Sonntag, 23. Juni 2024

Unterschätzen wir extreme Hitze? Was auf Menschen weltweit zukommt

 RND hier Saskia Heinze Mit Material der dpa 19.06.2024

Tote in Saudi-Arabien und Griechenland

Saudi-Arabien, Griechenland, die USA: An vielen Orten weltweit kämpfen Menschen mit Temperaturen weit über 40 Grad Celsius. Solche extremen Hitzewellen werden häufiger und intensiver. Die gesundheitlichen Folgen werden oft unterschätzt. Wie sollten wir uns an das neue Normal im Klimawandel anpassen?

Ein grünes Stromnetz für die EU

Ich bin ein großer Fan der Idee, die Batterien der Elektroautos als Zwischenspeicher zu nutzen. Wieviel Aufwand für breite Stromtrassen durch das Land könnte man damit vermeiden! Und  wie sehr könnten die Bürger von Deutschland davon profitieren! Nicht zuletzt indem sie ihre Stromerträge genau dann ins Netz leiten, wenn diese gebraucht werden.

Daher werde ich bei folgendem Abschnitt ganz unten hellhörig:  "Ebenso wichtig sei es, den tatsächlichen Bedarf richtig einzuschätzen. Was passiert, wenn weniger Wärmepumpen oder Elektroautos eingesetzt werden als geplant? Und was, wenn Elektroautos massenhaft als Stromspeicher funktionieren und Strom auch ins Netz abgeben?..."In diesen Fällen braucht man weniger europäischen Ausgleich", sagt Bradke."

DW hier Andreas Becker  19.06.2024

Ein europaweites Netz für Strom aus erneuerbaren Energien würde beim Erreichen der Klimaziele helfen. Dafür mangelt es aber nicht nur an Geld, sondern auch an Gemeinsinn. Beides ist knapp in der EU.

Noch ist nicht klar, wie sich das Ergebnis der Europawahl auf die Politik der kommenden EU-Kommission auswirken wird - insbesondere auf das Ziel, die EU bis zum Jahr 2050 klimaneutral zu machen.

Fest steht aber: Strom aus erneuerbaren Quellen ist wichtig für das Erreichen der Klimaziele. Und es gibt in Europa Regionen, die sich für bestimmte Formen der grünen Stromerzeugung besonders gut eignen. Um den ganzen Kontinent davon profitieren zu lassen, fehlt allerdings ein europaweites Stromnetz, das den neuen Aufgaben gewachsen ist.

"Die europäische Infrastruktur für Elektrizität ist schon heute sehr gut entwickelt", sagt Kadri Simson, seit 2019 EU-Kommissarin für Energie. "Doch im Zuge der Energiewende wird sich der Stromverbrauch verdoppeln. Wir müssen daher unser Netz modernisieren, damit wir mehr Strom aus erneuerbaren Quellen einspeisen können", so die Estin im Mai zur DW. Derzeit habe Europa erst die Hälfte des Weges geschafft.

Klimakrise: Interaktive Karte zeigt, wie warm es 2080 in Ihrer Stadt sein wird

DER SPIEGEL  hier  22.7.24

Stockholm so heiß wie Kroatien, London wie Bordeaux: Eine Anwendung der Universität Maryland zeigt, mit welchem Klima Großstädte im Jahr 2080 vergleichbar sein werden. Nur für eine Region gibt es keine Vorhersage.

interaktive Karte hier

Berlin könnte sich künftig anfühlen wie die italienische Region Emilia Romagna – und Miami wie Saudi-Arabien: Eine interaktive Karte zeigt jeweils die Stadt oder Region, deren heutiges Klima dem erwarteten künftigen des eigenen Wohnortes am ähnlichsten ist. Der Umweltforscher Matthew Fitzpatrick von der US-amerikanischen Universität Maryland hat die Anwendung »Future Urban Climates« ausgearbeitet.

Die Karte hier zeigt, dass sich Temperatur und Luftfeuchtigkeit nördlicher Regionen durch die Klimakrise bis 2080 Werten angenähert haben könnten, wie sie derzeit für näher am Äquator liegende Kreise typisch sind. Einbezogen sind Daten für mehr als 40.500 Städte und über 5000 Metropolregionen, wie die Universität mitteilte.

Samstag, 22. Juni 2024

Das Konzept des Mieterstroms

Capital Podcast hier 21.06.2024 
Naturstrom-Managerin Sarah Debor

Wie große Mietshäuser zu Energieproduzenten werden

Die Naturstrom AG gehörte in Deutschland zu den Pionieren bei den Anbietern von Ökostrom. Nun will das Unternehmen auch in Mehrfamilienhäusern Ökostrom produzieren. Naturstrom-Managerin Sarah Debor erklärt, warum das so schwierig ist

Hören Sie in der neuen Folge von „Die Stunde Null“ , hier
  • wie das Konzept des „Mieterstroms“ funktioniert,
  • welche Rolle die Statik auf den Dächern für die Solaranlagen spielt,
  • wie Abwasserkanäle für die Wärme genutzt werden.

Energy Sharing sollte im Solarpaket 2 festgezurrt werden - ab Ende 24 können wir darauf warten

hier  Capital  von Selma Schmitt  schon vom 30.10.2023

Kann Energy Sharing den Stromverbrauch verändern? 

ENERGIEVERBRAUCH: Bei Energy Sharing teilen sich Verbraucher Erneuerbare-Energie-Anlagen. Ein aktuelles Forschungsprojekt untersucht, ob und wie das den individuellen Stromverbrauch verändert

E-Autos und Solaranlagen: Chinas Hilfe zur grünen Modernisierung

Freitag hier  Ingar Solty

Die EU erwägt, wegen billiger Produkte Strafzölle gegen China zu erheben. In der angespannten Lage reist Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck nach Beijing, wo er dem Thema schwerlich aus dem Weg gehen kann

Freitag, 21. Juni 2024

Was passiert mit ausgedienten Solarmodulen?

 hier  Von  Marie Kermer   radioWelt am 18.06.2024

In Bayern ist die Sonne die wichtigste Energiequelle für klimafreundlichen Strom. Doch in den kommenden Jahren müssen mehr und mehr Solaranlagen altersbedingt ausgemustert werden. Was geschieht dann mit den Modulen?



Allein in Deutschland fallen jährlich über 10.000 Tonnen ausgediente Solarmodule an. Die Zahl soll sich in den nächsten zehn Jahren sogar verfünfzigfachen. Eine Menge Abfall also. Landet der dann irgendwann doch in der Tonne?

Prof. Andreas Bett vom Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme verweist auf die gesetzlichen Vorschriften: Module müssen von Firmen zurückgenommen werden. "Es ist auf keinen Fall so, dass es dafür heute nicht schon Prozesse gäbe. Die Rücknahme der Module ist extrem gut gesichert. Da muss man sich keine Sorgen machen."

UN-Umfrage: Sorge über Klimawandel war noch nie so groß wie heute

 Deutschlandfunk  hier   zum Anhören Passenheim, Antje | 20. Juni 2024

Klimawandel - UN stellen weltweit größte Klima-Umfrage vor

UN-„Klima-Votum“
Menschen weltweit verlangen Maßnahmen gegen den Klimawandel
Die Vereinten Nationen stellen die weltweit größte Klima-Umfrage vor: 80 Prozent der Befragten sind über die Folgen der Erderwärmung besorgt. Sie erwarten schnelles Handeln von Politik und Wirtschaft, so Achim Steiner, Chef des Entwicklungsprogramms.


auch im  NDR hier zum Anhören



ARD hier  20.06.2024 Antje Passenheim, WDR

Sorge über Klimawandel noch nie so groß

Die Sorge ist groß, der Wunsch nach Maßnahmen auch: Eine UN-Umfrage über den Klimawandel ist eine Mahnung an Politik und Wirtschaft. Dabei hofft ein Großteil der 75.000 Befragten auf mehr Zusammenarbeit.

Nach dem Hochwasser: Experte erklärt, warum jetzt Zeit für Wärmepumpen ist

 hier 19. Juni 2024 | Gero Gröschel

Wer jetzt seine alte Heizung ersetzen muss, sollte auf eine Wärmepumpe setzen.

Nach dem Hochwasser im Juni sind Hunderte Gas- und Ölheizungen durch vollgelaufene Keller unbrauchbar geworden. Ein Experte für Wärmepumpen rät dazu, diese Chance zu nutzen, um sich von fossilen Heizanlagen zu verabschieden. Hier sind seine Argumente.

Mehr zum Renaturierungsgesetz der EU

 hier Ein Kommentar von Fritz Habekuß/  Aus der ZEIT Nr. 27/2024  19. Juni 2024

EU-Renaturierungsgesetz: Auferstehung per Gesetz

Renaturierung an der Havel - Foto: Klemens KarkowDas Gesetz sollte die Natur in Europa wieder auferstehen lassen. Doch über viele Monate schien es selbst dem Tod geweiht. Zu viele Widerstände von Bauern, Konservativen und Rechtspopulisten. Zu wenig Unterstützung von Politikern, auch auf höchster EU-Ebene, für das "Gesetz zur Wiederherstellung der Natur". 

Es wurde einst als zentrales Element des sogenannten Green Deals aus der Taufe gehoben – dieser Vision eines umwelt-, klima- und artenfreundlichen Europas.
Und jetzt: ist das Gesetz doch verabschiedet. Am Montag, durch die Runde der EU-Agrarministerinnen und -minister. Damit hat es die letzte Hürde passiert und wird für alle EU-Staaten bindend sein.

Donnerstag, 20. Juni 2024

 

hier zum Lesen

Folgende Inhalte erwarten Euch:
Rechtsgutachten: Kommunale Wärmeplanung mit Wasserstoff ist derzeit nicht verantwortbar
EU-Wahlrückblick: Und was jetzt?
Klima-Report der Scientists for Future Mainz: Wo wir derzeit stehen
Impressionen vom globalen Klimastreik am 31.05.2024 in Deutschland
Wattbewerb-Preisverleihung bei der Woche der Umwelt in Berlin
Ausgewählte Klima-Radtouren 2024
Fahrrad-Kunst-Projekt in Wolfratshausen
Bündnispartner vorgestellt: Initiative KlimaGerecht Leben (IKGL)
Klimaaktivismus weltweit: Guatemala versus Plastik
Klimaaktivismus konkret: Aktionsform Infostand
Leserbrief: „Warum mir politisches Engagement wichtig ist“
Eine nachhaltige Zukunft mitgestalten im Studiengang „Green Engineering“
Klima-Telegramm



Und plötzlich entdeckt er Wärmepumpen

Und warum informieren sich die Herren nicht rechtzeitig und sachorientiert vor ihrer Kampagne?
Das halte ich doch zumindest für eine Pflichtaufgabe unserer Spitzenpolitiker, bevor sie Stimmung in diesem Ton machen. Uns allen wäre viel erspart geblieben, wenn man an die traurigen Auswirkungen dieses Merz- und Spahn-Populismus-Spiels denkt.

Focus hier 20.6.24 Von Malte Kreutzfeldt

Neue Wärmepumpen-Befürworter: Plötzlich macht selbst die Union die Heizgesetz-Kehrtwende

Die CDU rückt von ihrer scharfen Kritik am Heizungsgesetz der Ampel ab: Parteichef Friedrich Merz präsentiert sich als Wärmepumpen-Fan, Vize Andreas Jung erhebt Forderungen, die keine große Veränderung bedeuteten würden.

Natur ist nicht nur nice to have / die Klage gegen Ministerin Gewessler hat wenig Chance auf Erfolg

Deutschlandfunk hier  zum Anhören Krauter, Ralf | 18. Juni 2024,

Forscher nennen EU-Renaturierungsgesetz Erfolg für Naturschutz

Lange wurde darum gerungen, in Österreich löste es eine Regierungskrise aus: Das Renaturierungsgesetz der EU ist beschlossene Sache. Wissenschaftler feiern es als großen Erfolg für den Naturschutz. Landwirte sind weiter skeptisch.


Spiegel hier  18.06.2024,Ein Kommentar von Marianne Wellershoff

EU-Gesetz zum Naturschutz: Natur ist nicht nur nice to have

Das neue Naturschutzgesetz der EU löste in Österreich eine Koalitionskrise aus. Dabei muss endlich klar sein: Natur ist nicht selbstverständlich, sondern muss geschützt werden. Was jetzt zu tun ist.

Unsere Mobilität hat ihren Preis


ZDF / Terra X - die Wissens-Kolumne  hier
von Harald Lesch  16.06.2024 

Unsere Mobilität hat ihren Preis:  Für Reisen und Transporte verbrennen wir große Mengen an Kohle, Öl und Gas. Was ein erster Schritt zur Wende bei Auto und Co. sein kann und warum wir Mobilität neu denken müssen.

Kleines Sammelsurium des Klimawandels: Hitze und Sturzfluten im Süden, Wasserknappheit im Iran

Merkur hier   Geschichte von Victoria Krumbeck •19.6.24

Hitze-Alarm in Italien: Orange Warnstufe in elf Städten ausgerufen

Bis zu 44 Grad Celsius: Eine große Hitzewelle breitet sich in Italien aus. In den nächsten Tagen klettern die Temperaturen deutlich über 40 Grad Celsius – Ärzte warnen.

Ermächtigung zum Flächenfraß durch Normenkontrollantrag eingeleitet

Bürokratie -Abbau ist  so ein Wort, das jeder Mensch in seinem ganz persönlichen Sinne gebrauchen kann, denn wer regt sich nicht über Bürokratie auf , wer wird bei einem in Aussicht gestellten Abbau nicht sofort hellhörig?
Doch ein Bürokratie- Abbau sieht für die Herren Zwick und Gerster von der CDU wesentlich anders aus als für die Landwirte oder gar die Naturschützer. 

Wir sollten das Ich -Wünsch-Mir-Was-Wort daher als Nebelbank in einer Kommunikation erkennen. Und bei Gebrauch darauf drängen, mehr über das konkrete Anliegen dahinter zu erfahren.
Das hat Hr. Mendelin in seinem Artikel sehr überzeugend getan.
Und wir haben erfahren, was Bürokratie-Abbau für Zwick und Gerster und den Gemeindetag bedeutet: eine Ermächtigung zum Flächenfraß. Alternative Ideen dazu oder Reflektion - leider Fehlanzeige.
Ein trauriges Bekenntnis zum "Weiter so".

Und daher möchte ich noch auf die Resolution des BUND (hier) verweisen:

Die BUND-Gruppen der Region Bodensee-Oberschwaben fordern die Städte und Gemeinden der Region auf, die Netto-Null beim Flächenverbrauch bis 2035 über die Flächennutzungspläne sicherzustellen. Dieses Ziel ist im Koalitionsvertrag Baden-Württemberg festgelegt. Die Pläne müssen neben Bauflächen auch Flächen für die Nachverdichtung, für den Rückbau und die Entsiegelung oder Doppelnutzung ausweisen.


Schwäbische Zeitung  hier  15.06.2024, Ulrich Mendelin

Kampf um den Acker: Darum ziehen zwei Bürgermeister vor Gericht

Grund und Boden ist heiß begehrt: Kommunen sind auf der Suche nach Bauland, Landwirte fürchten zunehmende Konkurrenz um Ackerflächen.

Mittwoch, 19. Juni 2024

EZB? Nein, Habeck war's!

Das also ist der Preis der LNG-Terminals - ich wäre wirklich froh, wenn Habeck uns mehr erklären würde! Er kann das doch so super, warum macht er es nicht frühzeitig?

TAZ hier

Die Europäische Zentralbank schmückt sich mit fremden Federn. Dem Wirtschaftsminister ist zu verdanken, dass die Inflation wieder sinkt.

Fraktionen auf dem Weg zu mehr Transparenz im Landtag Baden-Württemberg

Focus hier Von Von Julia Giertz, dpa  17.6.24

Manche Landtagsabgeordnete sind neben der Parlamentsarbeit anderweitig beruflich tätig und bekommen dafür Geld. Da kann es Interessenkonflikte geben. Schärfere Transparenzregeln sollen das vermeiden.

Nach langwierigen Verhandlungen über die Offenlegung von Nebeneinkünften der Landtagsabgeordneten könnte es in absehbarer Zeit zu einer Einigung kommen. Es müssten nur noch Detailfragen gelöst werden, verlautete aus CDU-Kreisen.

Beats on Bikes




 

Die Merz – CDU hat die Europawahl verloren. Sie weiß das. In der Öffentlichkeit ist es noch nicht aufgefallen.

 TAZ hier

Die Kampagne der CDU/CSU gegen die Grünen hat funktioniert. Sie konnte ihr Ergebnis um 1,1 % verbessern, was ungefähr dem Anteil der Wähler:innen entspricht, die von den Grünen zur CDU gewechselt sind. Hat sie also die Wahl „gewonnen“?

Infrastruktur: Ein Land steht still

Süddeutsche Zeitung hier  16. Juni 2024, Von Gerhard Matzig

Marode Brücken, ruinierte Bahnhöfe, kaputte Straßen, fehlende Trassen – und: kein Netz. Neueste Schätzungen aus der Republik der Sitzenbleiber.

links: Symbolbild aus Ravensburg /Weingarten
Thema: der verpatzte Radschnellweg

Erneut Klimaaktivist vor Ravensburger Gericht

kleiner Auszug aus meinem Leserbrief unten, den ich gerade losgeschickt habe: 
Doch so ein Ravensburger Gericht muss sich anscheinend nicht um die Rechtsprechungen auf höchster Ebene kümmern. Hier macht man lieber sein eigenes Ding und beschäftigt sich mit der ungemein wichtigen Frage, ob ein Angeklagter, der alleine auf einem Baum saß, als Versammlungsleiter einer nicht angemeldeten Demo gelten kann. 

Für mich ist das ist eine ungeheure Verschwendung von Steuergeldern und - noch wichtiger - eine ungeheure Verschwendung von Zeit im Angesicht der Entwicklung.

Schwäbische Zeitung  hier Von Bernd Adler und ganz unten Leserbrief  dazu


rechts: Martin Lang bei einer Demo

Wann ist Protest ein Rechtsbruch? - Juristischer Beschluss steht aus

Erneut muss sich derzeit ein sogenannter Klimaaktivist vor einem Ravensburger Gericht verantworten. Bei diesen Verhandlungen geht es im Kern zumeist darum: Wo enden Protestaktionen, wo beginnt der Rechtsbruch? Im Kern geht es aber auch um die Frage, wie schwierig es ist, darüber juristisch zu befinden.

Dienstag, 18. Juni 2024

Update Webinar Renaturierungsgesetz heute abend

 +++ Aufzeichnung +++

Webinar: ab 18.6 Abend - 20:15 Uhr  auf Youtube

Meine Gäste: Peter Wohlleben, Martin Stuchtey & Jan Peters

Nach der Wahl zum EU Parlament überschlagen sich die Ereignisse. Nach den krassen europaweiten Erfolgen der Rechtsradikalen und Rechtspopulisten rief der französische Präsident Emmanuel Macron in Frankreich Neuwahlen aus, und noch am selben Tag gab in Belgien der bisherige Ministerpräsident Alexander DeCroo seinen Rücktritt bekannt.

„Es ist zu befürchten, dass die Herren Lindner und Wissing ihren nächsten medialen Coup vorbereiten“,

 Süddeutsche Zeitung hier  16. Juni 2024, Von Vivien Timmler, Berlin

Wissing will bei Autobahnen sparen – ausgerechnet

Der Bundesverkehrsminister kürzt die Mittel für Autobahnen und Brücken massiv zusammen, heißt es. Die einen finden das skandalös, die anderen „erfrischend ehrlich“. Was dahintersteckt

Mehr ist mehr, das ist ja klar. Niemand beschwert sich über zusätzliche Finanzmittel aus dem Bundesverkehrsministerium, weder die Kommunen noch die Deutsche Bahn und auch nicht die Autobahn GmbH – aber wehe, es wird gekürzt. Letztere treffe es nun besonders hart, heißt es dieser Tage. Verkehrsminister Volker Wissing (FDP) wolle die Investitionen in Autobahnen und Brücken massiv kürzen, um gut 20 Prozent, berichtet die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung. Das ist nicht direkt falsch. 


Aber es ist auch nicht die ganze Wahrheit.

Zu der gehört einerseits, dass Wissing die Mittel für die Autobahn GmbH
erst für 2024 deutlich erhöht hatte, und zwar um eine halbe Milliarde Euro.
 

Umwelt: Drei Millionen Euro für naturschutzgerechte Teichwirtschaft in Sachsen

Zeit hier  16. Juni 2024, Quelle: dpa Sachsen

Der Freistaat fördert die naturschutzgerechte Teichwirtschaft in Sachsen auch 2024 mit drei Millionen Euro aus EU- und Landesmitteln. 

Das Geld fließt an 84 Betriebe und eine Teichfläche von 7859 Hektar sowie Naturschutzverbände - überwiegend in Teiche mit Fischproduktion, wie das Umweltministerium in Dresden am Sonntag mitteilte. Ziel sei es, weiter nachhaltig und naturnah Fische zu produzieren. Die staatliche Zuwendung soll zudem Mehraufwendungen und Ertragsminderungen bei Erfüllung spezifischer Leistungen zum Naturschutz ausgleichen.

Mit der Bewirtschaftung der Teiche werde auch wertvoller Lebensraum für gefährdete Vögel, Insekten, Pflanzen und Amphibien bewahrt, sagte Minister Wolfram Günther (Grüne). Angesichts monatelanger Dürren in den vergangenen Sommern sei es eine große Leistung, extensive Bewirtschaftung und Naturschutz erfolgreich zu verbinden. Die Förderung solle helfen, die Artenvielfalt in den Teichen zu bewahren und zugleich einen wirtschaftlichen Betrieb zu ermöglichen.

© dpa-infocom, dpa:240616-99-416675/3

Fast schon komödienreife Kehrt-Wendung: CDU-Chef plötzlich ein Fan der Wärmepumpe?

Es bleibt beim Ärger um die falschen Informationen zur Wärmepumpe, die im letzten Jahr mutwillig von der Bild, der CDU und der FDP gestreut wurden, um die Wärmewende auszubremsen.

Doch inzwischen zeigen sich  fast schon komödienreife Kehrt-Wendungen.
Die Berliner Zeitung (meiner Beobachtung nach ziemlich rechts stehend) hat Merz als heimlichen Wärmepumpen-Fan bei einer Enpal Veranstaltung entlarvt, ebenso wie Lanz zuvor den heftigsten FDP- internen-Aufheizer Schäffler dazu brachte, den Einbau einer privaten Wärmepumpe zuzugeben. 


Frankfurter Rundschau  hier 18.06.2024, Lars-Eric Nievelstein

Wende beim Heizen: Neue Zahlen zu Wärmepumpen sorgen für Überraschung

Um die Wärmepumpe gab es zuletzt regelrecht Trubel. Wegen früherer großer Unsicherheiten bei der Förderung von Wärmepumpen, auf die sich viele Bürger offenbar verlassen hatten, brach der Absatz der Wärmepumpe im ersten Quartal 2024 deutlich ein. 

Mittlerweile aber zeigt sich Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) optimistisch. „Die Antragszahlen (für Förderung von Wärmepumpen, Anm. d. Red.) sind im April noch einmal klar gestiegen“, teilte er kürzlich der Rheinischen Post gegenüber mit. Aktuelle Zahlen geben ihm recht – zumindest langfristig betrachtet.

Langfristige Betrachtung zeigt wachsende Beliebtheit der Wärmepumpe

Bei Investitionen der Automobilindustrie in die E-Mobilität steht Europa klar auf der Verliererseite

Deutschland als Führer der Verkehrswende? Das kommt mir gerade völlig abwegig vor. Die deutschen Autohersteller haben es bisher noch nicht mal geschafft, günstige e-Modelle auf den Weg zu bringen. Und dann soll es an den hierzulande vergleichsweise geringen Subventionsstreichungen gelegen haben?
Soweit ich das sehe, haben unsere Automobilkonzerne bei der dringend notwendigen Transformation vollkommen versagt, im glanzvollen Zusammenspiel mit den Verbrenner-Erhaltungs-Politikern - denn neu ist der Gedanke einer Verkehrswende nun schon seit Jahrzehnten nicht mehr.

e-fahrer hier  17. Juni 2024 | Karl Müller

Setzt nur noch Deutschland auf E-Autos? Zahlen sprechen klare Sprache

Deutschland hatte vor, führend in der Verkehrswende zu sein. Doch nach Subventionsstreichungen brachen die E-Auto-Verkäufe ein. In anderen europäischen Ländern sind die Zahlen zwar besser, trotzdem scheint Europa kein Investitionsziel für die E-Autoindustrie zu sein. Sie setzt lieber auf die USA.

Utrecht hat verstanden, dass ein Auto nur so gut ist, wie der Parkplatz, den man ihm bereitstellt.

Bei uns findet gerade Stadtradeln statt - das ist mit der großen Hoffnung verbunden, das Radeln salonfähig zu machen, den Spaß am Radeln zu entdecken, Schüler vom Elterntaxi abzuhängen. Aber es ist noch ein langer Weg bis Utrecht - auch im übertragenen Sinne - selbst wenn wir langsam vorwärts gehen. Warum nicht mal selbst hinfahren und eintauchen in das veränderte Lebensgefühl?


hier Utopia Ingwar Perowanowitsch  17. Juni 2024

Utrecht - Das ist die schönste Fahrradstadt der Welt 

Wie sieht die perfekte fahrradgerechte Stadt aus? Sie hat das größte Fahrradparkhaus der Welt, smarte Ampeln, die Grünphasen anpassen, und eine lange Geschichte des Fahrradverkehrs, die bis ins Jahr 1885 zurückreicht. Unser Autor erkundet Utrecht und zeigt, wie Mobilität ohne Autos möglich ist.

Seit langem treiben mich zwei Fragen um: Wie sieht eine fahrradgerechte Stadt aus – und gibt es sie überhaupt schon? Für diese Fragen bin ich im Mai 2024 erneut ins niederländische Utrecht gefahren. Denn für viele gilt die Stadt als die eigentliche Fahrradhauptstadt Europas. Hier nutzen täglich bis zu 125.000 Menschen das Fahrrad. Für eine Stadt mit 360.000 Einwohner:innen sind das unglaubliche Werte. Am Bahnhof angekommen, schnappte ich mir das Fahrrad und fuhr los. Schnell wurde mir klar: Utrecht ist tatsächlich eine Fahrradstadt der Superlative.

Montag, 17. Juni 2024

Update: Die Gäubahn als Teil des transeuropäischen Schienennetzes - im Sommer steht Verhandlung der DUH an

Die Gäubahn ist Teil des transeuropäischen Schienennetzes und verbindet weite Teile Baden-Württembergs, der Schweiz und Norditaliens über den Bahnknoten Stuttgart. 🚂 

Durch das Chaos-Projekt Stuttgart 21 droht sie bis zu 15 Jahre oder sogar dauerhaft unterbrochen zu werden. Deshalb haben wir bereits vergangenes Jahr Klage gegen die geplante Kappung der Gäubahn eingereicht.

Klar ist: Solange der Kopfbahnhof bestehen bleibt, solange kann auch die Gäubahn fahren. 🛤️ 💚 Deshalb, und weil der neue Tiefbahnhof viel zu wenig Kapazität hat, kämpfen wir in unserer Klage auch für den dauerhaften Erhalt des Kopfbahnhofs. Wir rechnen noch in diesem Sommer mit der Verhandlung vor dem Verwaltungsgericht Stuttgart. 👩‍⚖️


lange war Jürgen Resch  das Feindbild in Person - jetzt hat er sich zum Hoffnungsträger der Kommunalpolitik  gemausert.
Bleibt zu hoffen, dass dieses Bild endlich einmal beständig ist, denn wir brauchen die DUH dringend!

Auszüge aus dem Südkurier  hier  Angelika Wohlfrom  18.6.24

Alle Gäubahn-Hoffnungen ruhen auf Jürgen Resch:
Bringt die Klage die Wende?

Ein Podium in Singen macht wenig Hoffnung darauf, dass sich an der Planung für Stuttgart 21 etwas ändern könnte. Außer die Klage der Deutschen Umwelthilfe macht den Projektpartnern einen Strich durch die Rechnung.

Unerwartete Zustimmung aus Österreich: EU-Staaten beschließen umstrittenes Naturschutzgesetz

dpa  hier  17.6.24

Die EU-Staaten haben den Weg für ein stark umstrittenes Naturschutzgesetz freigemacht. Demnach sollen künftig in der Europäischen Union mehr Bäume gepflanzt sowie Moore und Flüsse in ihren natürlichen Zustand zurückversetzt werden. Eine ausreichende Mehrheit von EU-Staaten stimmte dem vor allem von Landwirten und Konservativen kritisierten Vorhaben in Luxemburg zu, wie die derzeitige belgische EU-Ratspräsidentschaft mitteilte.

Die »Innovation« im Energiemarkt ist längst im Gang. Sie hat nur nichts mit Zeugverbrennen zu tun.

Spiegel hier  Eine Kolumne von Christian Stöcker  16.06.2024

 Energiesystem: Warum es jetzt auch nachts Solarstrom gibt

Nach dem Siegeszug der erneuerbaren Energien bahnt sich gerade, von der Öffentlichkeit weitgehend unbemerkt, die nächste Energierevolution an: Solarstrom gibt es bald auch nachts, Windstrom bei Windstille.

Regionaler Dokumentarfilm „Ehrensache“ im Radolfzeller Universum Kino am 4.7.24

Karten  Reservierung  hier

am 4. Juli 2024 20:00 (Donnerstag) wird der Dokumentarfilm „Ehrensache“ im Radolfzeller Universum Kino aufgeführt. 


EHRENSACHE - Freiwillige und Ehrenamtler im Einsatz für die Natur um den Untersee 

Die Umsetzung der notwendigen Maßnahmen könnte die Geschäftsinteressen einiger großer Akteure in der Agrarindustrie beeinträchtigen ....

RiffReporter hier  von Thomas Krumenacker  07.04.2024

EU-Wissenschaftsakademien drängen Staaten zur Verabschiedung des EU-Renaturierungsgesetzes

In einer gemeinsamen Erklärung fordern die Top-Wissenschaftler aus allen EU-Staaten die Blockadeländer zum Einlenken auf: Ohne das Gesetz stünden die sichere Ernährung Europas, ihre Natur und der Kampf gegen den Klimawandel auf dem Spiel.

Zweiter Basilikaprozess geht in Berufung - Freispruch möglich

 Pressemitteilung   17.06.2024

Am heutigen Montag, 17. Juni 2024, findet ab 13:30 am Ravensburger Landgericht der öffentliche Berufungsprozess gegen einen von drei Klimaaktivist:innen statt, die im September 2021 ein 60m² großes Banner an der Basilika Weingarten angebracht hatten. Die spektakuläre Kletter-Aktion mit der weithin sichtbaren  Botschaft: "€DU - unchristlich, unsozial klimaschädlich" erregte, einen Tag vor der Bundestagswahl, über die Region hinaus, großes Aufsehen (1).

Angeklagt ist ein 57-jähriger Familienvater aus dem Umfeld der Altdorfer Waldbesetzer, der sich, zusätzlich zur Basilika-Besteigung, heute noch in drei weiteren Anklagepunkten vor Gericht verantworten muss. Das Urteil aus erster Instanz, bei dem der Beschuldigte in zwei von vier Fällen freigesprochen wurde, wird indes sowohl von der Ravensburger Staatsanwaltschaft als auch vom Verteidigerteam des Angeklagten angefochten.  "Während bei der Basilika-Aktion vermutlich juristische Feinheiten heute den Ausschlag bezüglich des Richterspruches geben, liegt der Sachverhalt in den drei anderen Anschuldigungen recht klar auf der Hand und kann nur in Freispruch münden", sagt Kiki Köffle aus dem Verteidigerteam von Lang.

Das neue Klimagesetz ist verfassungswidrig - kommt jetzt das große Hinauszögern oder eine wirkliche Klimaschutzoffensive?

Liegt es  wirklich nur an Habeck? Auch wenn solche Aussagen momentan chick sind: Vermutlich liegt es eher an den Koalitionspartnern. Ich rechne nicht damit, dass sich so schnell etwas tut.

TAZ hier

Klimaklage gegen Bundesregierung: „Es liegt jetzt an Robert Habeck“

Das neue Klimagesetz ist verfassungswidrig, sagt Jürgen Resch von der Deutschen Umwelthilfe. Er hofft aber auf eine wirkliche Klimaschutzoffensive.

Robert Habeck muss sich entscheiden: Geht er gegen eine DUH-Klage in Revision oder setzt er sich für eine Klimaschutzoffensive ein.

taz: Herr Resch, das von der Ampel geänderte Klimagesetz liegt seit vier Wochen bei Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zur Unterschrift. Ungewöhnlich lange: Was ist da los?

Jürgen Resch: Unsere Rechtsanwälte haben dem Bundespräsidenten ein 19-seitiges Rechtsgutachten zukommen lassen, in dem detailliert dargelegt wird, warum die Neufassung des Gesetzes verfassungswidrig ist. Ich schätze, dass Steinmeiers Juristen dies ernst nehmen und intensiv prüfen, zumal die Bundesregierung und der Bundestag ja schon mit der ersten Fassung des Klimaschutzgesetzes 2021 vor dem Bundesverfassungsgericht gescheitert sind. Sie werden vielleicht auch prüfen, ob man das Urteil, das die Deutsche Umwelthilfe im November 2023 vor dem Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg erstritten hat, damit wirklich aus der Welt schaffen kann.

Sonntag, 16. Juni 2024

EU-Klimarat fordert Einhaltung der Klimaziele für 2050

RND hier 17.06.2024

Nach Ergebnissen der Europawahl: Hochwasser, wie das in Bayern im Frühling 2024, mehren sich wegen des zunehmenden Klimawandels. Laut EU-Klimarat ist ein Festhalten an den Klimazielen für 2050 wichtiger denn je.

Ist nach der Europawahl vor der Europawahl? Weil das EU-Parlament in eine neue Legislatur startet und seine Prioritäten neu verhandeln muss, betont der EU-Klimarat die Einhaltung der Klimaziele für 2050. Sie seien wichtiger denn je.

Donnerstag, 13. Juni 2024

Aus dem Archiv: Klaus Töpfer kritisiert die Europäer

Leider ist die Situation immer noch nicht besser. Die klimaschädlichen Zahlungen der EU im Rahmen der GAP bestehen immer noch, das Renaturierungsvorhaben im Rahmen des Green Deals wird zurück gehalten.

links: Update 2024  hier
Atlas zum runterladen, Erklärfilm und viele Grafiken


Hier  Deutschlandfunk / Klaus Töpfer: ehemaliger Bundesumweltminister und UNEP-Direktor
Moderation: Katrin Heise und Christian Rabhansl · 08.01.2015

„Der Boden ist keine sich erneuernde Ressource“

Ein düsteres Bild von der Entwicklung der Böden, einer elementaren Ressource, zeichnet der „Bodenatlas 2015“. Weltweit gingen pro Jahr 24 Milliarden Tonnen an Boden verloren, sagt der frühere Umweltminister Klaus Töpfer. Auch unser Fleischkonsum belaste die Böden.

Tempo-30-Zonen: Kommunen sollen mehr Spielraum bekommen

NDR hier  Stand: 13.06.2024 von Katharina Seiler

Städte und Gemeinden sollen mehr Spielraum bei der Einrichtung von Tempo-30-Zonen bekommen. Das hatte der Niedersächsische Städtetag schon lange gefordert. Nun haben auch Bund und Länder zugestimmt.

Am Mittwoch einigte sich der Vermittlungsausschuss von Bundestag und Bundesrat auf ein entsprechendes Gesetzesvorhaben. Vorgesehen ist, dass die Kommunen unter anderem mehr Spielraum für die Einrichtung von Busspuren und Tempo-30-Zonen bekommen sollen. "Wir geben den Städten und Gemeinden die Freiheit, mehr Tempo 30 möglich zu machen", sagte Verkehrsminister Olaf Lies (SPD) am Donnerstag. Aus seiner Sicht habe sich die Gesellschaft weiterentwickelt und das müsse auch die Verkehrspolitik tun - die aktuellen Regeln seien "nicht mehr zeitgemäß".

BILANZ ZUR EUROPAWAHL: Viele Länder trotzen Rechtsruck

hier  10.06.2024,Von Gudrun Büscher 

Überraschung in Slowakei

Europas Rechtspopulisten sind erstarkt – doch es gibt einige Länder der EU, die sich erstaunlich robust gegen diesen Trend stemmen.

Handelsstreit: EU will Strafzölle von bis zu 25 Prozent auf E-Autos aus China erheben

Ist das wirklich klug?  Im Bericht heißt es "Gleichzeitig sind die Klimaziele im Verkehrssektor ohne die günstigen, aus China importierten Elektrofahrzeuge noch schwerer zu erreichen" .  Die Strafzölle bremsen den ohnehin schwachen Zuwachs bei der e-Mobilität weiter aus. Wem nützt das?

Handelsblatt hier Geschichte von Gusbeth, Sabine Volkery, Carsten 12.6.24

Der Marktanteil chinesischer Hersteller ist zwar noch gering, doch die EU greift nun durch. Experten sind uneins darüber, welchen Effekt die Zölle haben werden.

Die EU-Kommission will drei chinesischen Autoherstellern am Mittwoch mitteilen, dass sie ab dem nächsten Monat vorläufig Sonderzölle von bis zu 25 Prozent für Elektroautos aus China verhängen wird.

Trend beim Fleischkonsum kehrt sich um

Frankfurter Rundschau hier Geschichte von Johanna Apel  13.6.24

Veränderte Ernährungsgewohnheiten schlagen sich auf die Nahrungsmittelindustrie nieder. Der sinkende Fleischkonsum trägt zu einer Bereinigung bei. Der Kommentar

links: Immer wieder im Januar erscheinen im Rahmen des "Veganuary" besonders viele neue vegane Produkte auf dem Markt

Jahrzehntelang kannte der Fleischkonsum der Deutschen nur eine Richtung: nach oben. Seit einigen Jahren hat sich der Trend umgekehrt: Der Pro-Kopf-Konsum sinkt. Das hat Folgen. Schlachthöfe sind nicht ausgelastet, schließen oder stehen vor dem Verkauf. Die Branche erlebt eine Marktbereinigung.

Seit dem Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest in Deutschland im Jahr 2020 hat China den Import von Schweinefleisch aus deutscher Produktion gestoppt. Der Branche fehlt teils der Nachwuchs, teils die Perspektive, teils das Geld. Für den von Agrarminister Cem Özdemir angekündigten Umbau der Ställe gibt es noch keine langfristige Finanzierung.

Die meisten Verbraucher:innen sind für mehr Tierwohl, auskömmliche Erzeugerpreise und dafür, die Rechte der Beschäftigten in der Fleischindustrie zu stärken. Wie ernst es ihnen damit ist, wird sich beim Einkauf zeigen. Denn die Mindestlohnerhöhung und das Verbot von Zeitarbeitsverträgen bei Fleischverarbeitern tragen dazu bei, dass der Preis für Fleisch steigen wird.

US-Zeitung zeigt Hauptfehler der Habeck-Partei auf

Einerseits: Die Grünen konzentrieren sich nicht auf Themen, die der Gesellschaft nahe gehen - andererseits: Die Grünen müssen mehr für ihre Überzeugungen einstehen, auch wenn`s unbequem wird. Ja was denn nun?

hier  12.06.2024, Von: Alexandra Heidsiek

Europawahl-Klatsche für die Grünen

Inflation, Migration, Energiekrise: Die Grünen konzentrieren sich nicht genug auf die Themen, die der Gesellschaft nahe gehen, argumentieren US-Medien.

Mittwoch, 12. Juni 2024

Vermittlungsausschuss: Sanierung von Bahnstrecken und Änderung beim Straßenverkehrsrecht

Zeit hier  13. Juni 2024  Quelle: ZEIT ONLINE, dpa, isd

Bundesrat und Bundestag: Vermittlungsausschuss erzielt Einigungen zu Bahnnetz und Verkehrsrecht 

Schienennetzsanierung, Digitalisierung und Tempo 30: Der Vermittlungsausschuss hat sich bei mehreren Vorhaben auf Kompromisse geeinigt. Ein Thema bleibt strittig.

Schweiz will Urteil zum Klimaschutz nicht umsetzen: „Es ist ein Verrat“

Frankfurter Rundschau hier  13.06.2024, Von: Sereina Donatsch

Über das Urteil in Straßburg konnten die Schweizer Klimaseniorinnen noch jubeln, ihr Land sperrt sich aber dagegen. Ein Klimaschutz-Urteil gegen die Schweiz galt als wegweisend, wird aber infrage gestellt. Die Klägerinnen sind schockiert.

Nach dem Erfolg folgt Ernüchterung: Das Schweizer Parlament will das Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte zu mehr Klimaschutz nicht umsetzen. Ein Schock für die Seniorinnen, die die Klage eingereicht hatten. Sie sei „entsetzt“, dass der Stände- und der Nationalrat das Klima-Urteil ignorieren wollen, kritisiert die Co-Präsidentin des Vereins Klimaseniorinnen, Rosmarie Wydler-Wälti, am Mittwoch im Gespräch mit der FR.

Die Allianz hinter dem Angriff aufs E-Auto

hier  Standard  András Szigetvari   8. Juni 2024, 

Die ÖVP ist nicht allein (in Österreich).....

Wenn sich die ÖVP für den Erhalt des Verbrennungsmotors in den Ring wirft, macht sie damit nicht bloß Wahlkampf. Sie setzt sich für Interessen einer Reihe von Unternehmen aus der Autobranche wie der Landwirtschaft ein. Das ist legitim, aber es gibt dennoch einen Haken

Grafik zu Energiekette (der Standard)


Wie man sich die Kämpfer für die E-Fuels von morgen vorstellen muss? Es sind die Benzinbrüder von heute. Rund fünf Dutzend heimische Unternehmen haben sich unter Federführung der Wirtschaftskammer zur "E-Fuel-Alliance" zusammengeschlossen, die für den langfristigen Erhalt der Verbrennertechnologie in Europa kämpft.

„Die Autoprivilegien müssen weg“

 Utopia Podcast hier Von Martin Tillich  11. Juni 2024

Katja Diehl:  „Wir müssen uns von unserer Abhängigkeit vom Auto befreien“

Die Verkehrswende in Deutschland stockt – doch wie können wir sie vorantreiben? Die Mobilitätsexpertin Katja Diehl präsentiert in ihrem neuen Buch „Raus aus der Autokratie“ Lösungsansätze. Utopia hat mit ihr über Autoalternativen auf dem Land, Elterntaxis und das inspirierende Beispiel Paris gesprochen.

Utopia: Du fragst in deinem neuen Buch provokant, wie es so weit kommen konnte, dass der Deutschen liebstes Kind das Auto wurde und nicht – was naheliegen würde – das Kind. Inwieweit bevorzugen wir heute Autos vor unseren Kindern?

Schokolade: „Klimawandel ist im Supermarkt angekommen“

Handelsblatt hier  Geschichte von Müller, Anja Terpitz, Katrin • 11.6.24

Wetterextreme haben die Kakaopreise nach oben getrieben. Anders als viele andere Firmen im Mittelstand befasst sich Ritter Sport nun mit der Frage: Wie macht man ein Unternehmen klimaresilient?

Seit 1912 stellt Ritter Sport Schokolade her. Mehr als 10.000 Tonnen Rohkakao verarbeitet das Familienunternehmen aus dem schwäbischen Waldenbuch jährlich. Der traditionsreiche Produzent hat viel erlebt, eine Kakaokrise wie derzeit aber noch nicht.

Kalifornien fordert Gewinne der Unternehmen in der Klimaklage gegen Big Oil / DUH Klage gegen TUI und Shell heute

 hier  Am 10. Juni 2024 

Der Generalstaatsanwalt von Kalifornien hat am Montag versucht, die größten Ölkonzerne der Welt zu zwingen, auf ihre Gewinne zu verzichten, die sie angeblich durch die Täuschung der Verbraucher über ihre Rolle beim Klimawandel erzielt haben.

Die Klage kommt Monate nachdem ein neues Gesetz in Kraft getreten ist, das es dem Generalstaatsanwalt erlaubt, Gewinne von Unternehmen einzufordern, die diese bei Verstößen gegen Gesetze gegen unlauteren Wettbewerb und falsche Werbung erzielt haben.

Generalstaatsanwalt Rob Bonta fügte das so genannte Disgorgement-Rechtsmittel einer Klage hinzu, die letztes Jahr gegen Exxon Mobil, Chevron, Shell, BP, ConocoPhillips und die Öl- und Gasindustriehandelsgruppe American Petroleum Institute (API) eingereicht wurde.

In der Klage, die beim Staatsgericht in San Francisco eingereicht wurde, wird den Energieriesen vorgeworfen, Schäden in Höhe von mehreren Milliarden Dollar verursacht zu haben und die Öffentlichkeit zu täuschen.

Erneute Großdemonstration? – Bündnis organisiert Demonstration für soziale und menschenwürdige Politik

 Pressemitteilung vom 12.6.2024

Am Freitag, 14.6.2024 demonstrieren erneut, wie bereits im Januar, Bürger*innen im Schussental gegen rechte Politik. Diesesmal unter dem Motto "Menschlichkeit riskieren, statt die Rechten zu kopieren" und für eine offene Demokratie.

Der bunte Demonstrationszug läuft nach einer kurzen Kundgebung am Marienplatz um 17 Uhr über die "alte B30"/Gartenstraße nach Weingarten. Dort wird im Stadtgarten die Abschlusskundgebung mit weiteren Redebeitragen und Musik stattfinden. 

"Die Politik wird immer unmenschlicher und unsozialer. Wir stellen uns dem Drall in eine rechte unsoziale Richtung entschlossen engegen." so Mitorganisator Nico Castro (22).

Klimapolitik: Wer reformiert, verliert

 Zeit hier   Fünf vor 8:00 -  Eine Kolumne von  Mark Schieritz  11. Juni 2024

Das Ergebnis der Europawahl zeigt: Klimaschutz kommt nicht gut an. Manchmal muss man deshalb als Politiker seine Karriere riskieren. So wie Robert Habeck.

Gerhard Schröder und Robert Habeck sind politisch (und persönlich) sehr unterschiedliche Menschen. Es gibt aber eine Gemeinsamkeit: Beide haben etwas gewagt – und beide haben verloren. Der eine das Kanzleramt, der andere Wählerstimmen, zuletzt bei der Europawahl am vergangenen Sonntag.

Es soll hier nicht um eine inhaltliche Würdigung der Hartz-Reformen (Schröder) und des Heizungsgesetzes (Habeck) gehen. Die Texte dazu füllen inzwischen Bibliotheken. Der entscheidende Punkt ist: In beiden Fällen wurde der Status quo in einer für deutsche Verhältnisse ungewöhnlichen Radikalität infrage gestellt. Schröder kürzte den Leuten die Unterstützungsleistungen bei Arbeitslosigkeit, Habeck wollte ihnen vorschreiben, wie sie ihre Wohnung heizen.

In beiden Fällen standen die Einzelmaßnahmen für einen grundlegenderen Politikwechsel. Schröder wollte die Wirtschaft entfesseln, Habeck will sie transformieren. Aber das Versprechen war damals wie heute: Kurzfristig mögen die Maßnahmen schmerzhaft sein, langfristig aber schaffen sie Wohlstand. Weil sie die Effizienz steigern (Schröder). Beziehungsweise weil Wachstum und Treibhausgasemissionen voneinander entkoppelt werden (Habeck).
 

Short term pain, long term gain.
Das ist die Philosophie einer solchen Politik.