Der Begriff "Wetter" mutiert zum neuesten Kampf-Narrativ der CDU - Hauptsache man muss den Begriff Klimawandel nicht in den Mund nehmen! Und damit - womöglich - auch noch den Grünen einen Punkt überlassen, siehe Wiebke Winter ganz am Ende.
Lieber Nebelkerzen zünden....Wenigstens solange das halt noch funktioniert - und dann?
Wer will schon so weit vor raus denken, das ist ganz schön anstrengend! Und dann auch noch die vielen Fakten und Hintergründe bedenken..... Lieber ganz schnell irgendwas machen, was für die Bevölkerung nach Lösung aussehen könnte - Wählerstimmen sichern halt. Geld spielt bekanntlich keine Rolle.
Also sorry: Ich fühle mich bei Herrn Bilger nicht in guten Händen aufgehoben...
Ferhat Kacmaz /SPIEGEL-Bestseller-Autor / LinkedIn
Der Rhein steht am Pegel Kaub bei 17 bis 19 Zentimetern – unter dem bisherigen Rekordtief von 2018.
Das klingt nach Wetterbericht, ist aber Industriepolitik
Frachter fahren mit rund einem Fünftel ihrer Ladung, die Kosten pro transportierter Tonne haben sich verdrei- bis vervierfacht, und Chemie, Stahl und Kraftwerke bekommen ihre Rohstoffe nur noch tröpfchenweise.
Deutschland debattiert über KI, Rechenzentren und Standortqualität – und scheitert währenddessen an einer Fahrrinne, deren Vertiefung am Mittelrhein seit 2018 angekündigt ist. (Anmerkung: ob das die tatsächliche Lösung sein könnte siehe unten) Ausweichen auf Bahn oder Lkw funktioniert nicht, weil dort die Kapazität ebenfalls fehlt. Wer Infrastruktur als Kostenposten behandelt statt als Produktionsfaktor, bekommt die Rechnung eben nicht im Haushalt, sondern in der Fabrik.