Watson hier Artikel von Lena Breuer 24.8.26
Wegen Dürre: Bauern greifen zu drastischen Maßnahmen
Weil es zu wenig Futter gibt, werden einige Tiere frühzeitig geschlachtet. Für Bio-Lebensmittel gibt es neue Vorgaben.
Die 3 Kreise Ravensburg, Sigmaringen und Bodenseekreis haben trotz lauter Proteste keinen zukunftsfähigen Regionalplan bekommen. Wo steht Deutschland, Baden-Württemberg und seine Kommunen aktuell beim Klimaschutz? Welche Möglichkeiten gibt es und wo gibt es Anregungen, die übernommen werden könnten?
Watson hier Artikel von Lena Breuer 24.8.26
Wegen Dürre: Bauern greifen zu drastischen Maßnahmen
Weil es zu wenig Futter gibt, werden einige Tiere frühzeitig geschlachtet. Für Bio-Lebensmittel gibt es neue Vorgaben.
Zeit hier Aus der Kolumne: Fünf vor acht von Samiha Shafy 24. August 2026,
Wetterveränderungen: Hitze? Welche Hitze?
Feuer, Dürren, Tausende Tote: Die Menschen spüren, dass in diesem Sommer etwas Bedrohliches passiert ist. Die Bundesregierung wirkt dagegen seltsam entrückt.
Dr. Christian Spindler, 24. August 2026
Der Klimawandel wird kaum noch geleugnet.
Er wird verwaltet, relativiert und vertagt.
Die Forschung kann das inzwischen zählen – und ich habe daraus ein Werkzeug gebaut.
Allianz pro Schiene e.V.
Deutschland muss bahnpolitisch von seinen Nachbarn lernen
Es reicht nicht immer nur neidisch in Bahn-Vorzeigeländer wie die Schweiz zu blicken und dann erfolgreiche Konzepte hierzulande trotzdem nicht zu übernehmen.
Im Vergleich zu unseren Nachbarländern Luxemburg, Österreich und der Schweiz fällte auf, dass es bei uns nicht nur an einer Stelle hakt, sondern einem direkt mehrere Baustellen ins Auge springen.
Bundesverkehrsminister Bilger hat also einige Stellschrauben, an den er jetzt drehen kann und muss. Es ist höchste Zeit auch hierzulande einen Infraplan nach österreichischem Vorbild einzuführen. Darin werden ganz klar Projekte und Kosten für die nächsten Jahre festgelegt. Dieser Plan wird jedes Jahr weitergeschrieben, ohne Verfallsdatum. Das schafft Struktur und Planungssicherheit – was auch dazu führt, dass man für den Euro Steuergeld mehr Schiene bekommt.
Die Schiene muss nicht neu erfunden werden – es ist Zeit, dass wir von unseren Nachbarn lernen und effiziente, erprobte und erfolgreiche Konzepte übernehmen.
Neue Serie: Dürre ist kein Schicksal – wir haben Lösungen
Die Bilder der letzten Wochen sind alarmierend: ausgetrocknete Böden, sinkende Erträge, gestresste Wälder, trockene Bäche und Flüsse. Vieles wird – zu Recht – mit dem Klimawandel erklärt.
Aber das ist nur ein Teil der Geschichte.
ZFK / LinkedIn
Der Bundestag hatte die Bundesregierung aufgefordert, bis Juni 2026 ein Ausbauziel für #Abwasserwärme festzulegen und ein Beschleunigungsgesetz zu erarbeiten.
Die Frist verstrich ohne Ergebnis. Das Bundeswirtschaftsministerium sieht laut einem Ministeriumssprecher derzeit keine regulatorischen Hemmnisse in Bundesgesetzen und hält ein eigenes Gesetz für nicht erforderlich.
Martin Jendrischik
250 Megawatt Leistung. Rund 500 Megawattstunden Kapazität. Sechs Monate Bauzeit.
Am 13. August hat Münch Energie bei Leuna/Krumpa im Saalekreis den größten derzeit in Betrieb befindlichen Batteriespeicherverbund Deutschlands eingeweiht, unweit von Merseburg und dem Chemiepark Leuna. Ministerpräsident Sven Schulze war dabei.Fünf Teilanlagen, eigene Umspannwerke mit 300 Megavoltampere Anschlussleistung, vollständig privatwirtschaftlich finanziert, ohne staatliche Förderung. Der Ausbau auf 800 Megawattstunden soll noch 2026 folgen.
Ich bin immer wieder begeistert von den Beiträgen von Thomas Reinsch. Er schafft es immer wieder, hinter das Offensichtliche zu schauen, vorbei an fremdbestimmten Narrativen, die uns in eine bestimmte Richtung drängeln wollen. Und schenkt uns dadurch eine neue Perspektive.
Thomas Reinsch LinkedIn 22.8.26Warum müssen Menschen länger arbeiten wollen?
Die Diskussion über die Zukunft der gesetzlichen Rente wird derzeit vor allem als finanzielle Notwendigkeit geführt. Die Gesellschaft altert, die Zahl der Rentnerinnen und Rentner steigt, während die Zahl der Beitragszahler relativ dazu zurückgeht. Also, so die Schlussfolgerung, muss länger gearbeitet werden.
Welch ein trauriger Auftakt des wieder aufgetauchten Kanzlers: Man glaubt ihm rein gar nichts mehr.
Das eigentliche Problem ist immer wieder, dass Merz und viele in seine Partei die Tragweite der "grünen" Klimaproblematik einfach nicht verstehen können. Er denkt, mal vorne hin stehen und paar Sätze sagen - wutsch Problem gelöst, ab zum nächsten Punkt. Dabei hat er noch nicht mal an der Oberfläche gekratzt und weiß rein gar nichts über das Thema.
Ist ihm ja auch egal, er braucht diesen grünen "Quatsch " doch nicht, der große Wirtschaftskenner.
Blöd nur, dass sich immer mehr zeigt, dass seine viel beschworene Wirtschaftskompetenz auf Sand gebaut ist. Man kann immer mehr sehen, dass Wirtschaftskompetenz nur dann gegeben sein kann, wenn man gleichzeitig in der Lage ist die planetaren Grenzen und die gegebenen Sicherheitsbedingungen wahr zu nehmen. Ein weiterer Blickwinkel also, als ihn Merz je haben wird.
„Wir werden alles tun, um den Klimawandel zurückzudrängen"
Bundeskanzler Merz hat am Samstag in Hürtgenwald Einsatzkräften gedankt, die den bislang schwersten Waldbrand in der Geschichte des Bundeslandes erfolgreich bekämpft haben. Neben dem Dank betonte Merz: „Das ist der Klimawandel", und wandte sich ausdrücklich an Klimawandel-Leugner. Doch weitere Worte lassen erahnen: Es ist weiterhin in erster Linie Rhetorik.
Helft mir mal: Für wen wird hier eigentlich Wirtschafts- und Energiepolitik gemacht? Ich versteh's nicht mehr...
Nicht für Privathaushalte. Nicht für eine Autoindustrie, die gerade ums Überleben kämpft und einen stabilen Rahmen für ihre Transformation braucht statt neuer Hürden.
Was hat meine Großmutter mit den Bränden in der Eifel, im Hohen Venn zu tun?
Sie hieß Oma Sini (kurz für Gesine). Sie lebte weit entfernt von der Eifel auf einem Hof im Emsland. Brualer Moor heißt die kleine Siedlung.
Doch schon in meiner Kindheit war von diesem Moor nichts mehr übrig, entwässert und abgetorft, zur Weideland und Acker umgepflügt.
egal ob in Österreich oder in Deutschland oder sonstwo in der Welt..
Lukas Pawek / LinkedIn 21. 8.2026Jede freie Minute bin ich mit meiner Frau in unserem Garten im Weinviertel Hoffentlich wird's nicht bald zu "Steppenviertel" umbenannt.Mein Mitgefühl gilt den Landwirt:innen, die hier existenzbedrohende Schäden erleiden. Es gibt aber eine unausgeschöpfte Geldquelle, mit der diese Verluste bezahlt werden könnten. Damit wir allerdings nicht jedes Jahr für steigende Verluste zahlen, wäre es vielleicht an der Zeit, diese Katastrophengelder an Bedingungen zu knüpfen?
Dürreförderung als Dauersubvention?
Österreich ist stolz auf einen hohen Grad an Nahrungsmittelselbstversorgung. Damit wir diesen auch erhalten, wäre jetzt DIE Chance, Landwirtschaftsförderungen an wassersparende Maßnahmen und einen Agri-PV Ausbau zu knüpfen. Eine Ansichtssache von OEKONEWS-Gründer Lukas Pawek
Die aktuelle CAPRI-Studie des NABU zur Ernährungssicherheit macht für mich deutlich: Wir brauchen einen ehrlichen Austausch über die Zukunft der Agrarpolitik und wofür öffentliches Geld ausgegeben wird.
Lieferkettengesetz unter Druck
Was nutzt ein Gesetz zur Schutz von Menschenrechten und bestimmten Umweltstandards in globalen Lieferketten, wenn sich die zuständige Ministerin auch hier wieder als Lobbyistin der Wirtschaft aufspielt und die Ausführung plus Umsetzung sabotiert, unter anderem durch künstliche Personalknappheit?
Diese Ministerin arbeitet konsequent gegen die Bevölkerung und nach meiner Empfindung auch gegen die eigene Regierung. Oder hat sie dafür die stillschweigende Zustimmung von ihrem Chef?
Spektrum hier RiffReporter Podcast von Karl Urban und Marcus Anhäuser 20.8.26Wie retten wir Deutschlands letzte Graslandschaften, Christian Schwäge
Gesa Steeger
Deutschlands Flüsse trocknen nicht „plötzlich“ aus – wir sehen gerade das Ergebnis einer jahrelangen Entwicklung.
Für unsere aktuelle Recherche bei CORRECTIV haben wir356 Messstellen an deutschen Flüssen ausgewertet – auf Basis von Daten aus dem Niedrigwasser-Portal der Bundesregierung. Was mich dabei selbst überrascht hat: wie deutlich und flächendeckend der Rückgang bereits ist.
Zeit hier Quelle: DIE ZEIT, dpa, jtr 20. August 2026,
Weltweiter Absatz von E-Lkw und E-Bussen fast verdoppelt
Einer Untersuchung zufolge wurden im Jahr 2025 rund eine halbe Million E-Busse und -Lkw verkauft. Die meisten Verkäufe entfielen auf China.
Ich bin immer wieder fasziniert vom Begriff der "Volkspartei". Was verbirgt sich dahinter, was macht sie aus? Vielleicht war das lange Zeit ein Erfolgsrezept - eine Partei mit vielen verschiedenen Strömungen, die sich gegenseitig in Schach hielten um keinen Extremen zu verfallen.
Das war sicherlich ein Garant für Beständigkeit, für Fortschritt und Transformation wohl eher nicht.
Heute noch von einer Volkspartei der CDU zu sprechen, das kommt mir komisch vor, denn man hört ja nur noch von einer Stoß-Richtung. Und selbst die ist manch einem der lautesten Schreier noch nicht stark genug vertreten.
Nur: was macht der Rest? Aus reiner Gewohnheit oder Bequemlichkeit noch eine Zeit lang mitziehen, sich erst mal ducken, um dann still und leise abzuwandern bei Gelegenheit?
Da scheint mir das Konzept "Volkspartei" so ziemlich am Ende zu sein, es wäre wohl an der Zeit, dieses aus dem Vokabular zu streichen.
Werner Koller, LL.M.
Die deutsche Parteienlandschaft ist einerseits geprägt von einem Schrumpfen und Vergreisen der Volksparteien sowie andererseits einem starken Zuwachs bei der Linken, den Grünen und der AfD.
Constantin Zerger DUH 19.08.2026
Reiche macht mit Subventionen für Gaskraftwerke Geschäftsmodelle von Batterien und Erneuerbaren kaputt.
Dagegen haben wir mit Green Planet Energy eG EU-Beschwerde eingereicht.
Bis zu 33 Milliarden Euro über 15 Jahre will Katherina Reiche im Rahmen des StromVKG für neue Kraftwerkskapazitäten bereitstellen. Angeblich technologieoffen.
Wir vergleichen Stromtechnologien normalerweise nach den Kosten. Doch da die Stromnachfrage sich beschleunigt, ist es jetzt auch wichtiger, wie schnell sie gebaut werden können.
Die Unterschiede sind erheblich.
Solarenergie im Netzmaßstab kann typischerweise innerhalb von Monaten gebaut werden, während Onshore-Wind etwa ein Jahr und Offshore-Wind etwa zwei Jahre benötigen. Am kleineren Ende kann dezentrale Solarenergie innerhalb weniger Tage installiert werden.
Solar knackt 3 Terawatt: Warum Atom-Fans jetzt nervös werden
Die Welt hat einen historischen Energie-Meilenstein erreicht: Weltweit sind inzwischen mehr als drei Terawatt Photovoltaik-Leistung installiert.
Thomas Reinsch
Nur eine Empfehlung --> den Beitrag von Maximilian in Ruhe einmal (besser zweimal) lesen
und sich dann die Frage stellen, trifft dies möglicherweise auch noch für andere Bereiche des sozialen Zusammenhalts, der gesellschaftlichen Entwicklung zu.Maximilian Runge-Segelhorst
Alle reden davon, dass unsere Sozialsysteme "finanziert" werden müssen. Aber stimmt das überhaupt?
Guenter "Ulv" Lintzen / LinkedIn
Wer schlau war, ist von Gas und Öl weg.
Die meisten Mieter hatten keine Wahl.
Da die korrupte deutsche Politik fossile Heizungen fördert und Vermieter nicht bestraft, die nicht sanieren. Ölheizungen wurden nun bis 2045 von der CDU/ SPD erlaubt. Unglaublich. Zahlen muss der Mieter diese Zeche. Der Vermieter hat sicher ne Wärmepumpe in seiner Villa. In Dänemark sind fossile Heizungen seit 15 Jahren verboten.
FAZ hier Von Patrick Welter 17.08.2026,
Der kommende Winter könnte den Euroraum härter treffen als Dürre und Hitze
Die Hitzewellen dürften das Wachstum nur bedingt belasten. Auch den Energiepreisschock im Zuge des Irankriegs hat die Wirtschaft im Euroraum gut verkraftet. Risiken konzentrieren sich zunehmend auf die Energie im kommenden Winter.
Zeit hier Ein Kommentar von Dr.Stefan Schmitt 17. August 2026
Wer wird denn da gleich handeln wollenIch bin begeistert! Welch eine schöne Idee! Warum wurde die bei uns nicht schon lange aufgegriffen? Das ist genau das, war unsere Gemeinschaft dringend braucht! Natürlich für die Klimakrise, aber für viele andere Krisen auch. Dieses Zusammenspiel, dieses Miteinander und diese Seriosität ist genau das , was bei der jetzigen Regierung so schmerzlich vermißt wird.
Euronews hier
„Ein Geheimnis geteilt“:Update 19.8
GermanZero
Guter Vorstoß, liebe SPD, aber Klimaanpassung allein reicht nicht! Auch wenn wir den Vorstoß der SPD begrüßen, ist klar, es muss endlich etwas passieren.
Der Klima-Aktionsplan, den mehrere SPD-Bundesminister:innen vorgelegt haben, und die Forderung, die „Gemeinschaftsaufgabe Klimaanpassung und Naturschutz“ im Grundgesetz zu verankern, klingen auf den ersten Blick gut. Allerdings reicht eine Klimaanpassung nicht, wenn parallel der Klimaschutz radikal zurückgedreht wird.
Denn ohne eine konsequente Klimapolitik, die den CO2-Ausstoß radikal senken kann und Klimaneutralität ermöglicht, bleibt Klimaanpassung nur ein Tropfen auf dem heißen Stein.
Alfred R. Krappel 18. August 2026
Ampel am Galgen: Mit dieser Vorrichtung am Traktor fuhr ein niedersächsischer Landwirt nach Berlin. (Quelle: LsV Wesermarsch, t-online)
Drei Millionen Tonnen Getreide verdorrt. Der Bauernverband fordert: billigeren Diesel.
Daniel Mautz
Ein Mensch mit einem Feuerzeug ist offenbar leichter zu verurteilen als jahrzehntelange politische Untätigkeit beim Klimaschutz.
NRW-Innenminister Herbert Reul nennt den mutmaßlichen Verursacher des größten Waldbrands in der Geschichte des Bundeslandes einen Idioten.
Landschaften gegen die Dürre - Stalins „Großer Plan zur Umwandlung der Natur“ und seine Lehren für heute
Ich habe immer wieder Geschichten und Zahlen zu Stalin's großen Wiederaufforstungsprojekten in der UdSSR bzw. in der Ukraine gehört, und wie dies beigetragen hat u.a. den Grundwasserspiegel wieder anzuheben.
Peter Jelinek / LinkedIn
Die Folgen der Klimakrise (und des Wetterphänomens El Niño) sind im eigentlichen Sinne nicht politisch.
Sie sind lediglich physikalische Gesetzgebungen, vor denen uns eine Reihe an Klimaforscher*innen konstant seit den 1980er Jahren warnen.
Das Schweigen des Kanzlers und des EU-Rates – und folglich auch der EU-Kommission – wiederum schon.
Kein Hitzegipfel in Berlin oder Brüssel, nicht einmal ein Notfalltreffen zur kürzlich aufgetretenen Stromkrise in Ungarn oder Rumänien oder zur sich anbahnenden historischen Ernteausfällen, die preislich früher oder später in den Backstuben und damit den Verbraucher*innen landen werden.
Aber es passt zur Zeit und eben jene Zeit müssen wir uns genauer anschauen, um zu verstehen, wieso das Schweigen so groß wie die derzeitigen Folgen der Klimakrise ist.
Der neue Klimabericht aus Brüssel hier
Peter Jelinek 16. August 2026
Wie aus dem Klimanotstand die Kettensäge wurde
... denn mit diesem nun nochmals als verfassungswidrig eingeschätzten Netzpaket werden bereits genehmigte und im Bau befindliche Investitionen v.a. in Windkraft plötzlich zunichte gemacht.
Von 71 Mrd Euro Investitionsvolumen reden Branchenkenner.
Das neue Rechtsgutachten des Bundesverband WindEnergie e.V. zeigt nun auf, dass das verfassungswidrig ist:
"Die Bundesregierung greift in geschützte Rechtspositionen von Vorhabenträgern ein, die ihre Projekte bereits jahrelang planen und teilweise bereits Genehmigungen und Zuschläge erhalten haben. "
Angesichts der aktuellen Forderungen des Deutscher Bauernverband e.V. möchte ich mal den Landwirt Martin Jucker mit den Worten zitieren, die er mir für mein Buch "Regenerative Wirtschaft" gesagt hat:
"Wir haben immer großen Wert darauf gelegt, langfristig zu denken. Wir sind hier die fünfte Generation, und der Hof soll noch für viele Generationen erhalten bleiben.
Da bringt es nichts, in 5-Jahres-Zyklen zu planen. Ich bin überzeugt, dass wir mittelfristig mit weniger Aufwand mehr Ertrag erwirtschaften werden.
Wir haben den degenerativen Prozess umgekehrt, bauen wieder fruchtbare Böden auf und schaffen ein insgesamt resilienteres Produktionssystem.
Kritische Infrastruktur endet nicht an der Landesgrenze
Rumäniens Kernkraftwerk Cernavodă musste wegen des historisch niedrigen Wasserstands der Donau heruntergefahren werden. Damit fehlte zeitweise eine Anlage, die normalerweise rund 20 Prozent des rumänischen Stroms erzeugt.
Unterstützung kam aus Bulgarien: Dort aufgebaute Batteriespeicher nahmen tagsüber überschüssige Solarenergie auf und stellten sie in den kritischen Abendstunden auch den Nachbarländern zur Verfügung.
Baggern für das Klima
Wir brauchen mehr Wasserrückhalt in der Fläche - sei es über Humusaufbau in landwirtschaftlich genutzten Böden sowie im Wald, über Rückstau von Drainagen und Gräben, über Agroforst und Keyline Design, Wiedervernässung von Mooren und auch Auen, oder über neue Retentionsflächen.
Die Einschläge kommen näher: Wenn Südeuropa brennt, fragen wir uns ja nur, wo wir nun alternativ Urlaub machen oder ob der Heimflug noch geht. Aber was ist, wenn´s daheim lodert?
Köln in der Klimafalle: Die Lebensader der Stadt, der Rhein, trocknet immer weiter aus.
Und nun beginnt es im Eifler Umland zu brennen.
Plötzlich ist der Klimawandel kein Problem mehr für Staaten und Regionen, in denen es im Sommer schon immer heiß und trocken war, oder deren Landflächen knapp über oder sogar unterhalb des Meeresspiegels liegen.
Ist Klimaanpassung wirklich nur die kleine Schwester von Klimaschutz? Wird das Wort Anpassung (es suggeriert Symptombekämpfung) dem Inhalt tatsächlich gerecht? Ich bin überzeugt, dass da viel mehr drin liegt.
Ein neuer Umgang mit Wasser in der Landschaft ist nicht nur unausweichlich, sondern schafft reale, konkret erlebbare Verbesserungen.
Wenn wir vom Verzweifeln ins Handeln kommen, treffen wir vermehrt auf Verbündete und offene Türen und lassen die Apathie und unser krisengeplagtes, verunsichertes Mindset hinter uns. Und es gibt so viele Handlungsmöglichkeiten und Synergien, die motivierend und erreichbar sind.
Niels Werdenberg LinkedIn
Wir brauchen mehr Wasserbäuerinnen.
Wenn die Niederschläge dann wieder kommen, müssen wir sie in der Fläche bremsen, sie versickern lassen, Böden und Grundwasser sättigen, und erst den Überschuss, möglichst zeitverzögert dann in die Gewässer leiten. Hier ist v.a. die Landwirtschaft gefragt.
Jürg Vollmer / LinkedIn Aug. 11, 2026 (Schweiz)
Das Wasser soll nicht von Feld und Wiese abfliessen.
Das «Slow Water»-Projekt will es bremsen und speichern.
https://www.food-revolution.info/p/trockenheit-duerre-2026-slow-water
Ich muss ganz provokativ fragen: An welcher Stelle kann man bitte erkennen, dass CDU und SPD einen Plan zum Klimaschutz verfolgen? Der Umweltminister, der sich nie durchsetzen kann, nun gut - aber sonst?
Thomas Frey/dpa : Die lagen mal im Wasser: Sportboote im Hafen von Koblenz-Ehrenbreitstein.Christoph Bals / Germanwatch
Lesenswerter Kommentar von Michael Bauchmüller, Süddeutsche Zeitung :
„Was in Deutschland und Europa gerade passiert, wird auch AfD-Wählern nicht entgehen: wenn Autobahnen wegen Waldbränden gesperrt werden. Wenn der Elbpegel bei Magdeburg mittlerweile noch bei 37 Zentimetern liegt. Wenn Maisfelder nicht mehr grün sind, sondern hellbraun. Wenn der Opa nur mit Not Hitzewelle um Hitzewelle übersteht, oder der Hitze gar zum Opfer fällt; wie jene 12 500 Menschen, die nach Zahlen des Robert-Koch-Instituts bis Anfang August daran starben. Das könnte doch manchem zu denken geben, ob nicht diese „Klimareligion“ vielleicht doch mehr ist als eine Glaubensfrage.
Daniel Mautz / LinkedIn
Schleimklumpen, Rekordtiefs, tote Saison.
Am Bodensee ist alles ganz normal.
Juli 2026. Grün-braune Schleimklumpen treiben auf dem Wasser in Lindau. Das Gesundheitsamt warnt vor dem Baden, weil Cyanobakterien sich in den überhitzten Flachwasserzonen explosionsartig vermehren.
Skepsis aus der Union nach Vorschlag von Bundesumweltminister Schneider zu Grundgesetzänderung zu Klimaanpassung
Der Vorstoß von Bundesumweltminister Schneider, die Klimaanpassung als Gemeinschaftsaufgabe des Staates in das Grundgesetz aufzunehmen, sorgt für unterschiedliche Reaktionen. Kritik kommt aus der Union.
Aktionsprogramm hier
Moore wieder vernässen, Flussauen renaturieren, Wäldern mehr Resilienz verleihen – Das Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN) will das Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz in einer neuen Fassung vorstellen.
Hier der Entwurf. Genau zum richtigen Zeitpunkt.
Ich habe einen Blogbeitrag für den Naturschätze Retten Blog des NABU geschrieben, der einen guten Einblick in meine aktuelle Arbeit beim NABU gibt. Dort arbeite ich seit Mai zur EU-Wiederherstellungsverordnung (W-VO), die am 18.8 zwei Jahre alt wird.
Die W-VO soll die (trotz teils seit Jahrzehnten geltender umfangreicher Naturschutzrichtlinien) voranschreitenden Abwärtstrends von Biodiversität und des Zustands von Ökosystemen und Arten aufhalten und umkehren.
Hierzu schreibt sie erstmals im Naturschutz verbindliche Ziele und Fristen zur Zielerreichung fest und setzt das Ziel, degradierte Lebensräume und Arten von einem schlechten in einen guten Erhaltungszustand zu versetzen.
Dabei überlässt sie den Mitgliedstaaten aber freie Hand in der Umsetzung.
Thomas Reinsch / LinkedIn
Wenn Politik die Wechselwirkungen nicht mehr sehen will
Über eine Regierung, die Probleme nicht löst, sondern verschiebt
Fast schon lustig ist die Wortwahl des Evonik-Chefs wenn im Zusammenhang der Energiewende-Maßnahmen von "verbranntem Geld" die Rede ist.....
Cleanthinking hier MARTIN JENDRISCHIK 18.7.26Hat die Energiewende nichts gebracht?
Kullmanns Rechnung kippt: 1.000 Milliarden Euro verbrannt, so rechnet Evonik-Chef Christian Kullmann. Hat die Energiewende nichts gebracht? Sein eigenes Interview liefert die Gegenargumente, die Daten des ersten Halbjahrs 2026 auch.
Daniel Mautz 12. August 2026
In Südhessen brennt ein Waldstück zwischen Ober- und Niederrodenbach auf einer Fläche von 55 Hektar.
Die Behörden schicken eine amtliche Warnung an Zehntausende Menschen in der Region um Hanau.
Daniel Mautz / LinkedIn
38 Milliarden Euro Strafe, weil Klimaschutz angeblich zu teuer war
Deutschland hat 2025 seine Emissionen um exakt 0,1 Prozent gesenkt. Null Komma eins.