anti-Plastik-Abkommens statt. Aber wie steht es eigentlich ums Recycling? Ein Großteil der 8.300 Millionen Tonnen Kunststoff, die seit 1950 hergestellt wurden, ist heute Müll. Nur ein Bruchteil wurde und wird recycelt. Heute liegt die Recyclingquote von Plastikverpackungen global bei nur 14 Prozent. Weitere 40 Prozent enden auf Mülldeponien und 14 Prozent in Verbrennungsanlagen. Die restlichen 32 Prozent gehen in die Umwelt, auf Mülldeponien, in Meere und andere Gewässer oder werden unkontrolliert verbrannt.



hier Hannes Jaenicke und die Deutsche Umwelthilfe e.V.  22.03.2024
Unsere Ozeane sind keine Müllkippe! 
Endlich Schluss mit unnötigen Einwegverpackungen!
Schluss mit der Mikroplastik-Gefahr: 
Hilf uns mit Mehrweg den Plastikmüll zu verbannen

Alarmierende Studien zeigen: Mikroplastik könnte die Ausbreitung von Krebszellen fördern und Metastasen hervorrufen. Wir müssen das Problem an der Wurzel packen und endlich weg von Einwegplastik – hin zu Mehrweg. 

Konferenz sagt 9,4 Milliarden Euro zum Schutz der Ozeane zu

DW hier  17.04.202417. April 2024

Die Teilnehmer der internationalen Konferenz "Unser Ozean" in Athen wollen mehr als neun Milliarden Euro für die Rettung der Weltmeere bereitstellen. Das gab die griechische Regierung bekannt.

Wie der griechische Regierungschef Kyriakos Mitsotakis mitteilte, kamen von den Delegationen mehr als 400 Finanzierungszusagen im Gesamtumfang von 9,4 Milliarden Euro. "Unser Ozean sendet uns im wahrsten Sinne des Wortes Stressmeldungen. Lange bevor wir den Klimawandel verstanden haben, wurde der Ozean durch Überfischung und Verschmutzung bedroht", sagte Mitsotakis. An der dreitägigen Konferenz in Athen nehmen seit Montag Vertreter von Regierungen, Umweltorganisationen und Unternehmen sowie Wissenschaftler aus 120 Ländern teil.

Donnerstag, 18. April 2024

Neue Studie: Für diese Länder wird der Klimawandel besonders teuer

RND hier  Laura Beigel  17.04.2024

Überblick in Grafiken: Der Klimawandel nimmt starken Einfluss auf die Wirtschaftskraft der Länder weltweit.

Der Klimawandel schwächt die Weltwirtschaft massiv. Bis zur Mitte des Jahrhunderts könnte er rund 36 Billionen Euro kosten, wie Forschende berechnet haben. Zwei Weltregionen trifft es dabei besonders.

Der Klimawandel wird uns teuer zu stehen kommen. Nicht nur im übertragenen Sinne, sondern wortwörtlich. Im Jahr 2050 könnte er weltweit Wirtschaftsschäden in Höhe von 38 Billionen US-Dollar verursachen – also circa 36 Billionen Euro. Das entspricht einem Einkommensverlust von 19 Prozent, wie Forschende des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) ausgerechnet haben. Ihre Studie ist am Mittwoch im Fachmagazin „Nature“ erschienen.

Die prognostizierten Schäden bis zur Mitte des Jahrhunderts würden selbst dann eintreten, wenn die weltweiten Treibhausgasemissionen ab heute drastisch reduziert werden würden. Sie sind nach Einschätzung der Studienautorinnen und Studienautoren sechsmal höher als die Vermeidungskosten zur Begrenzung der globalen Erwärmung auf zwei Grad Celsius. „Oft wird der Klimawandel als Öko-Thema dargestellt“, sagt Klimaforscherin und Studienautorin Leonie Wenz vom PIK, „aber er hat auch zentrale wirtschaftliche Auswirkungen – mit Kosten, die höher sind als die des Klimaschutzes.“

Kosten des Klimawandels sechsmal so hoch wie Kosten zur Bekämpfung

Standard hier Tanja Traxler  17. April 2024

SCHÄDEN DURCH KLIMAERHITZUNG

36 Billionen Euro Schaden pro Jahr: Eine Neubewertung der Klimaschäden zeigt, dass 19 Prozent globaler Einkommensverlust bis 2049 zu erwarten sind

Klimaschutz kostet Geld, viel Geld. Uneinigkeit darüber, von wem die Kosten getragen werden müssen, ist ein zentraler Hemmschuh beim Ausstieg aus fossiler Energie. Doch auch die Inaktivität in Sachen Klimaschutz kostet Geld – und zwar viel mehr, als oft angenommen wird. Eine aktuelle Studie des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK), die nun im Fachmagazin "Nature" erschienen ist, beziffert die klimawandelbedingten ökonomischen Schäden. Die Prognosen zeigen gleichermaßen erstaunliche wie erschreckende Ergebnisse.

Diskussion über Gaslieferungen als nächste Nullnummer in der Polemik-Debatte der Putin-Freunde

Immer mal wieder neue Themen um Sand ins Getriebe zu werfen, dabei spielen Fakten wie z.B. hier keine Rolle, ebenso wenig wie die ganze unglückliche Atomkraft-Debatte oder die Diskussion über`s Heizungsgesetz....

ARD hier  Stand: 18.04.2024 von Johannes Edelhoff, Milan Panek und Lennart Richter, NDRV

 "Russland ist kein verlässlicher Partner" 

Jeder Deutsche verliert Panorama-Recherchen zufolge jährlich etwa 2.600 Euro durch die Folgen der Energiekrise. Die AfD und das Bündnis Sahra Wagenknecht fordern deshalb eine Rückkehr zum russischen Gas. Dem Verbraucher würde das wenig bringen.

Das vorläufige Programm für die Workshop-Woche 17.-26. Mai steht!

 


Das Programm ist mal wieder unglaublich liebevoll gestaltet!

Kommt vorbei - ab dem 17. Mai  im besetzten Altdorfer Wald bei Ravensburg!

Offenes Ende ist der 26. Mai 2024. 🌳🌲🏠🌳

Protest, Utopie, Film, Musik, Wissen, Politik, Kunst und viiiiieles mehr

Es gibt keinen Einsendeschluss für Programmpunkte und es können auch vor Ort spontan Programmpunkte an die Tafel geschrieben werden.


Immer vollständiges Programm: https://ravensburg.klimacamp.eu/workshopwoche/

»Ich bin vorsichtig mit der Champagnerlaune«

 


Ein spektakuläres Urteil könnte die Klimapolitik nicht nur in der Schweiz verändern – wobei man das vor Jahren auch von einem deutschen Urteil dachte. 

Zeit hier Von Matthias Daum, Florian Gasser und Lenz Jacobsen  17. April 2024
man kann erst mal großzügig vorspulen

Schweizer Rentnerinnen hatten vor dem Menschenrechtsgerichtshof überraschend Erfolg mit einer Klimaklage. Im Land erregt sich ein Teil nun über die vermeintliche Einmischung der Richter, und ein anderer Teil fragt sich, was das Urteil für die Klimapolitik bedeutet – und zwar nicht nur in der Schweiz, denn auch alle anderen europäischen Länder müssen sich daran halten. Erzwingt nun die Justiz Fahrverbote und CO₂-Einsparung? Die Erfahrungen aus Deutschland lassen daran zweifeln. Denn hier hat ein Verfassungsgerichtsurteil vor drei Jahren zum Klima auch weniger geändert, als man damals annahm.


Spiegel hier  Ein Interview von Charlotte Theile / Antworten von Experte Johannes Reich. 10.04.2024

Klimaurteil gegen die Schweiz

Die Schweiz tut zu wenig gegen die Klimakrise, das hat der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte entschieden. Doch führt das Urteil überhaupt zu politischen Veränderungen? 

In der Linse in Weingarten am Freitag: Die Unbeugsamen

 

Der Trailer hier macht neugierig  und führt vor Augen, wie unglaublich neu die Frauen in der Politik sind.

Gerade vor den Kommunalwahl im Juni sollten nicht nur die Frauen sich das vor Augen führen!

Als Torsten Körner 2015 anfing, DIE UNBEUGSAMEN zu entwickeln, war noch nicht absehbar, dass die amerikanischen Präsidentschaftswahlen einen offen frauenfeindlichen Präsidenten ins Weiße Haus bringen würden. 

Der Weinstein-Skandal und die bis heute andauernde #MeToo-Debatte um Machtmissbrauch und sexuelle Gewalt wie auch der Aufstieg von Populisten, Autokraten und Clownspolitikern lag noch vor uns, als Körner sich auf eine außergewöhnliche, einzigartige filmische Zeitreise begab.

Mitreisende sind zahlreiche Pionierinnen der Bonner Republik, die er an ihre alten Wirkungsstätten einlud, um sie zu interviewen – darunter Herta Däubler-Gmelin (SPD), Marie-Elisabeth Klee (CDU), Ursula Männle (CSU), Christa Nickels (Die Grünen), Ingrid Matthäus-Maier (FDP/SPD), Renate Schmidt (SPD) und Rita Süssmuth (CDU). Historische Aufnahmen zeigen darüber hinaus politische Größen wie Aenne Brauksiepe (CDU), Hildegard Hamm-Brücher (FDP), Waltraud Schoppe und Petra Kelly (Die Grünen). Eindrucksvoll und inspirierend schenkt der facettenreiche Rückblick in die westdeutsche Vergangenheit wertvolle Impulse für die Gegenwart und die Zukunft.

Mittwoch, 17. April 2024

Klimaaktivist bekommt Recht: Höchstes Gericht ordnet Freilassung aus der Haft an

Südkurier hier  Katy Cuko  17.4.24

Über Ostern sitzt der Ravensburger Samuel Bosch seine Strafe ab, wird aber vorzeitig entlassen. Warum das Bundesverfassungsgericht das Urteil zweier Gericht in Bayern gekippt hat.

Drei Wochen Jugendarrest. So lautete das Urteil, das der Ravensburger Umweltaktivist Samuel Bosch vor dem Augsburger Amts- und Landgericht für „satirische Kritik“ kassiert hat, wie er selbst sagt. „Lohwald-Rodung trotz laufender Gerichtsverfahren? Frech!“, war auf einem Transparent zu lesen, das seine Mitstreiterin Laura „Charlie“ Kiehne an einem Regierungsgebäude angebracht hatte.

Dafür seilte sich die 20-Jährige aus einem Bürofenster ab und baumelte letztlich an der Fassade, mit dem Spruch „Lohwald verhökern für 250 Euro? Frech!“ um den Hals. Ähnliche Aussagen waren vor dem Gebäude mit Kreide auf die Straße gemalt.

Mahnwache in Ittendorf am 18.4.24

 


Klimaklagen vor dem EGMR – Warum ist das Urteil historisch?

hier SWR  Podcast anhören 12.4.2024

Historisch! So haben viele den Erfolg der Schweizer Klimaseniorinnen vor dem EGMR gleich nach der Urteilsverkündung bezeichnet. Der EGMR hatte die Schweiz wegen Verletzung von Menschenrechten verurteilt. Das Land habe keine ausreichenden Klimaschutzmaßnahmen ergriffen, so Straßburg.

Menschenrechtliche Schutzpflichten zum Schutz vor negativen Folgen des Klimawandels. Die Möglichkeit, als Verein besseren Klimaschutz einzuklagen – Das Urteil aus Straßburg ist ein Grundsatzurteil. Die Justizreporter*innen erklären seine Bedeutung im Gespräch mit dem Rechtswissenschaftler Gerd Winter und berichten, wie es war bei der historischen Urteilsverkündung am Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte.


hier aus Österreich  17.04.2024 

Klima-Anwältin Krömer: EGMR-Urteil ist "historischer Wendepunkt"

Expertin für Klimaklagen sieht nach Erfolg der Schweizer Klimaseniorinnen auch in Österreich gute Chancen bei ähnliche Fällen

Verkehr: Wie geht es weiter mit dem Deutschlandticket?

hier  Zeit  17. April 2024, 5:47 Uhr  Quelle: dpa

Das Deutschlandticket im Nah- und Regionalverkehr wird bald ein Jahr alt. Mehr als 11 Millionen Tickets wurden bisher verkauft.

Mehr als 11 Millionen verkaufte Tickets, von vielen als Tarifrevolution gefeiert: Das Deutschlandticket im Nah- und Regionalverkehr wird bald ein Jahr alt. Seit dem 1. Mai 2023 kann es bundesweit im Nah- und Regionalverkehr genutzt werden.

Der monatliche Preis liegt in der Regel bei 49 Euro - aber wie lange noch? Das ist eine Frage, mit der sich die Verkehrsminister der Länder heute und morgen in Münster beschäftigen. Wegweisende Beschlüsse werden allerdings eher nicht erwartet. Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) fehlt in Münster, er weilt im Ausland und schickt zwei Staatssekretäre.

Hollywood hat die Klimakrise als Thema entdeckt.



Süddeutsche Zeitung  hier Von Jürgen Schmieder, Los Angeles  2. Januar 2023

Nachhaltigkeit in HollywoodWarum Brad Pitt jetzt im Zug kämpft

Hollywood hat die Klimakrise als Thema entdeckt. Doch die Produktion eines Blockbusters erzeugt einen enormen CO₂-Fußbabdruck. Wie passt das zusammen?



Die Modernisierung stockt

hier  ARD  17.04.2024 Von Torben Ostermann, ARD Berlin

Im Koalitionsvertrag steht es schwarz auf weiß: Bis 2030 sollen drei Viertel der Schienen mit elektrischen Oberleitungen ausgestattet sein. Aktuelle Zahlen zeigen jedoch, dass das schwierig werden könnte.

SPD, Grüne und FDP hatten sich im Koalitionsvertrag darauf verständigt, das deutsche Schienennetz zu modernisieren. Konkret steht dort, dass bis 2030 insgesamt 75 Prozent des Schienennetzes elektrifiziert sein sollen.

Die Gründe dafür liegen auf der Hand. Ein mit Strom betriebenes Schienennetz verursacht weniger CO2, ist also klimafreundlicher und außerdem leistungsfähiger. Bislang sind allerdings nur 62 Prozent des deutschen Schienennetzes elektrifiziert.

Bild links: sehr idyllisch an der Bodenseegürtelbahn, ohne Elektrifizierung aber leider aber auch sehr wenig umweltfreundlich

Solar: Was die Ampel-Einigung für Verbraucher bedeutet

 hier  Berliner Morgenpost  16.04.2024, 20:20 Uhr   Von Daniel Weidmann und Dominik Bath

links vom Juni 23: bne sieht im „Solarpaket 1“ viel Licht für Photovoltaik-Dachanlagen und eher Schatten für Freiflächenanlagen  hier

Im Referentenentwurf für das „Solarpaket 1“ ist eine Regelung geplant, die die gemeinschaftliche Eigenversorgung in Gebäuden erleichtern soll. Zudem ist eine neue Vergütungsform vorgesehen sowie eine flexiblere Gestaltung der Direktvermarktung.

SPD, Grüne und FDP haben sich bei Klima und Solar auf Kompromisse verständigt. Welche Hürden nun abgebaut werden sollen: ein Überblick.

Erst drohte Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) mit Fahrverboten, dann gaben die Ampel-Fraktionen plötzlich doch grünes Licht für die Novelle des Klimaschutzgesetzes und den Solarpakt. Was sich nun ändert und was Verbraucher davon haben. Wichtige Fragen und Antworten.

Dienstag, 16. April 2024

„Droht vollkommen zu entgleisen“: Jungparteien sind entsetzt über das neue Klimaschutzgesetz


hier  Frankfurter Rundschau  17.04.2024, Von: Giorgia Grimaldi

Die Ampel verkauft die Reform als wichtigen Schritt für mehr Klimaschutz. Doch junge Menschen sind maßlos enttäuscht.

„Rest in peace“, schreibt Luisa Neubauer am 16. April auf Instagram – sie meint das Klimaschutzgesetz. 

Das Nullsummen-Denken verhindert Lösungen

 hier  Zeit Eine Kolumne von  Marcel Fratzscher  12. April 2024

Fratzschers Verteilungsfragen / Gescheiterter Neoliberalismus

Der Neoliberalismus ist gescheitert, jetzt dominiert in Politik und Gesellschaft ein Nullsummen-Denken mit Gewinnern und Verlierern. Es ist Gift für den Zusammenhalt.

Nicht verpassen heute: Klingeldemo in Weingarten um 13:15

 



Einladung zum "Runden Tisch Energie" am 19.4.24

 


Die Einladung erfolgt von der SPD Kluftern

Nachgefragt vom Energiestammtisch Salem: Thema Kachelöfen

 

Vom Energiestammtisch kommt folgender Hinweis:

Nachdem neulich über die Emission und Zulassung von Kachelöfen kontrovers diskutiert wurde, hier noch ein aufschlussreicher Beitrag von Detlef Weier:

Ich hatte heute ein interessantes Gespräch zum Thema Kachelöfen mit Markus Ebert (Dipl-Ing. heute Technischer Leiter der Fa. Schiedel GmbH, früher Schornsteinfegermeister).

Bei Kachelöfen muss unterschieden werden zwischen gemauerten und solchen mit Einsätzen.

Der Gesetzgeber fordert bei Kachelöfen den Austausch alter Einsätze in neue, emissionsarme Geräte. Deutschlandweit sind schätzungsweise vier Millionen Anlagen betroffen. 

Die Bundes-Immissionsschutzverordnung (BImSchV) legt Grenzwerte fest, die von Feuerungsanlagen nicht mehr überschritten werden dürfen. Dies betrifft auch Kaminöfen, Heizkamine und Kachelöfen. 

Bundesregierung: Koalition der Klima-Künstler

Süddeutsche Zeitung hier  15. April 2024, Kommentar von Michael Bauchmüller

Bundesregierung: Verkehrsminister Volker Wissing weiß, wie sich Vorgaben einhalten lassen: Man ändert einfach das Gesetz.

Der Verkehr hält die Vorgaben nicht ein? Kein Problem für die Ampel, sie ändert flugs das Gesetz. Das verschafft Minister Wissing heute etwas Ruhe - und der Generation von morgen ein Problem.

Die Krisengewinner: Beim Klimaschutz bleibt viel zu tun!

 Tagesspiegel hier  Ein Kommentar von Caspar Schwietering  15.04.2024

Deutschland ist beim Klimaschutz auf Kurs – wegen der Wirtschaftskrise. Darauf darf sich die Ampel nicht ausruhen. Ohne mehr Anstrengungen im Verkehr droht ein böses Erwachen.

Reform des Klimaschutzgesetzes: Verwässertes Klimagesetz um Solarpaket zu retten - ist es das wert?

Der Minister wird scharf kritisiert - und dann auch noch durch Zustimmung unterstützt. Wer soll denn so was verstehen? 

Zeit hier Eine Analyse von Ferdinand Otto  15. April 2024

Klimaschutzgesetz: Zum Durchbruch gedroht

Weg mit den Sektorenzielen, dafür Klimaschutzmaßnahmen bis 2040 – und doch keine Fahrverbote: Nach Monaten des Streits einigt sich die Ampel auf ein neues Klimagesetz.

Fahrverbote standen in Wirklichkeit nicht ernsthaft zur Debatte – dennoch hat sich die FDP erfolgreich ans Ziel gedroht.

Man gibt sich bei der FDP gerade Mühe, nicht in Triumphalismus zu verfallen. Dabei gibt es eine Version der Geschichte um das Klimaschutzgesetz, die das durchaus rechtfertigen würde: Gegen den Willen der beiden größeren Koalitionspartner, zahlreicher Expertinnen und Experten sowie Lobbygruppen drängen die Liberalen die Bundesregierung zu einer Reform beim Klimaschutz – mit Erfolg. Nun fallen die Sektorenziele, die konkrete CO₂-Sparziele etwa für Verkehr und Heizen vorgeben.

„German Engineering manufactured in China“: Wir exportieren unsere Arbeitsplätze in der Autoindustrie nach China

WiWo  hier  Gastbeitrag von Ferdinand Dudenhöffer  14. April 2024

Mit dieser Politik verlieren wir die Arbeitsplätze in der Autoindustrie an China

Erst waren die E-Autos in, jetzt sind sie wieder out. Während die Politiker hier für den Fall des Verbrennerverbots kämpfen, überlassen sie die E-Autobranche China. Ein Gastbeitrag.

Montag, 15. April 2024

Fahrverbot am Wochenende: Eine Idee, die nur vom Verkehrsminister kommen kann

hier in Basicthinking 16.4.24  Kommentar von Christian Erxleben

Wer stellt Volker Wissing in die Garage?

22 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente: So viel muss Bundesverkehrsminister Volker Wissing einsparen, wenn das Klimaschutzgesetz nicht geändert wird. Deshalb droht der FDP-Politiker jetzt mit einem Fahrverbot am Wochenende. Damit versucht er geschickt, von seinem eigenen Versagen abzulenken. Ein Kommentar.

Volker Wissing hat ein Problem. Er ist seit 2021 Bundesverkehrsminister und steht seit seinem Antritt vor einer Mammutaufgabe. Er muss in die Fußstapfen von denkwürdigen Vorgängern wie Dr. Peter Ramsauer, Alexander Dobrindt und nicht zuletzt Andreas „Andi“ Scheuer treten.

Dass dieses Erbe nicht einfach ist, war vorherzusehen. Immerhin hat Volker Wissing, obwohl er nicht aus der CSU, sondern aus der FDP kommt, seine ersten Schritte gewagt – und das durchaus erfolgreich. Den Großteil seiner Amtszeit hat er damit verbracht, nichts oder umstrittenes wie das Volocopter-Investment zu tun.

Der Verkehr kommt dann schon

hier  Frankfurter Rundschau 12.04.2024, Von: Michael Kopatz

Verkehrswachstum bedeutet Wirtschaftswachstum. Auch deshalb werden Straßen oft noch lieber größer gebaut. Doch Natur- und Klimaschutz bleiben so auf der Strecke. Die Kolumne „Öko-logisch“.

Was mich immer wieder deprimiert, ist der fortschreitende Aus- und Neubau von Straßen. Und deswegen drängt es mich regelmäßig darüber zu schreiben. Während es bei der Energiewende inzwischen gut vorangeht, verschlimmert sich die Lage im Straßenverkehr. Mehr Autos, mehr Kilometer, mehr Spritverbrauch, mehr Klimagase, mehr Schadstoffe, mehr Mikroplastik.

Dass zusätzliche Straßen mehr Verkehr mit sich bringen ist kein Mythos, sondern Fakt. Doch die meisten Politiker scheinen das zu verdrängen wie Donald Trump den Klimawandel. Und wie ist das bei den Fachleuten im Verkehrsministerium? Sind die dumm und ignorant? Wohl kaum. Wie erklärt sich dann, dass man einfach weiter plant und baut, als gäbe es kein Morgen?.....

Alti international - Skillshare Woche vom 17. bis 26. Mai


From 17 May, another workshop week will take place in the occupied Altdorf Forest near Ravensburg. The open end is 26 May 2024 🌳🌲🏠🌳

There will be various lectures, skillshares and cultural program.

The exact program will be posted soon.

Come along and enjoy the utopian life in nature and network for activities.

We have sleeping places in tree houses, with and without ladders. ⛺️🏠🌲

Everyone who is there will organize the food collectively.

Make sure you bring a sleeping bag, sleeping mat and warm weatherproof clothing. Tents too, if you have them.

Everything will be bilingual. German and English. There will be whispered translation for programs presented in German.


Program:

https://ravensburg.klimacamp.eu/workshopwoche

Politische Debatten: Wir leben in einer Simulation

Spiegel hier Der Rationalist  Eine Kolumne von Christian Stöcker  14.04.2024,

Ein Faschist täuscht Harmlosigkeit vor, ein Verkehrsminister simuliert Fahrverbote, ein Boulevardblatt Sorge um Gaskunden. Über die echte Bedrohung spricht kaum jemand.

Was, glauben Sie, war das wichtigste politische Ereignis dieser Woche? Das sogenannte Duell mit dem CDU-Politiker Mario Voigt, in dem der rechtsextreme Björn Höcke hartnäckig eine fiktive Welt zu simulieren versuchte, in der er gar nicht rechtsextrem ist ? Oder die bizarren Wortmeldungen von Verkehrsminister Volker Wissing (FDP), in denen er eine Welt zu simulieren versuchte, in der es am Wochenende bald Autofahrverbote gibt?

„Es wäre gut, wenn wir auch benennen, wenn mal etwas klappt in Deutschland, wenn man Erfolge würdigt. Der Atomausstieg ist so ein Erfolg“,

Und ewig lebe die Atomkraft, wenigstens im Angedenken vieler Mitbürger.

Daher dieser sehr gute Artikel, in dem eigentlich alles gesagt wird. Vielleicht führt das mal weg vom immer wieder hochploppenden "ich denk ja nur..." der Nuklearnostalgie-Anhänger  hin zu den Fakten.

WiWo hier  von Florian Güßgen  14. April 2024

EIN JAHR ATOMAUSSTIEG: Fehlen Deutschland die Kernkraftwerke?

Ergreift Sie bei diesem Anblick eine Nuklear-Nostalgie? Das Kernkraftwerk Neckarwestheim von EnBW in Baden-Württemberg.

Ein Jahr ohne Kernkraft. Wie ist’s gelaufen? Gut, sagt der Energieexperte Bruno Burger – und untermauert das mit Daten. Beim Kohleausstieg fordert er Pragmatismus.

Artenvielfalt: Deutsche Gartenbaugesellschaft ruft zum „Mähfreien Mai“ auf

Deutschlandfunk hier 14.04.2024

Die Deutsche Gartenbaugesellschaft ruft Gartenbesitzer dazu auf, im Mai auf das Rasenmähen zu verzichten. Mit der Aktion „Mähfreier Mai“ soll die Artenvielfalt gefördert werden.

links: eine kleine Sandbiene, die Glockenblumen liebt.  Sie kann in jedem Garten leben, wenn man sie nur lässt ....

Die Deutsche Gartenbaugesellschaft teilte mit, Rasen mache in den meisten Gärten 50 Prozent oder mehr der Fläche aus. Doch ein akkurat gestutzter Rasen biete für Insekten keine Nahrungsquelle. Bewusst seltener zu mähen sei daher kein Zeichen von Verwahrlosung, sondern von ökologischem Bewusstsein. Erhebungen aus England zeigten, dass ein Monat Mäh-Pause die Menge an Nektar für bestäubende Insekten um das Zehnfache erhöhen könne. Nach Angaben der Biologin Hartlieb von der TU Darmstadt könnten allein auf einer natürlichen Blumenwiese von der Fläche eines Basketballfeldes etwa 60.000 Insekten leben.

Die Deutsche Gartenbaugesellschaft ruft gemeinsam mit der Gartenakademie Rheinland-Pfalz und weiteren Partnern zum vierten Mal zum „Mähfreien Mai“ auf. Ihren Ursprung hat die Aktion in Großbritannien als „No Mow May“. Laut dem Institut für ökologische Wirtschaftsforschung gibt es etwa 17 Millionen Privatgärten in Deutschland.

Diese Nachricht wurde am 14.04.2024 im Programm Deutschlandfunk gesendet.

Sonntag, 14. April 2024

EU verpasst Erneuerbarenrevolution

 hier  von Michael Bloss, klimapolitischer Sprecher der Grünen im EU-Parlament

Abstimmungsergebnis Verordnung (Regulation): 433 dafür | 140 abgelehnt | 57 Enthaltungen

Abstimmungsergebnis Richtlinie (Directive): 473 dafür | 80 abgelehnt | 27 Enthaltungen

Michael Bloss kommentiert die heutige Verabschiedung der europäischen Strommarktreform durch das Europaparlament:

"Die Strommarktreform ist als Tiger gesprungen und als Bettvorleger gelandet. Von der Leyen hat eine Neugestaltung des Energiemarktes angekündigt, bekommen haben wir ein Reförmchen mit Überlebensgarantien für die Kohle- und Atomindustrie. Wir Grünen haben es trotzdem geschafft, entscheidende Fortschritte in Sachen Verbraucherschutz und Bürgerenergie durchzusetzen.

Profis rechnen Ersparnis von Solar, Wärmepumpe, E-Auto aus: Es geht um viel Geld

Mal ganz abgesehen von den Kosten: Was wäre denn, wenn die Drohungen von Minister Wissing wahr würden? Alle müssten ihre Autos stehen lassen - nur die Elektrofahrzeuge, die dürften weiter fahren....wow, was für ein Antriebs-Schub für die Elektroautos....

hier  14. April 2024 | Gero Gröschel

Die Abkehr von fossilen Brennstoffen tut nicht nur der Umwelt gut, sondern auch dem Geldbeutel.

Dass Erneuerbare Energien besser für die Umwelt sind als fossile Träger, ist unumstritten. Aber lohnt es sich auch wirtschaftlich, Energie aus nachhaltigen Quellen zu nutzen? Eine neue Studie hat die Kosten für die Bereiche Grundbedarf, Heizen und Mobilität über 25 Jahre berechnet und verglichen.

Erschreckende Zahlen zum Flächenfraß alleine in Bayern: 5000 Quadratkilometer Agrarfläche seit 1980 verloren

hier  Zeit 14. April 2024, Quelle: dpa Bayern

Bayern hat in weniger als 50 Jahren mindestens 5000 Quadratkilometer Felder, Wiesen und Weiden verloren. 1980 belief sich die landwirtschaftliche Fläche in Bayern demnach noch auf knapp 37 600 Quadratkilometer, 2022 waren es dann noch 32 500, wie ein Vergleich der «Flächenerhebungen nach Art der tatsächlichen Nutzung» des Statistischen Landesamts aus mehreren Jahrzehnten zeigt.

 


Vor knapp drei Jahren besetzten Aktivist:innen Kiesgruben im Raum Wolfegg. Dafür wurden sie wegen Nötigung angezeigt und die Verfahren laufen seitdem. Nun steht am 16. April wieder jemand vor dem Landesgericht Ravensburg. Wir fordern: Freispruch! Klimaschützen ist kein Verbrechen.



Müssen die Staaten jetzt beim Klimaschutz nachbessern?


Zeit hier  13. April 2024  Von Rita Lauter und Viola Kiel

Historisch, wegweisend, bahnbrechend:
Euphorische Reaktionen auf das Straßburger Klimaurteil. 


„Hat sich selbst ins Knie geschossen“

RND  hier  Sebastian Salpius  13.04.2024

Umwelthilfe zu Fahrverbotsdrohung: Wissing räumt aktiven Verstoß gegen Klimaschutzgesetz ein

Volker Wissing (FDP), Bundesminister für Verkehr und Digitales, hatte mit seiner Fahrverbotsdrohung für Aufsehen gesorgt.

In der Debatte um ein mögliches Fahrverbot übt die Deutsche Umwelthilfe harsche Kritik an Bundesverkehrsminister Wissing aus. Geschäftsführer Jürgen Resch warf dem FDP-Politiker vor, ein „Schreckgespenst“ an die Wand zu malen, um wirksame Maßnahmen zum Klimaschutz zu verhindern.

Vorsicht Satire: Jetzt sieht sich Verkehrs-Aktivist Volker Wissing zum äußersten Protest gezwungen

 WDR  hier

Volker Wissing sitzt in Blockade-Haltung auf einer leeren Autobahn

Fahrverbot Deluxe

Die Ampel-Regierung gängelte ihn mit Koalitionsvereinbarungen und verbindlichen Ressortzielen, jetzt sieht sich Verkehrs-Aktivist Volker Wissing zum äußersten Protest gezwungen.

Mit einer Autobahnblockade greift der Bundesverkehrsminister zu einer ungewöhnlichen Maßnahme, um auf den Verkehrs-Notstand im Land aufmerksam zu machen. Dabei wolle er an politische Zwänge, wie ein allgemeines Tempolimit oder autofreie Wochenenden, nicht einmal denken. Die Klimapolitik seiner Koalition lasse ihm jedoch keine andere Wahl als den Regierungskollegen durch radikalen Protest die Folgen für den vierspurigen Individualverkehr drastisch vor Augen zu führen, in der Hoffnung sie eindringlich zum Handeln zu bewegen.

Ein Jahr später: Strompreise auch nach Atomausstieg gefallen

 Focus  hier  14.04.2024 

Ein Jahr nach dem deutschen Atomausstieg hat Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck die Entscheidung zur Abschaltung der letzten Meiler verteidigt und auf fallende Strompreise verwiesen. Alle an die Wand gemalten Schreckensszenarien seien nicht eingetreten, sagte der Grünen-Politiker den Zeitungen der Funke Mediengruppe.



„Wir sehen heute,
dass die Stromversorgung weiter sicher ist,
die Strompreise auch nach dem Atomausstieg gefallen sind
und die CO2-Emissionen ebenfalls runtergehen.“


Klimaschutz: China wird Vorreiter

Die deutschen Exportschlager von gestern: "Braunkohlebagger, Gasheizungen oder Verbrennerautos, werden ganz sicher nicht zu den Exportschlagern von morgen gehören". 

Das stimmt, auch wenn das so mancher Politiker der Gestern-Fraktionen noch nicht verstanden hat. Und das gefährdet uns doppelt: durch die ungebremste  Zuspitzung der Klimakrise und auch durch unser wirtschaftliches Angehängt werden.

Bild links: im "Graslutscher"-Blog verzweifelte der Autor schon 2021 an diesem Todschlag-Spruch hier


ZDF hier  von Volker Quaschning  14.04.2024

Terra X - die Wissens-Kolumne: Kein Verstecken hinter China beim Klimaschutz

Im Vergleich zu China wirkt der deutsche Anteil der CO2-Emissionen gering. Doch der Vergleich hinkt, vor allem historisch gesehen. Zudem gibt es ein Risiko für Deutschland.