Donnerstag, 28. Oktober 2021

Weingarten:"Persönliche Interessen wurden in der Vergangenheit häufig über das Allgemeinwohl gestellt"

Persönliche Interessen wurden in der Vergangenheit häufig über das Allgemeinwohl gestellt, meint SZ-Redakteur Oliver Linsenmaier.

Es könnte ein Wendepunkt in der Stadtentwicklung Weingartens sein. Der Kompromiss beim hochumstrittenen Bauprojekt „Köpfinger Straße“ steht allen Beteiligten gut zu Gesicht – auch wenn er viel Anstrengung und Zeit gekostet hat. Dank der Intervention der Grünen und der Bereitschaft der anderen Fraktionen sowie der Verwaltung konnte ein für die Stadt Weingarten eigentlich völlig sinnfreies und fahrlässiges Projekt gerade noch zu einem vernünftigen Ergebnis geführt werden.
Dass Gemeinderat und Verwaltung es ursprünglich aber überhaupt zugelassen hatten, dass auf einer Fläche eines ganzen Fußballfeldes gerade einmal drei Häuser gebaut werden sollten, lässt tief blicken. Persönliche Interessen wurden in der Vergangenheit häufig über das Allgemeinwohl gestellt. Soziale Gerechtigkeit, ökologisches Denken und nachhaltiges Planen wurden stets als Leitlinien beschworen. Die Praxis sah dann teilweise aber ganz anders aus.

Umstrittenes Bauprojekt bringt zusätzliche Wohnungen in Weingarten plus
Noch immer fällt es schwer, diese verkrusteten Strukturen aufzubrechen. Doch scheint mit der Köpfinger Straße ein Anfang gemacht. Das Umdenken beginnt. Nach teils kontroversen Debatten haben sich die Fraktionen zusammengerauft und die Sache wieder in den Mittelpunkt gestellt. Dieses demokratische Ringen um gute Entscheidungen kam in der jüngeren Vergangenheit häufig zu kurz. Doch besteht nun die berechtigte Hoffnung, dass sich das in Zukunft wieder ändert. Es würde Weingarten gut zu Gesicht stehen.

Mahnwache "Klimaschutz ist kein Verbrechen" vor dem Ravensburger Amtsgericht"


Bericht aus Ravensburg:

18 Unterstützer:innen und Klimaaktivisti beteiligten sich heute Vormittag bei der Mahnwache "Klimaschutz ist kein Verbrechen" vor dem Ravensburger Amtsgericht.

Gut geschützt von zahlreichen Ordnungshütern bezeugten sie ihre Solidarität mit Samuel, der sich seit 9.00 Uhr in einer weiteren Gerichtsverhandlung erklären muss.

Auch wenn wir einen weiteren Freispruch erwarten, muss endlich Schluß sein mit den kriminalisierungsversuchen unseres Engagements!

Nach der Mahnwache waren wir pünktlich am Gericht um die "öffentlichen" Verhandlung zu besuchen. Von wegen öffentlich! Nur 6 Plätze für Zuschauer, die teilweise schon vergeben waren. Keiner von uns kam rein, selbst für die Presse, SWR, gab es keinen Platz!

Gerade berichtet ein Anwohner, dass seit gestern verstärkt "wegen größerer Verhandlung" patrouilliert wird, nachts sogar mit Taschenlampen um das Gerichtsgebäude ...



Pressemitteilung „Windkraft im Altdorfer Wald“

 


Forstminister Peter Hauk schlägt große Teile des Altdorfer Waldes als Standort für Windkraftwerke vor. Auf über 1.300 Hektar Waldfläche sollen Windräder aufgestellt werden. In einer ersten Bewertung nimmt der BUND dazu Stellung:

1. „Man kann nicht alles haben“

Windkraft, Kiesabbau und Torfgewinnung, das alles soll auf dem Waldburg-Rücken, einer Mittelmoräne zwischen Schussen- und Argen-Gletscher untergebracht werden. Auf Kies- und Torfabbau im Altdorfer Wald kann (es gibt Alternativen!) und muss problemlos verzichtet werden – beide Projekte sind klimaschädlich und gefährden Schutzgüter für Mensch und Naturhaushalt. Klimaschutz mit Erneuerbaren Energien hingegen kann langfristig auch zum Artenschutz beitragen.

2. „Man kann nicht nur nehmen, sondern muss auch geben“

Falls sich der Waldburg-Rücken für Windkraftanlagen eignet und die Artenschutzkonflikte (Vögel, Säugetiere) beherrschbar sind, (was bis jetzt noch niemand weiß) muss als Ausgleich ein Waldnaturschutzkonzept im Altdorfer Wald umgesetzt werden. Dieses Waldnaturschutzkonzept muss auf mindestens 15 Prozent der Staats-Waldfläche Bannwälder (Urwälder von Morgen) vorsehen und Lebensräume im Wald verbinden (Biotopverbund im Wald).
Außerdem müssen die Artenschutzkonflikte umfassend geprüft werden, immerhin finden die Planungen im landesweiten Wildtier-Korridor statt.

3. Regionalplan stoppen und Standorte für erneuerbare Energien einbeziehen

Im aktuellen Regionalplan fehlen Standorte für erneuerbare Energien. Nun zeigt sich, dass dies zu gravierenden Abwägungsmängeln führt. Windkraft und Fotovoltaik stehen in direkter Flächenkonkurrenz zu Bauflächen-Ausweisungen und Abbaugebieten. Dabei sollen für die Windenergie bis zu 2% der Landesflächen freigehalten werden. Statt einem Kiesabbau in Vogt-Grund könnte vielleicht auch ein Windpark stehen, der Wasser und Boden besser schützen und dem Klimaschutz eher dienen würde. Deshalb ist der aktuelle Regionalplan (er ist vom Ministerium noch nicht genehmigt!) entsprechend zu überarbeiten.

4. Bewertung der Pläne erst nach Umweltverträglichkeitsprüfung möglich

Mit welchen Auswirkungen ein Windpark im Altdorfer Wald verbunden ist, lässt sich erst nach Bewertung konkreter Standorte und dem Vorliegen eines Ausgleichs- und Naturschutzkonzeptes sagen.

5. Beteiligungsmodelle anbieten

Falls es zu einem Windpark kommt, müssen Bürger*innen die Möglichkeit haben, sich finanziell an der Investition und dem Gewinn zu beteiligen. Das erhöht die Akzeptanz und die regionale Wertschöpfung.

Ergänzende Informationen

Ausschreibung des Forstministeriums zu Windkraftstandorten im Altdorfer Wald hier

Würdigung des Altdorfer Waldes durch den BUND hier

Kontakt und Infos:

BUND Bodensee-Oberschwaben
Ulfried Miller, Leonhardstraße 1, 88212 Ravensburg, Telefon 0751/21451, ulfried.miller@bund.net


Anmerkung: siehe dazu auch das Thema Bürgerenergie  hier, das vermutlich bei Punkt 5 angesprochen wurde.

 Südkurier hier  Auszüge in blau

Mehr Tempo beim Windrad-Ausbau

Stuttgart (dpa) Mit einer sogenannten Taskforce aus Experten und Amts-Chefs will die Landesregierung beim Ausbau der erneuerbaren Energien aufs Tempo drücken und die Dauer der jahrelangen Planungsverfahren für Windräder mindestens halbieren. Es sei „zwingend notwendig, den Ausbau der erneuerbaren Energien radikal zu beschleunigen“, sagte der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) nach der Entscheidung des Ministerrats über den Start für die Taskforce. Die Abläufe für Planungen und Genehmigungen seien vor allem bei Windrädern schleppend. „Zwischen der Entscheidung des Projektierers, eine Anlage an einem konkreten Standort errichten zu wollen, und der Fertigstellung der Anlage vergehen zwischenzeitlich bis zu sieben Jahre und damit viel zu viel Zeit“, sagte er und kritisierte: „Das geht den Leuten immer mehr auf den Wecker.“

Baden-Württemberg ist in den vergangenen Jahren beim Ausbau der Windkraft nicht besonders vorangekommen. Ende 2020 waren im Südwesten nur 731 Anlagen in Betrieb, das sind gerade einmal zwölf mehr als im Jahr zuvor. Zum Vergleich: In Niedersachsen stehen mehr als 6350 Windräder. Grün-Schwarz im Südwesten will die Windkraft deshalb schneller ausbauen. Derzeit dauert es zwischen sechs und sieben Jahren, bis ein Windpark steht.


26.10.2021  |  VON ULRIKE BÄUERLEIN ULRIKE.BAEUERLEIN@SUEDKURIER.DE

Kampfansage an Windkraft-Widerstand

....Aber das Land muss und will seinen Anteil an erneuerbaren Energien bei der Stromerzeugung deutlich erhöhen. Photovoltaik ist eine Säule dabei, der Ausbau der Windkraft ein andere. 1000 neue Windräder hat sich die grün-schwarze Regierungskoalition ins Pflichtenheft für die nächsten fünf Jahre geschrieben, 500 davon sollen auf Flächen im Staatsforst entstehen. Die erste Flächentranche wurde bereits ausgeschrieben, die restlichen Standorte sollen bis Dezember folgen. Aber Flächen sind das eine, Genehmigungsverfahren das andere. Der Handlungsdruck sei noch einmal gestiegen, nachdem sich das Land mit dem neuen Klimaschutzgesetz dazu verpflichtet habe, bis 2040 mit netto Null-Emissionen klimaneutral zu werden, stellt Kretschmann fest. „Das sind nur noch 19 Jahre.“ Und jetzt sei eben „Ende Gelände“ gewesen.

Nun soll es eine ressortübergreifende Taskforce richten, die das maximale Expertenwissen der Landesverwaltung aus allen Ebenen bündelt. Alles, was in der Hand des Landes liegt, kommt mit höchster Priorität auf den Prüfstand: Organisatorische Maßnahmen, Rechtsverfahren, Flächenausweisungen, Planungs- und Genehmigungsprozesse. Die Lenkungsebene ist im Staatsministerium angesiedelt, bis Ende Dezember sollen Vorentscheidungen in den Einzelpunkten vorliegen, dann wird geprüft, und bis Ende des ersten Quartals 2022 wird von der Regierung entschieden, verspricht Kretschmann. Und bremst gleichzeitig die Erwartungen: „Dieser Verfahrensknoten lässt sich nicht einfach zerschlagen, den müssen wir aufdröseln. Das ist ein ganz hartes und dickes Brett.“

Die Bürgerbeteiligung soll dabei aber nicht auf der Strecke bleiben. „Professionell gemanagte Bürgerbeteiligung beschleunigt Verfahren“, so Kretschmann. Die Bürgerbeteiligung dürfe auch nicht verwechselt werden mit der Agitation professioneller Netzwerke......

Der Südkurier steigt endlich in die Klimaberichterstattung ein !

 Südkurier hier   Auszüge in blau

 Mehr Aufwand für globales Klimaziel

Paris (AFP/dpa) Die Weltgemeinschaft muss laut einem UN-Bericht ihre Klimaschutzbemühungen zur Erreichung des 1,5-Grad-Ziels versiebenfachen. Mit den nationalen Klimaschutz-Plänen lasse sich der Treibhausgas-Ausstoß bis 2030 nur um 7,5 Prozent reduzieren. Um die Erderwärmung auf 1,5 Grad zu begrenzen, sei eine Verringerung um 55 Prozent notwendig. Kurz vor dem Start der UN-Klimakonferenz hat Brasiliens Regierung Maßnahmen zum Erhalt des Amazonasgebiets versprochen. Man wolle die illegale Abholzung bis 2027 oder 2028 beenden, hieß es. 


26.10.2021  |  VON ANNE-SOPHIE GALLI, JULIA NAUE UND ANDEREN, DPA

Wird es endlich Fortschritte geben?

Glasgow – Große Worte, aber noch wenig Taten. Die vier größten Produzenten von Treibhausgasen – China, die USA, die Europäische Union und Indien – haben vor dem Weltklimagipfel (COP26) von Sonntag an im schottischen Glasgow ehrgeizige Ziele im Kampf gegen den Klimawandel verkündet. Um die Erderwärmung aber wirklich auf 1,5 Grad zu begrenzen, müsste sich schon in diesem Jahrzehnt vieles ändern. Nur hapert es an der konkreten Umsetzung. Es gibt politische Widerstände – und Hintertüren mit folgenschweren Auswirkungen.

EU : Die Zusagen, mit denen die Europäische Union zur COP26 reist, sind auf den ersten Blick beeindruckend. Die Mitgliedstaaten wollen die Treibhausgasemissionen bis 2030 um mindestens 55 Prozent unter den Wert von 1990 drücken. Zuvor war lediglich ein Minus von 40 Prozent angestrebt worden. Zudem wurde mit dem jüngsten Klimagesetz auch das Ziel der Treibhausgas-Neutralität bis zum Jahr 2050 festgeschrieben.

Das heißt, dass 2050 alle Emissionen in der EU so weit wie möglich vermieden werden sollen. Was doch noch freigesetzt wird, muss wieder ausgeglichen werden – etwa durch nachhaltig bewirtschaftete Wälder und Böden, die Treibhausgase aus der Atmosphäre entfernen.

Wenn es aber um die Pläne zur Umsetzung geht, ist die Gemeinschaft der 27 Staaten bei Weitem nicht so vorbildlich wie sie sein könnte. Zwar hat die EU-Kommission unter dem Motto „Fit for 55“ im Sommer konkrete Vorschläge vorgelegt. Derzeit sieht es aber danach aus, dass die Verhandlungen darüber frühestens nach der Präsidentenwahl im April in Frankreich richtig beginnen werden. Denn viele der Maßnahmen haben erhöhte Kosten für Verbraucher zur Folge.

Einschneidende Maßnahmen sind auch noch schwerer zu verkaufen, wenn anderswo auf der Welt lascher vorgegangen wird. Wohl auch deshalb riefen Kanzlerin Angela Merkel und ihre EU-Kollegen vor dem Gipfel gemeinsam zu mehr Engagement im Kampf gegen die Erderwärmung auf. Vor allem Länder wie Australien, China und Brasilien gelten als Bremser.

Kernenergie keine Technologie zur Lösung der Klimakrise

Zu teuer, zu langsam, zu gefährlich, zu blockierend

Berlin, 27.10. 2021 | Zur Lösung der Klimakrise kann die Kernenergie nicht beitragen, da sie zu langsam ausbaufähig, zu teuer und zu risikoreich ist. Zudem behindert sie strukturell den Ausbau der Erneuerbaren Energien, die gegenüber der Kernkraft schneller verfügbar, kostengünstiger und ungefährlich sind. Das zeigt ein internationales Team von Fachwissenschaftler:innen der Scientists for Future (S4F) in einem heute veröffentlichten Text auf.  

hier geht`s zum Text


Und gleichzeitig kommt diese alarmierende Nachricht aus der EU:

Während in Berlin die Koalitionsverhandlungen laufen, bahnt sich in Europa eine fatale Weichenstellung an. Neue Atomkraft- und Gaskraftwerke sollen als nachhaltige Investitionen eingestuft werden. Investitionen in Atomkraft und Gas bekämen also fast das gleiche Nachhaltigkeitslabel wie der Bau von Windrädern und Solaranlagen. Ein Super-GAU für die Erneuerbaren Energien! Die Gewinnung von Strom aus Atomkraft und Gas ist nicht nachhaltig. Atom und Gas dürfen nicht als nachhaltige Investition eingestuft werden!“ 

Super-GAU für Europas Energiewende: Stoppt das Greenwashing von Atomkraft und Gas!  hier


DIE ERDZERSTÖRER

Arte Video  hier

Kritischer Blick aufs GROßE GANZE:
200 Jahre Industriekapitalismus und dessen Folgen für diesen geschundenen Planeten.

Mehr: (arte, 29.07.2021; 99 min, verfügbar bis 28.07.2022)

Eine Studie der Unternehmensberatung Deloitte zeigt: Wenn Deutschland frühzeitig in Klimaneutralität investiert, hat das viele ökonomische Vorteile.

Business as usual hat wenig Sinn 
Klimareporter hier Auszüge in blau

Klimaschutz ist teuer. Das ist zwar richtig. Doch unterlassener Klimaschutz kommt langfristig deutlich teurer. Diese Erkenntnis untermauert jetzt eine Studie der Unternehmensberatungsgesellschaft Deloitte.

Der deutschen Wirtschaft drohen danach in den kommenden 50 Jahren klimawandelbedingte Schäden in Höhe von insgesamt 730 Milliarden Euro und ein Verlust von bis zu 470.000 Arbeitsplätzen, wenn nicht frühzeitig gegengesteuert wird.

Umgekehrt eröffne ein Kurs, der das 1,5-Grad-Ziel und Klimaneutralität für spätestens 2050 anpeilt, längerfristig große Wachstumschancen. "Der Wendepunkt für Deutschland: Wie Klimaschutz unsere wirtschaftliche Zukunft sichern kann" heißt die Untersuchung, die in zwei Szenarien die ökonomischen Konsequenzen ausleuchtet.

Weiter lesen hier

Mittwoch, 27. Oktober 2021

Erster Strafprozess gegen Klimaaktivist Samuel Bosch wegen Gründung der "Alti"-Besetzung und vier Banneraktionen

 Pressemitteilung vom Ravensburger Klimacamp am 26.10.2021

Nach nun zwei Jahren Klimagerechtigkeitsaktivismus steht Samuel Bosch am Donnerstag (28.10.2021) ab 9:00 Uhr vor dem Amtsgericht Ravensburg Rede und Antwort. Es ist der erste Strafprozess gegen Klimaaktivist*innen in Ravensburg, es geht um fünf Einzelvorwürfe zu vier Aktionen und dem Start der Besetzung des Altdorfer Walds.

Die Einzelvorwürfe lauten:

1. Beginn des Baumhauscamps im Altdorfer Wald, Vorwurf: Versammlungsgesetz (§26 VersG)

2. "Stoppt den Klimahöllenplan"-Banner in Amtzell, Vorwurf: Hausfriedensbruch (§123 StGB)

3. Banner an Bagger der Kiesgrube Tullius bei Oberankrenreute, Vorwurf: Hausfriedensbruch (§123 StGB)

4. Baumbesetzung in der Bachstraße, Vorwurf: Versammlungsgesetz (§26 VersG) 

5. Banner mit Prof. Dr. Ertel an der RWU in Weingarten, Vorwurf: Versammlungsgesetz (§26 VersG)

 

Die Klimaaktivist*innen und deren anwältlicher Verteidiger Klaus Schulz rechnen bei allen Vorwürfen mit einem Freispruch. Aus Sicht der Aktivist*innen seien die Vorwürfe "an den Haaren herbei gezogen" um ihren legitimen Protest zu "kriminalisieren".
Samuel Bosch (18): "Da kein Mensch zu Schaden gekommen ist, bedauern wir, dass die Behörden die Justiz mit unnötigen Prozessen belasten." Ein früheres Ordnungswidrigkeitenverfahren gegen Bosch wurde eingestellt (hier),

zudem stellte auch schon die Staatsanwaltschaft zahlreiche polizeiliche Ermittlungsverfahren ein, bevor sie Gerichte belasten musste. 

Laut den Aktivist*innen stimme die Aussage, sie hätten am 19.2.2021 ein Banner über die L317 nahe des "Alti"-Camps gespannt, nicht, sie haben zu diesem Zeitpunkt lediglich Plattformen und Baumhäuser im Wald errichtet. 

Anwohner Manfred Scheurenbrand (66) aus Waldburg unterstützt eine von Unterstützer*innen organisierte parallel stattfindende Mahnwache vor dem Amtsgericht: "Vor Gericht sollten die Umweltbrecher stehen, nicht die jungen Menschen, die mit friedlichm zivilen Ungehorsam auf Missstände hinweisen."

  

HINWEISE ZU DEN EINZELVORWÜRFEN

1. Die Aktivist*innen besetzen seit Februar ein bedrohtes Waldstück im Altdorfer Wald um die geplante Rodung für den Kießabbau zu verhindern. Artikel zur Aktion: hier

2. Die Aktivist*innen kletterten auf die Mehrzweckhalle in Amtzell um dort mit einem Banner ("Stoppt den Klimahöllenplan") gegen den aus ihrer Sicht nicht zukunftsfähigen Regionalplanentwurf zu protestieren.
Währenddessen stimmte der Gemeinderat-Amtzell in der Mehrzweckhalle über den Entwurf ab.
Dieselbe Form von Aktion wurde einige Tage später auch bei der entsprechenden Sitzung des Gemeinderats in Weingarten durchgeführt. Artikel zur Aktion: hier

3. Die Aktion an der Hochschule stieß den Prozess an, ungenutzte Hörsäle im Winter nicht unnötig zu beheizen. Das hatte zuvor Prof. Dr. Wolfgang Ertel über zehn Jahre lang erfolglos versucht.
Artikel zur Aktion: hier

4. Bei der Baumbesetzung in der Bachstraße wird den Aktivist*innen vorgeworfen, Vögel so sehr gestört zu haben, dass sie ihre Brut nicht mehr versorgten. "Tatsächlich zeigten sich die Vögel von unserer Hängematte sichtlich unbeeindruckt und flogen immer wieder ein uns aus", so Bosch. Ein von einem Anwohner am 18. Mai aufgenommenes Video belegt, dass sich die Vögel auch nach der Aktion weiterhin ihre Brut versorgten und normal verhielten. Artikel zur Aktion: hier

5. Bei der Aktion in der Kiesgrube handelt es sich aus Sicht der Aktivist*innen nicht um Hausfriedensbruch. Ihrer Ansicht nach ist das Betreten von offenem Gelände ist erlaubt und das Entfernen des Banners durch die Arbeiter*innen der Kiesgrube dauerte wahrscheinlich nur wenige Sekunden. "Warum werden überhaupt Aktionen verfolgt, die niemanden stören und bei denen niemand zu Schaden kommt?" so Bosch zu den Vorwürfen.  Artikel zur Aktion:hier

 

FOTOS UND VIDEOS

 

Fotos und Videos der betreffenden Aktionen, Scans der Strafbefehle sowie das Beweisvideo zu dem Brutkasten in der Bachstraße, alle zur freien Verwendung, gibt es auf:

    https://www.speicherleck.de/iblech/stuff/.bosch-strafverfahren/

 

KONTAKT

 

Samuel Bosch: +49 15908156028

Klaus Schulz (Rechtsanwalt): +49 1515 6988228 

Ingo Blechschmidt: +49 176 95110311

Warum ist Solartechnik immer noch rar?

Und noch ein guter Film:

SWR odysso    hier

Klimaschonender Strom aus Solarzellen soll dabei helfen, den Klimawandel zu bekämpfen. Doch die Frage ist, hat Fotovoltaik das Potenzial, die Energie der Zukunft zu werden. Mittlerweile wurde die Förderung von Solarstrom sogar Politisch ausgegrenzt. Durch die Auslagerung der Herstellung von Anlagen vernachlässigt die Bundesregierung neben der Entwicklung von erneuerbaren Energien auch einen zukünftig wichtigen wirtschaftlichen Markt. In Deutschland fehlt klar die Förderung von Solarenergie, doch wieso? Axel Wagner geht dieser Frage auf den Grund.

In der Schwäbischen Zeitung erschien ein Leserbrief unter der Überschrift
„Altdorfer Wald hat keine Lobby“
Zum Bericht „Gigantischer Windpark für Oberschwaben“ (SZ vom 22. Oktober)

Meine Meinung: Die Diskussion um Windkraft wird hart geführt, insbesondere im Altdorfer Wald. Das erstaunt niemanden, denn natürlich ist jeder Wald und jeder Boden grundsätzlich schützenswert. Und dennoch: Wir haben den Klimawandel, der noch sehr viel mehr Potential zur Zerstörung in sich trägt als die Windkraft- wo kann dem denn entgegengewirkt werden? Was ist verträglich? Und vor allem: wie schnell kann das umgesetzt werden? Ich glaube, da muss jeder tatsächlich ganz schön hart mit sich selbst ringen, wenn er will, dass das Beste erreicht werden kann. Wir durchlaufen entscheidende Jahre und die ablaufende Zeit stellt uns vor riesige Herausforderungen und Umdenkprozesse. Polemik ist da einfach fehl am Platz - auf allen Seiten.

Was wollen wir unserem Altdorfer Wald, das größte zusammenhängende Waldstück Oberschwabens, unserem wertvollsten Trinkwasserspeicher in der Region, unserem Naturkleinod noch alles antun. Es reicht wohl nicht, dass wir unseren Trinkwasserspeicher durch Kiesabbau gefährden. Nun sollen 1370 Hektar der insgesamt 8200 Hektar Waldfläche für 90 gigantische Windkraftanlagen, die eine Nabenhöhe von 180 Meter, also höher als das Ulmer Münster, haben, geopfert werden.

Es wird im Artikel behauptet, Windkraft sei für den Wald weniger belastend, weil kein Boden abgetragen wird. Dies ist eine unglaubliche Falschaussage und Irreführung der Bürger. Windkraftanlagen von dieser Größe brauchen Betonfundamente von der Größe eines Fußballfeldes, damit sie überhaupt stehen können. Dafür müssen riesige Flächen gerodet und betoniert werden. Es kommt zwar dann eine dünne Erdschicht darüber, auf der dann ein paar niedere Gewächse wachsen, aber der Boden und seine Filterkraft sind für immer zerstört! Und um diese Windkraftanlagen zu bauen und zu warten, müssen Schneisen mit breiten Fahrwegen von der Breite einer Bundesstraße in den Wald geschlagen werden, damit die Lkw die gigantischen Rotorblätter von bis zu 80 Meter Länge an Ort und Stelle transportieren können.

Baden-Württemberg ist nun mal kein Windkraftland. Wir haben mehr Sonne und mehr Flüsse als in den übrigen Bundesländern. Daher muss bei uns die Wasserkraft und die Solarenergie ausgebaut werden. Nur weil es jetzt die Technik möglich macht, aus einem lauen Lüftchen in größter Höhe Energie zu gewinnen, können wir nicht Wälder auf unseren Höhenrücken abholzen. Eine fundamentalistische Ideologie einer Umweltpartei, die in Baden-Württemberg von zwei Dritteln der Einwohner und in ganz Deutschland von 85 Prozent nicht gewählt wurde, zwingt uns nun eine unsinnige Windkraftpolitik auf, nur mit dem Ziel, 1000 Windkraftanlagen zu bauen, egal ob hier ein Wind weht oder nicht. Der Wald hat hierbei keine Lobby! Die Energiewende hat unbestritten allergrößte Dringlichkeit, aber bitte mit den Ressourcen, die vor Ort sind, also Sonne und Wasserkraft. Politische Ideologie und Profit der Investoren, die hierbei staatlich gefördert werden, haben hier nichts zu suchen.

Dr. Frank Kirchner, Vogt


und nun die Überlegungen  von einer Klimaaktivistin dazu

Als Studentin von Energie- und Umwelttechnik kann ich zu den Fakten beitragen, dass auch die Nutzung von Wasserkraft und Sonnenenergie (in Form von Solarparks), problematisch ist und nicht weniger Gegner hervor bringt, als Windkraft im Altdorfer Wald.

(Fast) alle Arten der Energieerzeugung greifen in die Natur ein.

Neue Wasserkraftwerke sind wegen Umweltauflagen in Deutschland nahezu unmöglich.

Die Stadt Wangen hat deshalb zum Beispiel alte Kraftwerke modernisiert und wieder in Betrieb genommen, was ein super Schritt in die richtige Richtung ist, aber für eine Landesweite Energiewende nur ein winziger Schritt.

Ob andere Windkraft Standorte Umweltverträglicher sind als im Altdorfer Wald, kann ich nicht beurteilen, dafür habe ich nicht genügend Informationen.

Mir wäre aber wichtig, Alternativen zu diskutieren, statt nur zu sagen "hier nicht". 

Denn irgendwo muss die Energie am Ende erzeugt werden, auch wenn es erneuerbare Energie ist.

 Aufgespießt

 "DAS KLIMA LÄSST  N I C H T  MIT SICH VERHANDELN"

(arte, 21.10.2021, 3 min)

Sehenswert!  hier


Spiegel hier von Viola Kiel

Neue Studie
Der Ölkonzern Total wusste seit 1971 von der Klimakrise

Shell, Exxon und BP wussten Bescheid. Nun zeigt eine Studie: Im französischen Konzern Total Energies wusste man ebenfalls seit Jahrzehnten von den Gefahren des Klimawandels – was zu unterschiedlichen Reaktionen führte.

 

Rote Liste - Fotos: Marcus Bosch

 

 

 

 

NABU-News

 

 

 

 

 

 

22. Oktober 2021

 

 

 

 


 

Leider habe ich in dieser Woche keine guten Nachrichten für Sie. Die neu veröffentlichte Rote Liste für Vögel in Europa zeigt: Es ist schlecht bestellt um sie. Immer mehr Vögel werden immer seltener in Europa. Fast jede dritte Art hat in den letzten fünf Jahren in ihrem Bestand abgenommen, jede fünfte Art gilt als bedroht.

Auch der oben zu sehende Rotschenkel war einst häufig auf Feucht- und Salzwiesen zu entdecken – nun gilt er als gefährdet. Wie viele andere Arten hat auch er vor allem mit dem Verlust und der Zerstörung seines Lebensraums zu kämpfen.

Mehr zur Roten Liste hier

 

 

Nicht zum letzten Mal wird deutlich: Das Artensterben ist schon längst hier. Jetzt ist die Zeit, es noch zu stoppen. Das muss auch den Verhandelnden von SPD, Grünen und FDP klar werden. Wir fordern einen Koalitionsvertrag mit echtem Natur- und Klimaschutz.  

 

Dienstag, 26. Oktober 2021

Klimawandel könnte Deutschland 730 Milliarden Euro kosten

 Spiegel  hier  Auszüge in blau

Studie zu wirtschaftlichen Folgen 

Sollte Deutschland den Kampf gegen die Erderwärmung nicht schnell aufnehmen, drohen laut einer Studie Jahrzehnte geringeren Wachstums und hoher Arbeitslosigkeit. Doch auch die Gegenmaßnahmen haben ihren Preis. 

Die deutsche Wirtschaft könnte in den kommenden 50 Jahren durch den Klimawandel Schäden in Höhe von 730 Milliarden Euro erleiden, wenn die Politik, Wirtschaft und Bevölkerung nicht rechtzeitig gegensteuern. Davor warnt das Deloitte Economics Institute. Ohne entschiedenes Gegensteuern werde die Temperatur weltweit um drei Grad steigen, heißt es in einer Studie vor der Weltklimakonferenz in Glasgow, die an diesem Wochenende beginnt.

Lobbycontrol: Mit Riesenschritten zu mehr Lobbytransparenz

politischen Gegenwind sind wir ja gewohnt – doch das Sturmtief Ignatz, das letzte Woche über Deutschland fegte, hätte uns beinahe aus dem Konzept gebracht. Für einen Moment sah es so aus, als müssten wir unsere zum Start der Koalitionsverhandlungen geplante Aktion zur Lobby-Fußspur absagen. Was würde passieren, wenn die riesigen Fußabdrücke aus Pappe, die wir vor dem Bundestag auslegen wollten, einfach wegfliegen? Würden wir unser Forderungs-Banner bei Böen von über 80 km/h noch festhalten können?

Wir haben uns dann doch getraut, auf der Wiese vor dem Reichstagsgebäude Stellung bezogen – und den Kampf mit dem Sturm gewonnen. Trotz der widrigen Umstände hatten wir viel Spaß bei der Aktion – und bedanken uns herzlich bei allen Mitgliedern der LobbyControl-Gemeinschaft, die sie durch ihre tatkräftige Teilnahme oder durch eine Spende möglich gemacht haben. Ein kurzes Video und Fotos können Sie auf unserer Webseite anschauen:

Jetzt Aktionsvideo anschauen

Aktion Lobby-Fußspur

Wie geht es jetzt weiter? Die Koalitionsverhandlungen werden in 22 Arbeitsgruppen geführt, für Lobbytransparenz ist die Arbeitsgruppe „Moderner Staat und Demokratie“ zuständig.
Wir werden auf die Verhandlungsteams von SPD, Grünen und FDP aktiv zugehen, um mit ihnen ins Gespräch zu kommen und die Dringlichkeit unserer Anliegen zu unterstreichen. Dabei wollen wir auch über 17.000 Unterschriften unter unseren Appell übergeben und daran erinnern, dass sich 52 zivilgesellschaftliche Organisationen ebenfalls hinter unsere Forderungen gestellt haben. Unser Ziel ist klar: Konkrete Maßnahmen für Lobbytransparenz gehören in den Koalitionsvertrag!

Sie kennen Menschen, die unseren Appell noch nicht unterzeichnet haben? Dann leiten Sie ihnen doch einfach diese Email weiter, mit Klick auf den folgenden Button kann auch jetzt noch unterschrieben werden. Jede Stimme ist wichtig!

Hier Appell für ein Lobbyregister unterzeichnen

Es wird spannend: Am 4. November trifft sich die Demokratie-Arbeitsgruppe der Ampelparteien, um über Lobbytransparenz und Parteienfinanzierung zu beraten. Während sich SPD und Grüne schon vor der Wahl für schärfere Regeln stark gemacht haben, hält sich die FDP bisher dazu bedeckt. Als Regierungspartei stand sie bei dem Thema meist auf der Bremse, zeigte sich in den letzten Jahren jedoch aufgeschlossener für Reformen.

Nun wird das zuständige FDP-Team von Konstantin Kuhle geleitet, dem bisherigen innenpolitischen Sprecher der Bundestagfraktion. Für die Grünen ist deren parlamentarische Geschäftsführerin Britta Haßelmann federführend, die SPD schickt den früheren NRW-Justizminister Thomas Kutschaty an den Start. Und wir von LobbyControl bleiben für Sie am Ball.

"Klimaschutz ist kein Verbrechen"

Pressemitteilung Mahnwache

Donnerstag 28. Oktober 2021 I 8:15 – 9:00 Uhr /Herrenstraße 43, Ravensburg

Mit einer zweiten Mahnwache solidarisieren sich Klimaschützer*innen aus Ravensburg und dem Altdorfer Wald mit einem der stadtbekannten Klima-Aktivisten, der sich in mehreren Verfahren erklären muss. In der Hauptsache geht es dabei um Vorwürfe im Zusammenhang mit dem Versammlungsgesetz.

Mit ihrer Präsenz treten die Anwesenden erneut gegen die generelle Kriminalisierung der Klimaproteste der vergangenen Monate ein: "Wie Ende August, als wir zuletzt hier standen, hoffen wir auch heute auf einen guten Ausgang der Verhandlung", so Simone Meinhard, aus Ravensburg.
Am 27. August wurde bekanntlich das Verfahren gegen Samuel Bosch, das die Stadt wegen angeblicher Verstöße gegen Corona-Bestimmungen im Zuge einer Baumbesetzung angestrengt hatte, eingestellt. Die Verfahrenskosten wurden der Stadt Ravensburg in Rechnung gestellt.

Meinhard betont, "trotz des immer realer drohenden Klimakakollaps engagieren wir uns mit friedlichen Mitteln für eine lebenswerte Zukunft." und so Meinhard weiter: "Anstelle Klimaaktivist*innen und deren Unterstützer*innen mit konstruiertenTatbeständen in eine kriminelle Ecke zu stellen, sollten die Verantwortlichen in Politik und Verwaltung endlich überlegen, wie sie junge Menschen für konkrete Maßnahmen für mehr Klimagerechtigkeit gewinnen könnten!"

"Unsere Proteste könnten wir sofort einstellen, wenn die große und kleine Politik in unserem Land endlich effektive Maßnahmen gegen den fortschreitenden Temperaturanstieg unternehmen würde" ergänzt der 18 jährige Tim Meyer. "So lange undurchsichtige Interessen der Politiker wissenschaftlich begründeten Notwendigkeiten im Klimaschutz verhindern, solange werden wir mit Aufsehen erregenden aber friedlichen Aktionen auf die Bedrohung unserer Zukunft hinweisen."

Mit Ihren Protesten gegen den klimaschädlichen Regionalplan und für eine wirksame Begrenzung der Erderwärmung fordern Aktive in und um den Altdorfer Wald seit vielen Monaten ein entschlosseneres Handeln der Politik, von regionalen Verwaltungen und der Wirtschaft ein. Mit Banneraktionen, Baumbesetzungen und Demonstrationen nehmen sie nach eigenen Angaben ihre Bürgerrechte in Anspruch, ohne sie zu übertreten."Unsere Mahnwache verdeutlicht, dass wir auch bei den Folgen unserer Proteste solidarisch bleiben," so ein weiterer Teilnehmer. "Wir lassen uns nicht einschüchtern und irgendwann werden nicht wir, sondern die Verantwortlichen vor Gericht stehen, die uns tatenlos und wider besseren Wissens in die Klimakrise führen - Klimaschutz ist kein Verbrechen!"

www.ravenburg.klimacamp.eu

Kontakt: Martin Lang, 0176-41065932

Haslachmühle als Inklusionsdorf: "Ein Großbauprojekt direkt an der Rotach"

 hier  ein kleines Video der Inititiative BÜRGERFORUM Horgenzell

Bezug im Blog: Bericht hier und 2 Leserbriefe hier


Am Standort Haslachmühle der Gemeinde Horgenzell-Hasenweiler soll ein Inklusionsdorf mit einer Ansiedlung von bis zu 400 (Neu)Bürgern (EFH,MFH) und ein Gewerbemischgebiet um, neben und an der Rotach entstehen. Die Rotach gehört zum Rotachtal Bodensee und ist ein ausgewiesenes FFH Gebiet! Infos unter: https://rp.baden-wuerttemberg.de/rpt/ FFH Gebiete sind Europäische Schutzgebiete für Natur und Landschaft. Durch den Schutz ausgewählter Pflanzen- (Flora) und Tierarten (Fauna) sowie deren Lebensräume (Habitate) soll der Artenschwund in unserer Kulturlandschaft gestoppt und die Vernetzung der Lebensräume erhalten werden. https://www.aelf-pa.bayern.de/forstwi... Inklusion, vor allem in dieser Größenordnung, braucht ein angemessenes Konzept, welches alle Beteiligten mit einbezieht. Es ist keine Inklusion EFHs, MFHs und ein Mischgebiet um eine Behinderteneinrichtung herum zu bauen. Die bestehenden Inklusionsorte sind durch die Bebauung bedroht und es wurden noch keine schlüssigen Konzepte für Begegnungstätten und Inklusionsmöglichkeiten erarbeitet. Erst das Konzept, dann die Teilhabe! https://behinderung.org/inklusion.htm

Das BÜRGERFORUM Horgenzell strebt eine nachhaltige Entwicklung Horgenzells und aller Teilorte an. Dies bedeutet, dass die heutige Generation ihr Handeln darauf ausrichten muss, eine intakte und lebenswerte Umwelt auch für zukünftige Generationen zu erhalten. Wir setzten uns ein für ein demokratisches Mitspracherecht bei größeren Planungsvorhaben und für eine Bürgerbeteiligung mit Offenheit und Transparenz auf Augenhöhe. Wir stehen für eine klimafreundliche und zukunftsorientierte Entwicklung und den Schutz unserer ländlich und naturnah geprägten Landschaft. Der Freizeit-, Erholungs-, und Lebenswert in Horgenzell und allen Teilorten soll erhalten und gefördert werden. 


Ihre Mitarbeit und Ihre Ideen sind uns willkommen! Unsere Mailadresse:
buergerforum-horgenzell@gmx.de
Weitere Infos und unsere Unterschriftenliste unter:
https://www.naturpark-rotach.de