Sonntag, 21. Februar 2021

Noch ein Leserbrief zum Regionalplan /Artikel Schwäbische Zeitung, Dienstag, 16.2. S.13

Wohnungsnot ist ein strukturelles Problem

Es klingt pathetisch, aber es ist wohl abzusehen: Wenn es so weitergeht, wird der Klimawandel zur Klimaka­tastrophe, die das Überleben der Menschen bedroht. Und er bedroht das Leben der Menschen nicht nur in entfernten Küstengebieten.

Es handelt sich bei der Entscheidung um den Flächenverbrauch (z.B. auch für den Bau von Ein- oder eben Mehrfamilienhäusern) um eine Gü­terabwägung: Der kurzfristige Nut­zen gegen das längerfristige Überle­ben. Es stellt sich die Frage: Was sind unsere wirklich wichtigen Be­darfe?

Die Auswirkungen der Bodenversie­gelung durch Gebäude, Straßen und Parkplätze sind bekannt. Der Verlust an Grünflächen mindert die CO2-Bindung im Boden, die Artenviel­falt, die Überhitzung der Städte usw.

Was nützt es, wenn Bund und Land Klimaziele formulieren, wenn sie auf regionaler Ebene keine Auswir­kungen haben?

Zudem: Der herrschenden Woh­nungsnot ist nicht durch „bauen, bauen, bauen...“ beizukommen, be­zahlbare Wohnungen sind kaum ent­standen! Wohnungsnot ist ein struk­turelles Problem: In großen Häusern lebt oft nur eine Person, in 2-Famili­enhäusern steht manchmal die zwei­te Wohnung leer, Potentiale schon überbauter Flächen werden nicht ge­nutzt, um nur einige Beispiele zu nennen. (Eigentum verpflichtet. Wozu eigentlich?)

Es geht um unsere Zukunft und da ist keine Ideologie nötig, um das zu erkennen!
Vor allem keine Wachs­tumsideologie!


Bärbel Haßler


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